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23.04.2026

Bundesausstellung von nicht alltäglichem Gefieder


von Petra Bordfeld

Weil Regen das Gefieder der Langkräher-Hähne stark durchnässen und ihr Krähen beeinträchtigen kann, wurde die nahe der Förster-Mehrzweckhalle gelegene Grillhütte kurzerhand für einige Stunden in einen „Konzertsaal“ verwandelt. Dort präsentierten verschiedene Langkräher-Rassen – darunter Koeyoshi, Ayam Ketawa und Kosovo-Kräher – ihre beeindruckenden Stimmen.

Ein Teil dieser besonderen Haushuhnrassen gelangte bereits im Jahr 2012 über Bruteier aus dem Kosovo nach Deutschland. Seither erfreuen sie Züchter und Besucher gleichermaßen mit ihrem außergewöhnlichen, teils minutenlangen oder fast „lachend“ klingenden Krähen, das sie deutlich von herkömmlichen Hühnerrassen unterscheidet.

Sie waren aber nicht allein nach Förste gekommen. Denn Ihre Besitzer nahmen mit den gefiederten „Sängern“ an der 14. Bundesschau des SV Phönix, Zwerg Phönix und Onagadori, des SV zur Erhaltung asiatischer Langkräherrassen sowie des Internationalen Ohiki Clubs teil.

Bereits zum zweiten Mal richtete der Verein für Geflügelzucht Osterode und Umgebung von 1890 e.V. diese Schau dieser seltenen Rassen aus. Schon am Eröffnungstag durften sich die Züchterinnen und Züchter auf ein großes Interesse von Bürgern vieler Generation freuen, die nicht „nur“ aus Förste den Weg in die zum Verweilen einladend geschmückte Mehrzweckhalle fanden.

Die Bundesausstellung wurde übrigens von Osterodes Bürgermeister Jens Augat feierlich eröffnet. Er dankte im Namen von Rat und Verwaltung  allen Züchterinnen und Züchtern dafür, dass sie mit großem persönlichem Engagement zur Qualität dieser Schau beigetragen hätten. Sein Dank galt aber auch den Verantwortlichen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sowie Helferinnen, die mit ihrem Engagement diese Schau erst möglich gemacht hatten. Solche Ausstellungen seien Begegnungsorte, bei denen Wissen weitergegeben, Erfahrungen und Freundschaften neu geknüpft oder alte gepflegt würden. „Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl und bereichern das kulturelle Leben unserer Region, die bei Geflügelzüchtern ein sehr bekannter Ort ist.“.

Ortsbürgermeister Harald Dix brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass bei dieser 14. Bundesschau der internationale Ohiki Club sein 25jährigs Bestehen feiern konnte. Die Zucht der zur Schau gestellten prachtvollen Vögel sei weit mehr, als nur ein  Hobby. „Sie ist gelebter Natur- und Artenschutz sowie die Bewahrung eines wertvollen Kulturgutes“. So zeige beispielsweise die Langschwanszucht, was man mit Geduld, Fachwissen und Liebe zum Tier in einer immer schnelllebigen werdenden Zeit zu  erreichen ist.
Abschließend sprach er dem GZV Osterode und Umgebung ein herzliches Dankeschön für die Ausrichtung dieser Großveranstaltung aus. „Die ehrenamtliche Arbeit, die hinter einer solchen Schau steckt, ist das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens in dieser Region“.

Alfred Karl Walter, Vorsitzender des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Hannover, versicherte, dass es ihn immer wieder freue, wenn sein Heimatverein, der GZV Osterode, zu Ausstellungen lädt. Sein besonderer Dank galt allen, die diese Schau mit großem Einsatz möglich machten. Sie sorgten letztendlich mit ihrem Engagement dafür, dass derartige Veranstaltungen nicht nur gelingen, sondern Jahr für Jahr ein fester Höhepunkt im Kalender bleiben.

Walter ließ es sich auch nicht nehmen, Vertretern der drei Sondervereine die goldene Landesverbandgedenkmedaille mit vielen Worten des Dankes und der Anerkennung zu überreichen.
Stefanie Walter, Vorsitzende des internationalen Ohiki-Clubs, erinnerte daran, dass es sich um den jüngsten Verein innerhalb der drei ausstellenden Sondervereine handelt. Zugleich betonte sie, dass die Züchterinnen und Züchter stolz darauf seien, den anderen besonderen Hühnerrassen sowie den Menschen, die sich für sie begeistern, nähergekommen zu sein.

Janna Rosin, die am zweiten Ausstellungstag den Vorsitz des SV Phönix, Zwerg-Phönix und Onagadori an Nick Vowinkel abtrat, versicherte, dass man glücklich darüber sei, erneut an dieser Bundeausstellung teilgenommen zu haben. 

Timo Hampel ergriff das Wort als Vorstandssprecher des Vereins für Geflügelzucht. Er versicherte, dass es für den Verein eine große Ehre gewesen sei, diese Sonderausstellung erneut ausrichten zu dürfen. Gerade in einer Zeit, in welcher Kriege und Konflikte vielerorts das Weltgeschehen prägen, zeige ein solche Ausstellung auch die Seite, dass Menschen zusammen kommen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam ihre Leidenschaft pflegen. Vielleicht liege gerade darin eine kleine aber wichtige Botschaft. Denn Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlichen Sprachen und Lebenswege können friedlich zusammenkommen, wenn sie eine gemeinsame Leidenschaft verbindet. 





 

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