25.06.2026
DC Herzberg verteidigt Titel und ist neuer Rekordchampion der Steeldart-Hobbyliga

Meistermannschaft des DC Herzberg. v.l.: Mario Wunderlich, Patrick Schwab, Lara de Vries, Jan Miethe und Mirko Wills
...Patrick Schwab/DC Herzberg
Mit einer echten Hitzeschlacht fand am Samstag die sechste Saison der Steeldart-Hobbyliga ihren würdigen Abschluss. Im Schützenhaus des SV Eisdorf kämpften die vier besten Mannschaften der Saison bei tropischen Temperaturen um den Meistertitel. Nach einem langen und kräftezehrenden Final Four setzte sich der DC Herzberg durch, verteidigte seinen Titel erfolgreich und ist mit nun drei Meisterschaften alleiniger Rekordchampion der Hobbyliga.
Insgesamt waren in der abgelaufenen Saison 14 Mannschaften in zwei Staffeln an den Start gegangen. Aus Staffel 1 qualifizierten sich der DC Herzberg und der TSC Dorste für das Final Four, aus Staffel 2 der TSV Wulften 1 und der SV Lerbach. Besonders bemerkenswert war dabei die Leistung des SV Lerbach, der in seiner Premierensaison auf Anhieb den Sprung unter die besten vier Mannschaften der Liga schaffte.
Hitzeschlacht im Schützenhaus des SV Eisdorf
Schon die Halbfinals entwickelten sich zu wahren Nervenschlachten. Bei Temperaturen, die Spielern und Zuschauern alles abverlangten, lieferten sich der DC Herzberg und der SV Lerbach ebenso ein packendes Duell wie der TSC Dorste und der TSV Wulften 1. Beide Begegnungen gingen über die volle Distanz. Nach jeweils 16 Partien stand es 8:8, sodass das Legverhältnis über den Einzug ins Finale entscheiden musste. Erst nach rund vier Stunden Spielzeit standen die beiden Finalisten fest. Mit dem DC Herzberg und dem TSV Wulften 1 setzten sich am Ende die beiden Mannschaften durch, die auch über die gesamte Saison hinweg zu den konstantesten Teams gehört hatten.
Titelverteidigung des DC Herzberg gelingt
Im Finale wurde der Kampf gegen die Hitze und die zunehmende Erschöpfung zum zusätzlichen Gegner. Dennoch gelang es dem DC Herzberg, die Konzentration hochzuhalten und sich mit 11:5 gegen den TSV Wulften 1 durchzusetzen. Das Ergebnis fiel letztlich deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten ließ. Viele Partien waren hart umkämpft und wurden erst in den entscheidenden Legs entschieden. Nach einem langen Darttag hatte der DC Herzberg jedoch die größeren Kraftreserven und sicherte sich verdient den Meistertitel.
„Nach dieser Hitzeschlacht bin ich wirklich erschöpft, aber auch erleichtert und unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Gegen diese starken Gegner und die extremen Temperaturen anzuspielen, war unglaublich fordernd. Umso schöner ist es, dass wir uns am Ende belohnen konnten. Ein großer Dank gilt außerdem dem SV Eisdorf für die tolle Ausrichtung und Bewirtung“, sagte Herzbergs Kapitän Patrick Schwab nach dem Finalsieg.
Mit dem Erfolg schrieb die Mannschaft gleichzeitig Ligageschichte. Als erstes Team überhaupt gelang dem DC Herzberg die erfolgreiche Verteidigung eines Meistertitels. Zudem steht der Club mit nun drei Meisterschaften allein an der Spitze der ewigen Erfolgsbilanz der Steeldart-Hobbyliga.
Großer Erfolg trotz kleiner Besetzung
Besonders bemerkenswert macht den Titelgewinn der Blick auf die Ausgangslage vor Saisonbeginn. Nach mehreren personellen Veränderungen musste sich der DC Herzberg neu aufstellen. Mit Mario Wunderlich, Jan Miethe, Lara de Vries und Patrick Schwab bestand der Kader zeitweise aus lediglich vier Spielern.
Als Lara de Vries verletzungsbedingt ausfiel, drohte die ohnehin angespannte Personalsituation noch schwieriger zu werden. Unterstützung erhielt das Team schließlich durch den ehemaligen Spieler Mirko Wills, der in den letzten beiden Saisonspielen einsprang und der Mannschaft wichtige Hilfe leistete.
Trotz der schwierigen Voraussetzungen spielte der DC Herzberg eine außergewöhnliche Saison und bewies einmal mehr seine Konstanz. Nach sechs Spielzeiten stehen nun drei Meisterschaften und drei Vizemeistertitel zu Buche – eine Bilanz, die bislang keine andere Mannschaft der Liga vorweisen kann.
Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: Der DC Herzberg ist die einzige Mannschaft der Hobbyliga, die ohne Unterstützung eines Vereins am Ligabetrieb teilnimmt. Organisation, Training und Spielbetrieb werden vollständig in Eigenregie und in privaten Räumlichkeiten gestemmt. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich der Club Jahr für Jahr mit Vereinsmannschaften messen und regelmäßig um die Meisterschaft spielen kann.
Hobbyliga wächst weiter
Doch nicht nur sportlich blickt die Steeldart-Hobbyliga auf eine erfolgreiche Saison zurück. Seit ihrer Gründung versteht sie sich als Herzensprojekt aller Beteiligten. Im Mittelpunkt stehen nicht allein Ergebnisse und Tabellenplätze, sondern vor allem die Freude am Dartsport, die Gemeinschaft und die Geselligkeit.
Egal ob Anfänger oder erfahrener Spieler, ob mit einem Average von 30 oder 60 Punkten – in der Hobbyliga ist jeder willkommen. Gerade diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und freundschaftlichem Miteinander macht den besonderen Reiz des Wettbewerbs aus und sorgt seit Jahren für steigende Teilnehmerzahlen.
Die Zeichen stehen auch für die kommende Saison auf Wachstum. Bereits jetzt haben mehrere neue Mannschaften ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Vieles deutet darauf hin, dass die Steeldart-Hobbyliga im kommenden Jahr mit einer neuen Rekordzahl an Teams in ihre siebte Spielzeit starten wird.
Lust auf Dart bekommen?
Wer Interesse am Dartsport hat und Teil der Steeldart-Hobbyliga werden möchte, findet bei den teilnehmenden Mannschaften zahlreiche Anlaufstellen. In der abgelaufenen Saison gingen unter anderem Mannschaften des TSV Wulften, TSV Schwiegershausen, Pöhlder Dartclubs, SV Lerbach, SV Eddigehausen, SuS Tettenborn, TSC Dorste, DC Herzberg, SV Eisdorf und RW Hörden an den Start. Neue Spielerinnen und Spieler sind bei vielen Teams jederzeit willkommen.


