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22.07.2026

Stadt und Landkreis Göttingen beschließen gemeinsamen Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt


...Kreistag Göttingen

Mit dem Beschluss des gemeinsamen Aktionsplans zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt haben der Kreistag des Landkreises Göttingen in der Sitzung am 30.06.2026 einstimmig und der Rat der Stadt Göttingen ein deutliches Zeichen gesetzt: Geschlechtsspezifische Gewalt soll in Stadt und Landkreis Göttingen konsequent verhindert, Betroffene besser geschützt und Unterstützungsstrukturen nachhaltig gestärkt werden.

Der Aktionsplan ist das Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses. Grundlage ist eine wissenschaftliche Bestandserhebung, die Handlungsbedarfe für Stadt und Landkreis Göttingen aufzeigte. Die Koordinatorinnen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention von Stadt und Landkreis Göttingen haben den Aktionsplan erarbeitet. Begleitet wurde der Prozess zudem von Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen, Polizei, Justiz, Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Wissenschaft sowie weiteren Institutionen. Zudem wurde sich mit den verschiedenen Fachbereichen der Stadt- und Kreisverwaltung beraten, denn Gewaltschutz ist eine Querschnittsaufgabe.

Der Aktionsplan umfasst zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Schutz, Beratung, Vernetzung, Qualifizierung und strukturelle Weiterentwicklung. Unter Anderem wird der Ausbau von Präventionsangeboten für Kinder und Jugendliche sowie die Stärkung der Täterarbeit fokussiert. Ziel ist es, Gewalt möglichst früh zu verhindern, gewalttätiges Verhalten zu durchbrechen und Betroffene langfristig besser zu schützen.

Stadt und Landkreis Göttingen haben den Aktionsplan als gemeinsame Absichtserklärung beschlossen. Er bildet den strategischen Rahmen für die schrittweise Umsetzung in den kommenden Jahren.

„Geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern und Betroffene wirksam zu schützen, gelingt nur gemeinsam. Mit dem Beschluss des Aktionsplans bekennen wir uns dazu, gemeinsam Gewaltschutz zu stärken. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen“, sagt Daniela Jeksties, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Deshalb ist der Aktionsplan für uns weit mehr als ein politischer Beschluss. Er ist das gemeinsame Anliegen, Betroffene besser zu schützen, Gewalt frühzeitig zu verhindern und unsere Hilfestrukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln.“, erklärt Doreen Fragel, Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen.

 

 

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