Regionales / LK/Stadt Göttingen

02.06.2026

Kreiswohnbau startet neues Wohnbauprojekt in Bovenden


Zum Spatenstich begrüßte die Kreiswohnbau zahlreiche Projektbeteiligte und Gäste. Geschäftsführer Michael Birlin und Bürgermeister Thomas Brandes, die Architekten der Firma Geile, Herr Leinhos von der technischen Leitung der Kreiswohnbau, ein Vertreter der Firma Schmiedekind sowie Frau Kalytta von der NLG

18 moderne Wohneinheiten entstehen am Rauschenwasser

von Corina Bialek

Am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, hat die Kreiswohnbau (KWB) mit einem symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für ein neues Wohnbauvorhaben in Bovenden gegeben. An der Straße „Rauschenwasser” entstehen 18 moderne Wohneinheiten, darunter öffentlich geförderter Wohnraum und Wohnungen zur freien Vermietung. Michael Birlin, Geschäftsführer der KWB, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich pünktlich zum Spatenstich das Wetter von Regen zu Sonnenschein gewandelt hatte – eine Wendung, die das Projekt verdient habe. 

„Dieser Neubau umfasst 18 Wohneinheiten auf 1200 m² Wohnfläche. Dabei stehen wir für qualitatives Bauen, gute Schnitte, energetische Effizienz und vor allem bezahlbaren Wohnraum“, so Birlin. Seinen besonderern Dank richtete er an Bürgermeister Brandes aus Bovenden  für die starke Unterstützung des Flecken Bovenden und die reibungslosen Planungs- und Genehmigungsverfahren.“  Dank ging auch an den Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Augat, der das Vorhaben, auch in schwierigen Zeiten neu zu bauen, stark unterstützt habe, sowie an die NLG vertreten durch Frau Kalytta  und an die mit der Bausausführung beauftragte Firma Schmiedekind mit der es jetzt unter Einsatz moderner Technik vorangeht und nicht wie gerade eben, mit Handschaufeln.

Zudem lobte er die langjährige Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Geile. Aufgrund dramatischer Entwicklungen bei Baukosten und Zinsen wurde das Projekt intern komplett neu überplant, um das Projekt überhaupt realisierbar zu machen und eine hohe energetische und qualitative Qualität beizubehalten. Zum Abschluss wünschte Michael Birlin allen beteiligten Handwerkern und Gewerken eine unfallfreie Bauzeit, die im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen bleibt.

Bürgermeister Thomas Brandes bezeichnete die Schaffung von Wohnraum als die „große soziale Frage unserer Zeit“. Er ist der Ansicht, dass es ein Fehler war, dass sich die Kommunen vor Jahrzehnten aus dem Wohnungsbau zurückgezogen und diesen dem privaten Markt überlassen haben. „Um hier gegenzusteuern, hat der Gemeinderat entschieden, sich mit einer Million Euro an der Kreiswohnbau zu beteiligen. Seit die Kreiswohnbau ihr Tätigkeitsfeld im Jahr 2018 auf den Altkreis Göttingen erweitert hat, wurden im Flecken Bovenden bereits 134 bezahlbare Wohnungen realisiert (z. B. am Netto-Markt und in Lenglern).“ Ein besonderes Anliegen sei ihm dabei die hohe Qualität der Wohnungen. Diese Ausstattung, die über das übliche Maß für bezahlbaren Wohnraum hinausgehe, sei ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Mietern.

Die technischen Details, die energetische Konzeption sowie den zeitlichen Rahmen des Bauprojekts in Bovenden erläuterte Günther Geile vom Architekturbüro Geile. „Die ersten Gespräche begannen bereits im Dezember 2021. Seitdem sind Baukosten um rund 30 %, gestiegen. Das hat die Umsetzung von bezahlbarem Wohnraum zu einer „sportlichen Aufgabe“ gemacht. Der Bauantrag wurde schließlich am 21. Dezember 2025 eingereicht, und die Genehmigung lag bereits nach weniger als 10 Wochen (am 17. März 2026) vor“, lobte er den Landkreis für die schnelle Bearbeitung.

Wohnungsmix und Barrierefreiheit

Das Neubauprojekt richtet sich an Singles, Paare, Familien sowie ältere Menschen und setzt auf zeitgemäße, barrierearme Grundrisse und eine nachhaltige Bauweise. Geplant sind unter anderem überdachte Terrassen und Balkone, eine Aufzugsanlage, ein Abstellraum je Wohnung sowie PKW-Stellplätze mit E-Lademöglichkeiten direkt am Objekt.

Auch energetisch entspricht das Bauvorhaben hohen modernen Standards: Vorgesehen sind unter anderem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Photovoltaik-Unterstützung, dreifach verglaste Fenster mit Rollläden sowie ein Vollwärmeschutz nach GEG. Zusätzlich wird jede Wohneinheit mit einem Balkonkraftwerk ausgestattet.

Neben attraktivem Wohnraum sollen auch soziale und unterstützende Serviceangebote vor Ort ermöglicht werden. Dazu zählen beispielsweise Beratungsangebote, Veranstaltungs- und Freizeitmöglichkeiten sowie unterstützende Dienstleistungen im Alltag.

Mit diesem Bauvorhaben will die Kreiswohnbau bewusst ein positives Signal setzen. Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich turbulenten Zeiten sei es wichtig, weiterhin in modernen, bezahlbaren und zukunftsfähigen Wohnraum zu investieren und damit Verantwortung für die Region zu übernehmen. Dies Projekt am Rauschenwasser unterstreicht erneut das Engagement der Kreiswohnbau für bedarfsgerechtes Wohnen und lebenswerte Quartiere in der Region.

Die folgenden Bilder können Sie vergrößern, wenn Sie ein Eseltreiber-Abo haben:



18 moderne Mietwohnungen entstehen am Rauschenwasser

Michael Birlin, Geschäftsführer der Kreiswohnbau


Thomas Brandes, Bürgermeister Flecken Bovenden


Günther Geile vom Architekturbüro Geile

Michael Birlin und Thomas Brandes (v.l.)

Das gilt auch für diesen Wohnkomplex

 

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