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12.06.2026
30 Jahre ALZ Herzberg: Ein Fest voller Begegnungen und Anerkennung

Bernd Leifholz, Pastor in Rente Hans Feilcke, Bärbel Pulst, Dieter Greunig und der Bürgermeister Christopher Wagner (von links)
Zahlreiche Gäste feierten das Jubiläum des Service-Centers Arbeit-Leben-Zukunft – Lob für jahrzehntelanges Engagement und die Menschen hinter der Erfolgsgeschichte
von Herma Niemann
Mit vielen Gästen, guter Stimmung und bewegenden Worten hat das ALZ Kaufhaus und der Förderverein ( Arbeit-Leben-Zukunft) sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Rund um das Sozialkaufhaus in der Hauptstraße in Herzberg herrschte über Stunden reges Treiben. Besucher nutzten die Jubiläumsaktionen, stärkten sich bei Bratwurst, Kaffee und Kuchen und versuchten ihr Glück bei der großen Tombola mit attraktiven Preisen.
Doch neben dem Feiern stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Würdigung von drei Jahrzehnten sozialem Engagement für die Menschen in Herzberg und der Region. In ihren Grußworten erinnerten die Redner daran, wie aus einer Idee in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine feste Institution geworden ist. Die Vorsitzende des Fördervereins, Bärbel Pulst, blickte auf die Anfänge zurück. Mitte der 1990er Jahre hätten sich engagierte Menschen um den damaligen Pastor Hans Feilcke an einem Runden Tisch die Frage gestellt, wie den vielen Arbeitslosen im Altkreis Osterode geholfen werden könne. Daraus sei schließlich die Idee eines Sozialkaufhauses entstanden – als Verbindung von sozialer Unterstützung, Beschäftigung und Nachhaltigkeit.
Pulst würdigte insbesondere die vielen Helfer und Unterstützer, die das ALZ über die Jahre getragen haben. Dabei nannte sie den Geschäftsführer Bernd Leifholz, der die Einrichtung seit 26 Jahren leitet, sowie stellvertretend für viele Engagierte Dieter Greunig, der von Beginn an als verlässliche rechte Hand dabei gewesen sei. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass es oft auch Beharrlichkeit gebraucht habe, etwa bei der Durchsetzung der Hauswirtschaftshilfe gegenüber Behörden und Kostenträgern. Mit Blick auf das Ehrenamt sprach sie sich zudem für eine bundesländerübergreifende Anerkennung der Ehrenamtskarte aus und warb um weitere Mitglieder für den Förderverein.
Als Ehrengast war auch der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi gekommen. Er betonte, dass er nicht nur gerne hier, sondern von Herzen an der Jubiläumsfeier teilnehme. Dreißig Jahre ALZ seien etwas Besonderes. Philippi erinnerte an die schwierige Situation zur Gründungszeit mit einer Arbeitslosenquote von rund 16 Prozent im damaligen Altkreis Osterode. Umso bemerkenswerter sei es gewesen, dass Menschen nicht resignierten, sondern handelten. Die schnelle Umsetzung der Initiative habe gezeigt, wie viel bewegt werden könne, wenn engagierte Bürger Verantwortung übernehmen. Besonders hob er das Vertrauen hervor, das sich das ALZ über Jahrzehnte erarbeitet habe – gerade auch im Bereich der Haushaltshilfe, wo Verlässlichkeit und persönlicher Kontakt von großer Bedeutung seien.
Für einen besonderen Moment sorgten die Mitarbeiterinnen Jenny Geier und Sandra Tschierske. In ihrer Ansprache würdigten sie die Entwicklung des ALZ als echte Erfolgsgeschichte, die vor allem durch die Menschen dahinter möglich geworden sei. Ihre Worte galten insbesondere auch dem Geschäftsführer Bernd Leifholz. Er sei für Kunden und Mitarbeiter ein unverzichtbarer Anker, habe stets ein offenes Ohr und suche immer nach echten Lösungen. Beständigkeit, Menschlichkeit und Verlässlichkeit zeichneten ihn aus. Gleichzeitig sei er jemand, mit dem man lachen und scherzen könne. „Sie sehen die Menschen hinter der Arbeit. Für uns sind Sie der beste Chef"“, betonten die beiden.




