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02.04.2026
„Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum muss weiterhin gewährleistet sein“

...Büro Frauke Heiligenstadt MdB
Die SPD-Bundestagsmitglieder Frauke Heiligenstadt, Dr. Christos Pantazis und Dr. Tanja Machalet waren im Rahmen der SPD-Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ am 13.03.2026 in Bad Gandersheim, um über die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zu informieren.
Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter hatten sich versammelt, um den Ausführungen der gastgebenden Bundestagsabgeordneten, die unter dem Titel „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ standen, zu folgen.
Mit Dr. Tanja Machalet als Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, Dr. Christos Pantazis, als Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion und Frauke Heiligenstadt als Sprecherin der Arbeitsgruppe Finanzen der SPD-Bundestagsfraktion, konnten sowohl die gesundheits- als auch die finanzpolitischen Fragen zur Gesundheitspolitik thematisiert werden
Dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland einen ganz zentralen Stellenwert einnimmt, aber auch weitere Reformen dringend nötig sind, darin waren sich sowohl die Bundestagsabgeordneten als auch die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer einig.
Die Probleme seien erkannt und man gehe diese auch offensiv an. So stehen zahlreiche Reformen im Gesundheitswesen an. Die bereits unter dem damaligen Gesundheitsminister der Ampelkoalition Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) eingeleitete Krankenhausreform wird weiter umgesetzt und in manchen Punkten durch das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) auch noch einmal nachgeschärft. Die größte Reform des deutschen Klinikwesens seit rund 20 Jahren sei ein mutiger, aber dringend nötiger Schritt gewesen. Sie hat zum Ziel die Qualität der Behandlung durch stärkere Spezialisierung zu erhöhen, den wirtschaftlichen Druck von den Kliniken zu nehmen und die Versorgungsstrukturen grundlegend zu modernisieren.
Bis 2035 soll der Transformationsfonds mit insgesamt 50 Milliarden Euro den Umbau der Krankenhauslandschaft unterstützen. Getragen wird der Fonds zur Hälfte von den Bundesländern sowie vom Bund.
Darüber hinaus werde man auch die Apotheken vor Ort nicht vergessen, die sich einem immer stärkeren Konkurrenz- und sogar Existenzkampf mit Versandapotheken ausgesetzt sehen und deren Fixkosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind.
Auch das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung (Notfallgesetz – NotfallG), welches sich aktuell im Gesetzgebungsprozess befindet, soll die Effizienz der medizinischen Hilfe in Deutschland steigern und Notaufnahmen entlasten.
Hochwertige, effiziente und zielgerichtete medizinische Versorgung, bei gleichzeitiger Steigerung der Kosteneffizienz, sind die Herausforderungen der kommenden Jahre.
Wobei hierfür aus Sicht der SPD mehr Solidarität bei höheren und hohen Einkommensgruppen nötig ist. Die seit vielen Jahren von den Sozialdemokraten geforderte Bürgerversicherung, bei der alle Bürger – inklusive Beamte, Selbstständige und Besserverdiener – einkommensabhängig einzahlen, findet im Bundestag keine Mehrheit, würde aber die Einnahmeseite deutlich verbessern. Auch im Hinblick auf den stetig steigenden Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim.
Dass auch hier Reformen dringend nötig sind, um die Bürgerinnen und Bürger nicht noch mehr belasten zu müssen, zeigt sich schon länger.
„Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das deutsche Gesundheitssystem dringend reformiert werden muss. Die Veranstaltung hat aber aufzeigen können, dass wir dies als SPD-Bundestagsfraktion erkannt haben und wir uns mit den angestoßenen Reformen auf dem richtigen Weg befinden. Dass diese Reformen jedoch nicht alle sofort umsetzbar sind, sondern wir uns in einem Prozess befinden, muss allen klar sein, und entsprechend werbe ich auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern für etwas Geduld, so die SPD-Politikerin Frauke Heiligenstadt.“

