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05.03.2026

Spendenaktion für Vogelstation Osterode ins Leben gerufen


Die "gofundme"-Spendenaktion gibt neue Hoffnung gegen steigende Kosten. Es fehlen aber auch Helfer, die mit anpacken

...von Herma Niemann

Die Vogelstation Osterode ist für viele Besucher ein wichtiger kleiner "Leuchtturm" am Waldrand von Osterode am Harz – für ihren Betreiber Klaus Dietrich jedoch längst ein täglicher Kraftakt. Seit mehr als 50 Jahren existiert die Vogelstation, Dietrich selbst ist seit 1975 dabei, zunächst ehrenamtlich, seit 1997 hauptberuflich. Doch steigende Kosten, fehlende Unterstützung und zunehmende Belastungen bringen die Einrichtung zunehmend an ihre Grenzen.

Die Rahmenbedingungen haben sich eben in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Futter, Einstreu und Material sind wesentlich teurer geworden. Und dann hat auch noch das fast 30 Jahre alte Lieferfahrzeug, mit dem das Futter transportiert wird, seinen Dienst quittiert. Allein die jährliche Förderung der Stadt Osterode in Höhe von 3.600 Euro reicht nach Dietrichs Berechnung längst nicht mehr aus. Um den Betrieb dauerhaft zu sichern, wären jährlich eher 8.000 bis 9.000 Euro notwendig.

Die Osteroderin Kathrin Acker hat nun eine Online-Spendenaktion über GoFundMe ins Leben gerufen. Acker unterstützt die Vogelstation bereits seit Jahren privat, unter anderem mit ihrer Hobbyimkerei. In dem Spendenaufruf heißt es, Klaus Dietrich sei mit großem Herzblut dabei, könne die finanzielle Last durch gestiegene Kosten und den defekten Transporter jedoch kaum noch alleine tragen. Ziel der Aktion sind 30.000 Euro an Spenden. Und in kurzer Zeit sind inzwischen schon mehr als 21.000 Euro zusammengekommen. Ein toller Erfolg.

Die Spendenaktion zeigt, wie groß die Verbundenheit vieler Menschen mit der Vogelstation ist. Ob diese Unterstützung ausreicht, um das Lebenswerk von Klaus Dietrich langfristig zu sichern, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Klar ist jedoch: Ohne zusätzliche Hilfe steht eines der besonderen Angebote Osterodes definitiv auf dem Spiel.

Rund 200 Vögel leben derzeit auf dem etwa 400 Meter langen Rundweg der Station – darunter Greifvögel, Wasservögel, Raben, Singvögel, Pfauen und Fasane. Etwa 20 Volieren und mehrere Teichanlagen müssen gepflegt, repariert und instand gehalten werden. Obwohl die Vogelstation offiziell keine Auffangstation ist, werden regelmäßig verletzte Tiere abgegeben, die Dietrich dennoch versorgt – unentgeltlich. Darunter auch Bussarde und Milane, die mutmaßlich Opfer von Windkraftanlagen wurden. Hinzu kommen auch noch weitere Probleme: Waschbären, Füchse und Wildschweine dringen immer häufiger auf das Gelände vor und gefährden die Tiere – Zäune müssten dringend nachgebessert werden.

Auch der Umgang mancher Besucher mit Natur und Tieren bereitet Dietrich immer mehr Sorgen. Lärm, Müll und fehlender Respekt führten dazu, dass Dietrich Gruppenführungen inzwischen stark eingeschränkt hat. Der Link zur Spendenaktion über www.gofundme.com/f/die-vogelstation-in-osterode-benotigt-dringend-unterstutzung oder Spendenkonto bei der Sparkasse Osterode, IBAN DE4126 3510 150100155274. 


Rund 200 Vögel leben in der Vogelstation Osterode, darunter auch zahlreiche Wasservögel

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