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14.03.2026
Die Traditionsveranstaltung findet statt

Gemeinsam wird die Zukunft des Kranzreitens sichergestellt
von Joachim Schwerthelm
Förste. Bereits seit mehreren Wochen laufen unter Führung von Lajos Pestalic (1. Vorsitzender der Reitsportgemeinschaft Förste) und Ortsbürgermeister Harald Dix Vorbereitungen zum Erhalt der einzigartigen Traditionsveranstaltung im Osteroder Ortsteil Förste.
„Wir mussten uns alle erst einmal zusammenraufen. In der Folge haben wir die Rahmenbedingungen für das Fortbestehen des einzigartigen Kranzreitens geschaffen! Natürlich haben wir den Weg nicht allein beschritten. Das bisher Erreichte wurde gemeinsam mit einer größeren Gruppe, denen der Erhalt der mehrere Jahrundert alten Traditionsveranstaltung am Herzen liegt, verwirklicht. Das möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich betonen,“ lassen beide Akteure unisono verlauten.
Die bisher eingegangenen Anmeldungen und gemachte Zusagen ermöglichen zuverlässig Starts für mehrere Felder. Interessant zu wissen, die Teilnahme am tradtionellen Kranzreiten steht allen Reiterinnen und Reitern offen. Anmeldungen sind noch bis zum 27. April 2026 unter Kranzreitenb@web.de möglich. Die komplette Ausschreibung ist auf der der Vereinsseite www.kranzreiten-foerste,beepworld.de nachzulesen.
Damit dem Arbeitskreises um die Reitsportgemeinschaft für die Hauptlast der Vorbereitung und anschließender Veranstaltungsdurchführung der Rücken freigehalten wird, kümmert sich der Bullenhalterverein ums Catering. Einlass und Ordnungsdienste werden auf die Schultern der Funkhilfe und der Freiwilligen Feuerwehr verteilt. Den beiden Schaffern obliegt unter anderem die Plakat- und Bannerwerbung.
Das traditionelle Kranzreiten soll für die Zuschauer noch unterhaltsamer werden. Darum wird zwischen den Wettbewerbspausen ein ideales Rahmenprogramm eingebettet. Man darf gespannt sein, welche Überraschungen dem Publikum geboten werden.
Förstes Ortschronist Werner Binnewies, ein Verfechter alter Traditionen, weist bereits 1974 in einem Beitrag für den Osteroder Kreis Anzeiger frühzeitig auf die, auch heute noch bestehende Pferdeknappheit hin: “....es gibt in Förste keine Ackerpferde mehr.....es ergibt sich die Notwendigkeit die althergebrachte Form des Kranzreitens den neuzeitlichen Begebenheiten anzupassen...“ Wie es scheint, ist das Koordinatorenteam erfolgreich dabei, die von Binnewies vor über 50 Jahren angesprochenen Neuerungen zum Fortbestand der alten Tradition, erfolgreich fortzuführen. „Nun müssen am Veranstaltungstag Förstes und Nienstedts Einwohner, sowie Reitsportinteressierte aus dem Umland nur noch unsere Bemühungen mit ihrem Besuch belohnen“, erhoffen sich Dix und Pestalic.
Dass das Kranzreiten nicht in rückwärtsgerichteter Tradition erstarrt, verdeutlicht ein besonderes Ereignis. 2026 jährt sich die Teilnahme der ersten Reiterin zum 60. Mal. Mit Elke Brünau aus Förste beginnt 1966 der Siegeszug weiblicher Teilnehmer. Inzwischen sind Reiterinnen aus den Wettbewerben nicht mehr wegzudenken. Längst stellen sie bei allen Starts unbestritten die Mehrheit. Was sich in all den Jahrzehnten des steten Wandels nicht geändert hat, ist der Grundgedanke der Tradtion. Nämlich als Erster oder Erste über die Ziellinie zu reiten, um für Ross und Reiter den tradionellen Birkenkranz als Siegestrophäe zu erringen.
Verleumdung?
Zum Abschluss wird ein unschöner Punkt angesprochen. Anscheinend ziehen nicht alle Einwohner an einem Strang und verbreiten ungefiltert eine in den Umlauf gebrachte Unwahrheit. Unter anderem geht es um die Behauptung, dass es im Rahmen der Veranstaltung zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Dem widerspricht Lajos Pestalic energisch: „Der angesprochene Vorgang wurde ordnungsgemäß als Einnahme verbucht und lässt sich im betreffenden Vereinskassenbericht zweifelsfrei und ohne wenn und aber belegen.“

