Meldungen / Städtische Meldung
13.03.2026
Stadtverwaltung informiert über aktuellen Stand zur Zukunft des ehemaligen Jugendgästehauses

Bürgermeister Jens Augat (Mitte) informiert gemeinsam mit den Vertretern der Glücksburg Consulting Melander Maderner (l.) und Claus-Dieter Stoldt (2.v.l.) sowie mit den Vertretern der örtlichen Wirtschaft Dr. Sven Vogt (2.v.r.) und Roger Mellinghausen (r.)
...Stadt Osterode am Harz
Bei einem gemeinsamen Pressetermin informierten Bürgermeister Jens Augat, Vertreter der örtlichen Wirtschaft sowie der Glücksburg Consulting AG (GLC) über den aktuellen Stand der Entwicklung eines Hotelprojekts auf dem Gelände des ehemaligen Jugendgästehauses in Osterode am Harz. Das Ziel: Auf dem Areal soll ein modernes Hotel mit rund 90 Zimmern, Gastronomiebereich und Tagungsmöglichkeiten entstehen – ein Projekt mit großer touristischer und wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt.
Trotz intensiver Gespräche und verschiedener Sondierungen konnte bislang noch kein Betreiber oder Investor für die Realisierung eines Hotelprojektes gewonnen werden. „Wir wissen um die aktuell herausfordernde wirtschaftliche Lage und die hohen Anforderungen, die Finanzierungsprojekte dieser Größenordnung mit sich bringen“, erklärte Bürgermeister Augat. „Dennoch bleiben wir optimistisch, dass wir eine Lösung finden werden. Die Grundlagen stimmen: Ein großes touristisches Potenzial ist ebenso vorhanden wie eine stark ausgeprägte Nachfrage aus der Osteroder Wirtschaft, die weiteren Bedarf an hochwertigen Übernachtungskapazitäten sieht. Wir sind vom Potenzial des Standorts überzeugt und wissen, dass wir dafür Geduld mitbringen müssen.“
Auch Claus-Dieter Stoldt von der GLC betonte, dass derzeit – bedingt durch die allgemeine Marktlage – eine gewisse Zurückhaltung bei Betreibern und Investoren spürbar sei. „Die Finanzierungsbedingungen am Markt sind anspruchsvoll. Banken fordern aktuell deutlich mehr Eigenkapital als in den vergangenen Jahren, was viele Projekte ausbremst. Das verlangsamt Prozesse, schmälert aber nicht das grundsätzliche Interesse.“
Die Vertreter der Wirtschaft, Dr. Sven Vogt und Roger Mellinghausen, betonten: „Wir begrüßen das Projekt weiterhin ausdrücklich und sehen in dem geplanten Hotel auch einen zentralen Anlaufpunkt für Geschäftsreisende – sowohl für klassische Übernachtungen als auch für Tagungen und Firmenevents. Damit unterstreicht das Vorhaben nicht nur seine touristische, sondern auch seine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Standort Osterode am Harz. So ein großes, gut erschlossenes Grundstück in zentraler Lage steht nicht alle Tage zur Verfügung – und gut Ding will manchmal Weile haben.“
Bürgermeister Augat ergänzte abschließend: „Wir sind froh, mit der GLC und unseren Partnern aus der Wirtschaft erfahrene Mitstreiter an unserer Seite zu haben. Wir werden gemeinsam weiter daran arbeiten, dass dieses wichtige Projekt für Osterode am Harz realisiert wird.“
Hintergrund: Nach der notwendigen Schließung des Jugendgästehauses Harz im Jahr 2023 hatte die Stadt Osterode am Harz unmittelbar damit begonnen, Zukunftsperspektiven für das zentral gelegene Gelände zu entwickeln. Ziel war von Beginn an, den Standort touristisch wiederzubeleben und dabei Synergien mit dem bestehenden Tourismus- und Wirtschaftskonzept der Stadt zu nutzen. Aus diesem Grund wurde im selben Jahr die Glücksburg Consulting AG (GLC) – ein bundesweit tätiger Spezialist im Bereich touristischer Standort- und Destinationsentwicklung – mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.
Das von der GLC entwickelte Konzept kam zu dem Ergebnis, dass der Neubau eines modernen Hotels mit rund 90 Zimmern, Gastronomiebereich und Tagungsmöglichkeiten sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch touristisch sinnvoll ist. Neben einem großen touristischen Potenzial zeigte das Gutachten auch eine ausgeprägte Nachfrage aus der Osteroder Wirtschaft, die weiteren Bedarf an hochwertigen Übernachtungskapazitäten sieht. Insbesondere für Geschäftsreisende und Tagungsgäste bietet das geplante Hotel künftig attraktive Möglichkeiten. Es würde somit gleichermaßen dem Tourismus wie auch der lokalen Wirtschaft zugutekommen und den Standort Osterode am Harz als Begegnungs- und Veranstaltungsort im Südharz weiter aufwerten.
Die Entwürfe sehen ein nachhaltiges Gebäude mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpen und ressourcenschonender Bauweise vor, das in seiner architektonischen Gestaltung Elemente der Osteroder Fachwerkarchitektur aufnimmt. Der vorhandene Baumbestand würde dabei weitgehend erhalten bleiben.
Das Projekt fügt sich in die touristische Ausrichtung der Stadt ein, die auf Qualitätssteigerung, Nachhaltigkeit und die Attraktivierung des Stadtbilds zielt. Mit seiner Lage an der Bleichestelle, in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und mit einer guten Verkehrsanbindung gilt das Areal als idealer Standort, um Besucherinnen und Besucher am Eingang des Harzes willkommen zu heißen.
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