Regionales / LK/Stadt Göttingen

20.06.2026

Sommerhitze und Trockenheit: Bewusster Umgang mit Wasser wird wichtiger


Die hohen Temperaturen und zunehmend trockenen Sommer der vergangenen Jahre hinterlassen deutliche Spuren, auch in der Region Göttingen und zeigen deutlich, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Wasser wird. Längere Trockenperioden sind in Niedersachsen keine Ausnahme mehr.

„Die Lage ist vielerorts angespannt“, warnte Unwetterminister Meyer jüngst in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Hintergrund ist eine besorgniserregende Entwicklung:

Nach Angaben des Ministeriums wiesen derzeit 93 von 161 Messstellen des Landes niedrige Grundwasserstände auf als im langjährigen Mittel für den Monat Mai. Neu daran unterschreiten sogar den bisher niedrigsten je gemessenen Wert. Bereits das hydrologische Jahr 2025 – den Zeitraum von November 2024 bis Oktober 2025 – blieb laut Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) deutlich zu trocken.

Das ist bemerkenswert, weil der Mai eigentlich ein Hochpunkt beim Grundwasser ist: Nach dem Winter erreichen die Stände üblicherweise ihr Jahreshoch. Dass auch mehrere Messstellen im Raum Göttingen bereits jetzt unter den langjährigen Mittelwerten liegen (NLWKN, 26.05.2026), verdeutlicht den Druck auf die Wasservorräte der Region.

Mit zunehmenden Hitzetagen gewinnt der bewusste Umgang mit Wasser auch im Alltag an Bedeutung. Bereits einfache Maßnahmen helfen: Ein eigener Regenwasserspeicher schont das Trinkwasser und entlastet die Kanalisation bei Starkregen. Entsiegelte Flächen ermöglichen zudem, dass Regenwasser versickert und das Grundwasser langfristig angereichert wird. Bäume und Grünflächen leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag: sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern das Mikroklima spürbar. 

Sabine Laukamm, zuständig für das Thema Klimaanpassung bei der Energieagentur Region Göttingen, erklärt: „Trockenheit und Hitze werden für die Region zur wachsenden Herausforderung. Die Vorsorge lohnt sich daher. Wer wissen möchte, wo er oder sie anfangen kann, findet bei uns eine erste Orientierung.“

Wer konkrete Maßnahmen umsetzen möchte, kann im Stadtgebiet Göttingen finanzielle Unterstützung über den KlimaFonds der Stadt Göttingen beantragen. Das Förderprogramm unterstützt Bürger*innen unter anderem bei Begrünungsmaßnahmen, Starkregen- und Hitzevorsorge.

Weiterführende Informationen

Für Bürger*innen der Region Göttingen stehen verschiedene Angebote zur Verfügung:

KlimaFonds der Stadt Göttingen: Förderung von Begrünung, Starkregenvorsorge, Hitzevorsorge und weiteren Klimaanpassungsmaßnahmen (nur Stadtgebiet Göttingen).
www.goe.de/klimafonds

Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB): Informationen zu Regenwassernutzung, Grundstücksentwässerung und Starkregenvorsorge.
www.geb-goettingen.de

Hitzegefahrenkarte der Stadt Göttingen: Interaktive Karte mit Darstellung des aktuellen Zustands des städtischen Klimas und Modellierung von Zukunftsszenarien für das Jahr 2045. 
www.goe.de/hitzegefahrenkarte

Hitzeknigge des Landkreises Göttingen: Praktische Hinweise zum Umgang mit sommerlicher Hitze und zum Schutz besonders gefährdeter Personen.
https://www.landkreisgoettingen.de/themen-leistungen/gesundheit/hitzeschutz

Die Energieagentur Region Göttingen baut das Themenfeld Klimaanpassung derzeit weiter aus und informiert zu Möglichkeiten rund um Hitzeschutz, Begrünung, Regenwassernutzung und klimaangepasstes Wohnen.
https://energieagentur-goettingen.de/ratgeber/klimaanpassung-am-wohngebaeude/

 Über die Energieagentur Region Göttingen

Die Energieagentur Region Göttingen e. V. berät Bürger*innen und Kommunen in der Region Göttingen zu den Themen Energiesparen, erneuerbare Energien und klimaangepasstes Bauen und Wohnen.
www.earg.de

 

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