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13.03.2026
Zum aktuellen Stand des Hotelprojekts auf dem Gelände des Jugendgästehaus

Entwurf für das Hotelprojekt am Standort des Jugendgästehauses
Die herausfordernden Rahmenbedingungen bei der Investorensuche erfordern Geduld.
von Corina Bialek
Bei einem gemeinsamen Pressetermin informierten Bürgermeister Jens Augat, Vertreter der örtlichen Wirtschaft sowie der Glücksburg Consulting AG (GLC) über den aktuellen Stand der Entwicklung eines Hotelprojekts auf dem Gelände des ehemaligen Jugendgästehauses in Osterode am Harz. Das Ziel ist die Errichtung eines modernen Hotels mit rund 90 Zimmern, mit Gastronomiebereich und Tagungsmöglichkeiten.
Dieses Vorhaben ist für die Tourismusstrategie der Stadt von essenzieller Bedeutung und stellt eine notwendige Ergänzung für die lokale Wirtschaft dar. Denn diese benötigt für ihre global agierenden Kunden adäquate Unterkünfte. Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betonten alle Beteiligten ihren festen Willen, das Projekt zum Erfolg zu führen.
Die Investorensuche sei durchaus herausvordernd erläuterte Claus-Dieter Stoldt von der GLC. Man stehe bereits mit hunderten potenziellen Hotelinvestoren und Betreibern in Kontakt, die Marktlage in Deutschland sei jedoch derzeit von Zurückhaltung geprägt. Besonders die Finanzierung stelle eine Hürde dar, da Banken mittlerweile bis zu 40 % Eigenkapital fordern. Zudem müssten Investoren oft erst von der Attraktivität des Standortes Osterode überzeugt werden, da dieser nicht automatisch im Fokus großer Ketten stehe. Dennoch sei Interesse vorhanden, so Stolz. Er selbst zeigte sich von dem Standort Osterode im Vergleich zu Metropolen überzeugt: „Ich würde lieber in ein Projekt in Osterode investieren, wo ich weiß, dass ich gute Übernachtungszahlen habe und der Marktführer bin, als das elfte oder zwölfte Projekt in Hamburg.“
„Uns sind die aktuellen Herausforderungen und die hohen Anforderungen bewusst, die Finanzierungsprojekte dieser Größenordnung mit sich bringen“, erklärte Bürgermeister Augat. „Dennoch bleiben wir optimistisch, dass wir hier eine Lösung finden.“ Denn die Voraussetzungen seien stimmig. Es gebe ein großes touristisches Potenzial und eine starke Nachfrage seitens der Osteroder Wirtschaft. „Wir sind vom Potenzial des Standorts überzeugt und wissen, dass wir dafür Geduld mitbringen müssen.“
Dr. Sven Vogt hob als Vertreter der Wirtschaft die wachsende Bedeutung Osterodes als Dienstleistungs- und Tagungsstandort hervor: „Der sogenannte Besucher-Traffic wird sich verdoppeln oder verdreifachen. Dafür müssen jetzt die Vorbereitungen getroffen werden, damit wir unseren Kunden, die ja aus der ganzen Welt kommen, wirklich gerecht werden können.“
Alle Teilnehmer bezeichneten das Grundstück aufgrund seiner Lage am „Eingangstor zum Harz“, der Nähe zur Innenstadt und der direkten Anbindung an touristische Highlights wie den Hexenstieg als echte „Perle". Roger Mellinghausen betonte die Einzigartigkeit des Geländes: „Eigentlich ist ein dieses Grundstück ein „Sahnestücken“, allein aufgrund der Größe mit dem Baumbestand und der optimalen Lage.“
Das alte Gebäude befindet sich derzeit in einem „Dornröschenschlaf“ und wird unter anderem für Übungen der Feuerwehr genutzt. Die laufenden Kosten für die Stadt sind moderat und es wird darauf geachtet, dass das Objekt in seinem derzeitigen Erhaltungszustand bleibt.
Weitere Informationen finden Sie im Pressebericht der Stadt Osterode







