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06.03.2026
Kreisbahn/Kreisverkehrsbetriebe - 110 Jahre Nahverkehr in Eigenbetrieb

Förster Grundschüler auf Klassenfahrt
...von Joachim Schwerthelm
Fast unbemerkt endet 2008 nach 110 Jahren die Ära einer Osteroder Institution. Gemeint sind die Kreisverkehrsbetriebe. Als Kreisbahn Osterode Kreiensen (KOK) wird 1898 der Eisenbahnbetrieb auf der Teilstrecke von Osterode nach Förste aufgenommen. Nach der Fertigstellung der Viadukte und des Tunnels im Westerhöfer Wald wird 1901 die Gesamtstrecke bis Kreiensen in Betrieb genommen. Über Jahrzehnte ist die Kreisbahn die absolute Nummer eins im Osterode Nahverkehr.
Frühzeitig setzt die Kreisbahn auf Busse als vorrangiges Beförderungsmittel. Um 1960 nutzten bereits 75 Prozent aller Fahrgäste den Bus als Beförderungsmittel. So ist es nicht verwunderlich dass die Personenbeförderung mit der Bagn unrentabel wird. 1967 wird der Bahnbetrieb eingestellt.
Mit den Omnibussen ist die Kreisbahn weiterhin gut aufgestellt. Tages- und Urlaubsfahrten sind frühzeitig ein zweites Standbein. Das Reiseangebot wird von einem großen Kundenkreis gern angebotenen Je weiter die Zeit aber fortschreitet, wird der Bus, im Wettbewerb mit dem privaten PKW, nur noch zweiter Sieger. So wird als letzte Konsequenz 1967 ein Schlussstrich gezogen. Der Bahnbetrieb wird eingestellt.
Was bleibt, sind die unzahligen Erlebnisse und Erinnerungen die zahlreiche Schülergenerationen in ihren Jahren mit dem Schülertransport in Verbindung bringen. Der Schülertransport ist inzwischen Vergangenheit. Er ist mittlerweile im Liniendienst integriert.
Einen fotografischen Rückblick ermöglichen Mitglieder der Interessengemeinschaft „GöBus“. Sie stellten zur Erinnerung an die KVB einige Fotos zur Verfügung.
Doch wie ging es mit dem Nahverkehr weiter? Die Frage ist schnell beantwortet. Am 1. November 2008 bedient die Verkehrsgesellschaft Osterode/Harz mbH (Weihrauch Uhlendorff GmbH und Pülm Reisen GmbH) das Osteroder Streckennetz.
Nach einer Neuausschreibung übernimmt am 1. August 2016 die Rizor GmbH & Co. KG den Linienverkehr. Doch nach kaum mehr als einem Jahr rutscht das Unternehmen Ende 2017 in die Insolvenz.
Als „Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen mbH“ (Gesellschafter sind Horst Weihrauch und Carsten Pülm) übernimmt das Unternehmen das Streckennetz und baut es in den nächsten Jahren weiter aus.









