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22.07.2026
Landkreis Göttingen sichert Notarztversorgung in Osterode am Harz und Barbis für 2027

...Kreistag Göttingen
Der Landkreis Göttingen hat einen wichtigen Schritt zur Sicherung der notärztlichen Versorgung im Harzgebiet unternommen. Auf Grundlage des einstimmigen Beschlusses des Kreistages vom 30.06.2026 wurde die europaweite Ausschreibung für die Notarztstandorte Osterode am Harz und Barbis auf den Weg gebracht. Die Ausschreibung sieht vor, dass beide Standorte auch im Jahr 2027 weiterhin rund um die Uhr besetzt werden.
Der Kreistag hatte die Kreisverwaltung beauftragt, Verhandlungen mit den Kostenträgern aufzunehmen, um die Finanzierung und den dauerhaften Erhalt der Notarztstandorte in Barbis und Osterode am Harz mit einer 24-Stunden-Vorhaltung sicherzustellen. Zugleich sollte die anstehende Ausschreibung auf eine durchgehende notärztliche Versorgung an beiden Standorten ausgerichtet werden.
„Der einstimmige Beschluss des Kreistages ist ein starkes und klares Signal für den Erhalt einer verlässlichen Notarztversorgung. Unser Ziel ist es, den Menschen im Harzgebiet auch künftig eine leistungsfähige und wohnortnahe Notfallrettung zu bieten“, erklärt die Erste Kreisrätin und Allgemeine Vertreterin des Landrates, Doreen Fragel.
Die unmittelbar nach dem Kreistagsbeschluss aufgenommenen Gespräche mit den Kostenträgern verlaufen konstruktiv. Die abschließenden Abstimmungen dauern derzeit noch an.
„Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Minute. Deshalb ist für uns entscheidend, die rettungsdienstliche Versorgung bedarfsgerecht, verlässlich und auf einem hohen qualitativen Niveau zu organisieren. Mit der Ausschreibung schaffen wir eine wichtige Grundlage dafür, die 24-Stunden-Vorhaltung in Osterode am Harz und Barbis im Jahr 2027 fortzuführen. Gleichzeitig setzen wir die Gespräche über eine langfristig tragfähige Lösung konsequent fort“, betont Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung.
Aktuell verfügt der Landkreis Göttingen über vier Notarztstandorte. Diese befinden sich in Osterode am Harz, Barbis, Duderstadt und Hann. Münden. Alle vier Standorte sind derzeit rund um die Uhr besetzt. Abhängig von der jeweiligen Einsatzlage können ergänzend Notärzt*innen aus der Stadt Göttingen und den benachbarten Landkreisen eingesetzt werden. Dies kann sowohl mit bodengebundenen Rettungsmitteln als auch mit einem Rettungshubschrauber erfolgen.
Ausgangspunkt der Diskussion über mögliche Veränderungen waren die laufenden Verhandlungen zur Finanzierung der notärztlichen Versorgung ab 2027. Ausgelöst wurden diese durch die Kündigung der bisherigen Vereinbarung mit einem beauftragten Leistungserbringer. Im Rahmen der fachlichen Prüfung wurden verschiedene Strukturvarianten betrachtet. Auf Grundlage des Kreistagsbeschlusses und der inzwischen geführten Gespräche mit den Kostenträgern hat der Landkreis eine Ausschreibung für eine 24-Stunden-Vorhaltung beider Standorte im Jahr 2027 veröffentlicht.

