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02.03.2026

Vorfreude auf das „neue“ Scharzfelder Freibad


Seit Herbst letzten Jahres wird am Umbau des Scharzfelder Waldschwimmbades gearbeitet

Förderverein des Waldschwimmbades hielt Jahreshauptversammlung ab

...Förderverein Waldschwimmbad Scharzfeld e. V.

Der Bericht über den Fortgang der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Freibad und Vorstandswahlen: das waren die Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Waldschwimmbad Scharzfeld am 27. Februar. Auch Bürgermeister Christopher Wagner war der Einladung gefolgt – und er kam nicht mit leeren Händen.

Sein Grußwort begann Wagner mit dem Dank an den Verein, der nicht nachgelassen habe, sich für das Bad einzusetzen. „Nach einer etwas längeren Durststrecke sieht man jetzt, dass sich etwas tut“, so der Bürgermeister. Er hob die gute Zusammenarbeit mit den Verein hervor. Das Bad werde viel bewegen, auch im Bereich des Tourismus. Das sei eine sehr positive Entwicklung. Zur Unterstützung der weiteren Arbeit des Vereins überreichte Wagner Lars Lübbecke einen Scheck. Und noch ein Geschenk hatte er mitgebracht: Einen der Spaten des symbolischen ersten Spatenstichs reichte er an den Vorsitzenden des Fördervereins, Lars Lübbecke, weiter, als Erinnerung an diesen wichtigen Termin.

Bauarbeiten sollen mit straffem Zeitplan weitergehen

Der Stand der Sanierung des Waldschwimmbades war denn auch Gegenstand eines ausführlichen Sachstandsberichtes von Lars Lübbecke. Bauleiter Sergej Stürmer vom ausführenden Unternehmen Pauly-Group hatte ihn im Vorfeld der Versammlung über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informiert. Seit Herbst vorigen Jahres wird an der Sanierung und dem Umbau des Waldfreibades im Bremketal gearbeitet. Erste Arbeiten fanden schon vor dem symbolischen Spatenstich Ende November statt. Auch im Winter liefen demnach einzelne Maßnahmen, so z. B. der Ausbau des alten Pumpenkellers. Auch ein Stahlpodest mit Treppenanlage wurde eingezogen.

Der große Baustellenstart ist von der Wetterlage abhängig, soll aber Mitte März erfolgen. Dann wird die Baustelle eingerichtet, Container werden aufgestellt und Baumaschinen rücken an. Zunächst soll der Bodenfilter mit den Abschnitten Erdbau, Abdichtung und Befüllung mit Filtergranulat fertiggestellt werden. Das soll bis Ende April geschehen. Parallel dazu starten Ende März Stahlbetonarbeiten am Schwimmbecken. Es sei ein straffer Bauzeitenplan mit allen beteiligten Gewerken abgestimmt, damit die Bauleistungen bis Ende des Jahres abgeschlossen sind. Bis dahin soll auch eine Funktionsprüfung mit dem dann befüllten Becken stattfinden.

„Im Sommer 2027 soll das „runderneuerte“ Freibad dann für die Besucher öffnen“, so Lübbecke. Er berichtete ferner, dass der städtische Fachbereich Bauen das Funktionsgebäude geplant habe. Es werde kleiner als das alte, inzwischen abgebrochene, aber alles Erforderliche wie z. B. Kasse, Umkleiden und einen Kioskbereich bieten. Das Gebäude ist in der Förderung des Badumbaus nicht enthalten, 400.000 Euro hat die Stadt Herzberg dafür eingeplant. Aber auch hier laufe ein entsprechender Förderantrag; mit der Entscheidung sei voraussichtlich im April zu rechnen. Erfreulich auch, dass die Barrierefreiheit des Bades verbessert werde.

Viele Aktivitäten – der Verein ist im Dorf sichtbar

In seinem Jahresbericht ging Lars Lübbecke auf die Aktivitäten des Vereins ein. Der Vorstand arbeite daran, Vorschläge zu erarbeiten, wie die Stadt künftig bei den Unterhaltungskosten des Freibades entlastet werden könne. Es werden auch Überlegungen angestellt, wie das Freibad für Familien noch attraktiver gemacht werden kann. Familien seien es auch, die er sich als neue Mitglieder im Verein wünsche. Bei einem Arbeitseinsatz seien im Vorfeld der Bauarbeiten der Geräteschuppen und der Zaun um das Schwimmerbecken abgebaut worden. Als sehr erfreulich stellte der Vorsitzende heraus, dass der Verein im Ort noch sichtbarer geworden sei; hierzu habe er sich an vielen Aktivitäten beteiligt. So war er beim Jubiläum des Kindergartens ebenso vertreten wie bei der Oldie-Night im DGH, dem Harzer Heimattag im Bremketal und dem Wintermarkt auf dem Wohnmobilstellplatz der Familie Fricke.

Ehrenamtliche Badeaufsichten gesucht

Abschließend regte Lübbecke an, Mitglieder könnten sich kostenlos zu ehrenamtlichen Wasseraufsichten ausbilden lassen und so die hauptamtliche Kraft unterstützen. Neben dem Mindestalter von 18 Jahren und einem aktuellen Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung ist der Nachweis über das deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber oder die Ablegung einer kombinierten Rettungsübung erforderlich. Schatzmeister Kai-Oliver Bock konnte erfreuliche Zahlen zur Entwicklung des Vereinsvermögens bekanntgeben, trotz eines leicht negativen Mitgliedersaldos. Keine Probleme hat der Verein, seine Vorstandspositionen zu besetzen. So wurden Tobias Oehne als stellvertretender Vorsitzender, Nadine Wills als stellv. Schatzmeisterin und Jennifer Ponath als Schriftführerin wiedergewählt. Mit Nina Sommer hat der Vorstand eine neue Beisitzerin. David Sommer wird für zwei Jahre als Kassenprüfer fungieren. Alle erhielten einstimmig das Vertrauen der Mitglieder.


Keine Probleme bei den Vorstandspositionen: Der Vorstand mit den Kassenprüfern und Bürgermeister Christopher Wagner (links).

 

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