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02.05.2026
„Rote Frau“ im Rathaus-Foyer setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
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...Stadt Osterode am Harz
Noch bis zum 8. Juni 2026 ist die markante Holzfigur der „Roten Frau“ erneut im Foyer des Osteroder Rathauses zu sehen. Bereits Anfang 2024 war sie dort ausgestellt – nun kehrt sie zurück, um die Aufmerksamkeit erneut auf ein Thema zu lenken, das leider nichts an Aktualität verloren hat: Gewalt in all ihren Facetten.
Mit der Ausstellung setzt die Stadt Osterode am Harz gemeinsam mit dem Verein Frauen für Frauen e. V. ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für deren Schutz und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Die eindrucksvolle rote Silhouette steht stellvertretend für die vielen Betroffenen und mahnt zugleich zum Hinschauen und Handeln.
„Gewalt ist keine Privatsache, sondern ein gesellschaftliches Thema“, betont Astrid Seelen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osterode am Harz. Der Standort im Rathaus-Foyer – einem Ort der täglichen Begegnung – wurde bewusst gewählt, um die Mahnung buchstäblich in die Mitte der Stadtgesellschaft zu rücken.
Auch Bürgermeister Jens Augat hebt die Bedeutung der Aktion hervor: „Mit der ‚Roten Frau‘ zeigen wir Haltung. Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf weder tabuisiert noch toleriert werden. Sie betrifft uns alle – als Stadt, als Gesellschaft und als Menschen, die Verantwortung füreinander tragen.“
Die „Roten Frauen“, eine Initiative des Vereins Frauen für Frauen e. V. inspiriert durch den Frauennotruf Göttingen, sind eindrucksvolle Holzsilhouetten, die stellvertretend für Opfer von Gewalt stehen. Sie brechen das Schweigen und regen zum Hinschauen an. In Deutschland wurden bis Mitte April 2026 bereits 81 Femizid-Täter erfasst – erschütternde Zahlen, die zeigen, wie notwendig diese Zeichen im öffentlichen Raum sind.
Mit der Ausstellung bekennt sich die Stadt Osterode am Harz klar und unmissverständlich zum Schutz von Frauen vor jeder Form von Gewalt. Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, der entschieden entgegentreten werden muss. Die Stadt setzt sich aktiv für Prävention, Aufklärung und wirksame Unterstützung der Betroffenen ein und arbeitet eng mit Beratungsstellen, Polizei und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.
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