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02.06.2026

Großes Interesse an neuen Rapssorten in Förste


Einige Teilnehmer des Raptages in Förste 2026

...Hof Peinemann

Welche Rapssorten liefern künftig hohe Erträge, kommen mit wechselnden Wetterbedingungen zurecht und erfüllen gleichzeitig die steigenden Anforderungen im Pflanzenbau? Mit diesen Fragen beschäftigten sich jetzt mehr als 30 Landwirte aus den Kreisen Osterode, Northeim, Göttingen und Goslar bei einem Rapsfeldtag am Kiesschacht zwischen Förste und Eisdorf.

Eingeladen hatte der Förster Landwirt Sven Peinemann, der auf seinen Flächen bereits zum 15. Mal verschiedene Rapssorten für einen bundesweiten Modellversuch anbaut. Organisiert wird das Projekt von der RAPOOL-Ring GmbH aus Isernhagen. Ziel der Versuche ist es, neue Sorten unter Praxisbedingungen zu testen und deren Eigenschaften miteinander zu vergleichen.

In diesem Jahr stehen die Sorten Scotch, Churchill, Detlef, Crown, Famulus, Cleeta, Picard, Daktari und Karat im Mittelpunkt der Untersuchungen. Dabei geht es nicht nur um den möglichen Ertrag, sondern auch um Kriterien wie Standfestigkeit, Krankheitsresistenz, Winterhärte und die Entwicklung der Pflanzen unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen.

Während des Feldrundgangs konnten sich die Teilnehmer direkt auf den Versuchsflächen ein Bild von den einzelnen Sorten machen. Unterschiede im Wuchs, in der Pflanzenhöhe und in der Entwicklung waren dabei deutlich zu erkennen. Viele Landwirte nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und diskutierten über ihre eigenen Erfahrungen im Rapsanbau.

Begleitet wurde der Feldtag von Hajo Haake, Fachberater für Niedersachsen Ost-Süd, sowie Rainer Kahl von der RAPOOL-Ring GmbH. Beide stellten die Besonderheiten der einzelnen Sorten vor, erläuterten aktuelle Versuchsergebnisse und beantworteten zahlreiche Fragen der Besucher. Dabei ging es unter anderem um die Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an trockene Perioden, die Anforderungen moderner Fruchtfolgen sowie um wirtschaftliche Aspekte des Rapsanbaus.

Auch politische und gesetzliche Rahmenbedingungen spielten bei den Gesprächen eine wichtige Rolle. So wurden die Auswirkungen der Düngeverordnung ebenso thematisiert wie mögliche Veränderungen im Pflanzenschutz und deren Folgen für die landwirtschaftliche Praxis. Viele Teilnehmer sehen den Raps trotz wachsender Herausforderungen weiterhin als wichtigen Bestandteil der Fruchtfolge.

Der Feldversuch in Förste hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Termin für zahlreiche Landwirte der Region entwickelt. Neben den fachlichen Informationen steht dabei vor allem der direkte Austausch unter Praktikern im Mittelpunkt.


Rapsbegutachtung Hajo Haake und Sven Peinemann (v.l.)

 

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