Panorama

01.04.2026

PV-Anlagen auf Harzer Talsperren in Planung - April, April


Diese Meldung war leider ein Aprilscherz, aber wer weiß....

von Bernd Stritzke und Katrin Imse

Die Harzwasserwerke planen die Installation von schwimmenden Photovoltaik-Anlagen (Floating-PV) auf den Wasserflächen ihrer Talsperren. Das geht aus noch unveröffentlichten Unterlagen hervor, die dem Eseltreiber exklusiv vorliegen. Danach zielt das Projekt darauf ab, die Energiewende in unserer Region voranzutreiben und gleichzeitig wertvolle Wasserressourcen zu schützen. 

Das Vorhaben verfolgt zwei strategische Ziele: Nachhaltige Energiegewinnung durch Nutzung der unverschatteten Wasserflächen zur Erzeugung von emissionsfreiem Strom sowie Wasserschutz & Verdunstungsreduktion durch den Schutz des wertvollen Rohwassers vor übermäßiger Erwärmung und Verdunstung.

Technische Details und Vorteile
"Im Gegensatz zu Freiflächenanlagen an Land profitieren die Solarmodule auf dem Wasser von einem natürlichen Kühlungseffekt", erklärt uns Theo Wiegand, technischer Ingenieur  der HWW auf Anfrage. "Die Verdunstungskälte des Wassers hält die Betriebstemperatur der Module niedrig, was den Wirkungsgrad und die Lebensdauer der Hardware deutlich erhöht".

Bekämpfung der Wasserverdunstung
Ein entscheidender Faktor für die Harzwasserwerke ist die Reduktion der Evaporation durch Abschattung wobei die Solarpanels signifikante Teile der Oberfläche bedecken und so verhindern sollen, dass direkte Sonneneinstrahlung das Wasser erwärmt.

Durch die verringerte Verdunstung bleibt in Trockenperioden mehr Wasser für die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz im System. Die geringere Lichteinstrahlung im Wasser kann zudem das Algenwachstum hemmen, was die Aufbereitungskosten senkt.

Standortauswahl und Umweltverträglichkeit
Die Planung sieht vor, die Anlagen primär auf Talsperren zu konzentrieren, die weniger touristisch genutzt werden oder bereits technisch geprägt sind (z.B. Granetalsperre). Dabei werden ökologische Schutzzonen und die Belange der Fischerei strikt berücksichtigt. Die Verankerungssysteme werden so konzipiert, dass sie den schwankenden Wasserständen im Jahresverlauf standhalten.

Wirtschaftlichkeit
Durch die Eigennutzung des erzeugten Stroms für den Betrieb der Pumpwerke und Aufbereitungsanlagen können die Betriebskosten der Harzwasserwerke langfristig gesenkt werden. Überschüssige Energie soll in das regionale Netz eingespeist werden.

Zusammenfassung und Ausblick
Die Kombination aus erneuerbarer Energieerzeugung und aktivem Ressourcenmanagement macht das Floating-PV-Projekt zu einem Vorzeigemodell für die Anpassung an den Klimawandel. Die nächsten Schritte umfassen die Genehmigungsverfahren sowie die Installation erster Pilotmodule zur Überprüfung der Langzeitstabilität unter den rauen Witterungsbedingungen des Harzes.

 

 

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