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24.02.2026
Sprachenlernen neu denken

Prof. Dr. Tao Zhang
Projekt mit Göttinger Beteiligung entwickelt Blended-Learning-Konzepte für Chinesisch-Unterricht
(pug) Wie kann künstliche Intelligenz den universitären Sprachunterricht sinnvoll ergänzen? Dieser Frage
widmet sich ein neues Verbundprojekt unter der Leitung der Universität Hannover, an dem auch
Forschende der Universität Göttingen beteiligt sind. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
untersuchen, wie mobile und intelligente Sprachlernanwendungen didaktisch reflektiert in den chinesischen
Sprachunterricht an Hochschulen integriert werden können. Das Bundesministerium für Forschung,
Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt dreieinhalb Jahre lang mit insgesamt rund 500.000 Euro.
Digitale Sprachlern-Apps sind aus dem Alltag vieler Lernender nicht mehr wegzudenken. Ihr didaktisches
Potenzial wird bislang jedoch nur punktuell ausgeschöpft. Das Projekt „AI-MS“ setzt genau hier an: Es
untersucht, wie sich intelligente Anwendungen sinnvoll mit Präsenzlehre verbinden lassen, um
Lernprozesse zu vertiefen, die Motivation zu steigern und kommunikative sowie interkulturelle
Kompetenzen systematisch zu fördern. „Wir möchten Blended-Learning-Konzepte entwickeln, die den
Chinesisch-Unterricht verbessern und sich auch auf andere Fremdsprachen übertragen lassen“, erläutert
Prof. Dr. Tao Zhang, Inhaberin der Professur „Fachdidaktik Chinesisch als Fremdsprache“ am
Ostasiatischen Seminar der Universität Göttingen. „Mit diesem Projekt soll Chinesisch-Unterricht als
Modellfall für modernes Sprachenlernen dienen.“
Das Projekt verzahnt Forschung und Praxis eng miteinander und bezieht Lernende und Lehrende aktiv in
alle Projektphasen ein: von der Auswahl geeigneter Apps über die Entwicklung neuer
Unterrichtskonzepte bis hin zur praktischen Erprobung und Evaluation über mehrere Semester. So
entstehen praxisnahe, iterativ weiterentwickelte Lehr- und Lernformate, die unmittelbar in der Lehre
einsetzbar sind. Die Entwicklung von Weiterbildungskonzepten für Sprachlehrkräfte gewährleistet die
nachhaltige Umsetzung der Projektergebnisse. So leistet das Projekt gleichzeitig einen Beitrag zur
Stärkung unabhängiger China-Kompetenz wie auch zum Aufbau von KI-Kompetenz in Bildung und
Gesellschaft. „Viele Lehrkräfte haben die Sorge, dass künstliche Intelligenz sie irgendwann ersetzen
könnte“, ergänzt Arvid Storch, ebenfalls vom Ostasiatischen Seminar der Universität Göttingen. „In unserem
Projekt möchten wir stattdessen erforschen, wie KI-Tools echten Sprachunterricht sinnvoll bereichern
können.“
Weitere Informationen zum Verbundprojekt sind unter www.ifbe.uni-hannover.de/forschung/team-
erwachsenenbildungweiterbildung/forschungsprojekte/forschungsprojekte-
detailansicht/projects/aktionsforschung-zur-integration-mobiler-und-intelligenter-sprachlernanwendungen-in-den-chinesischen-sprachunterricht-an-hochschulen-mittels-blended-learning-ai-ms zu finden.
Kontakt:
Prof. Dr. Tao Zhang
Georg-August-Universität Göttingen
Ostasiatisches Seminar
Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen
Telefon: (0551) 39-21260
E-Mail: tao.zhang@uni-goettingen.de
Internet: www.sinologie-goettingen.de/seminar/person/prof-dr-zhang-tao
Arvid Storch
Georg-August-Universität Göttingen
Ostasiatisches Seminar
Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen
Telefon: (0551) 39-21264
E-Mail: arvid.storch@uni-goettingen.de
Internet: www.sinologie-goettingen.de/seminart/person/arvid-storch


