Panorama / Natur

20.12.2025

Meister Bockert, der Biber, ist zurück


... NABU Osterode

Seit fünf Jahren ist der Biber zurück im Altkreis Osterode. Seit der erste Biber im Jahr 2005 in der Region Hannover-Hildesheim aufgetaucht ist, sind die größten Nagetiere unserer Heimat über die Leine, weiter zur Rhume bis in unsere Fließgewässer wie Oder, Sieber und Söse zurückgekehrt. Schon Mitte des 19.ten Jahrhunderts sind sie ausgerottet worden, jetzt beweisen sie sich als anpassungsfähig und besiedeln auch kleinste Bäche und Teichanlagen. 

Der NABU Osterode hat begonnen alle Vorkommen zu dokumentieren und kommt inzwischen auf 7 Burgen und mindestens 15 bekannte Reviere im Altkreis Osterode. Da im Südharz eine Wasserscheide zwischen der Weser und Elbe besteht wanderten andere Biber über die Saale, Unstrut, Wieda bis in den Raum Bad Sachsa und Walkenried ein.

Der Biber hat ein Revier von rund 3 Kilometer und frißt so gut wie alle Baumarten, bevorzugt aber Weichholz wie Weiden. Im Sommer stehen bis zu 150 verschiedene Pflanzenarten  auf seinem Speiseplan. Biber bekommen meist 2 Junge, die im sogenannten Wohnkessel der Biberburg aufgezogen werden, die in der Regel an steilen Uferböschungen gelegen ist. Die Burg ist nur vom Wasser aus durch eine vom Biber gegrabene Röhre zu erreichen. Der Eingang der Röhre liegt zum Schutz vor Feinden immer unter der Wasseroberfläche

Wer mehr über den Neubürger erfahren möchte ist herzlich zu einem Vortrag am Montag 29. Dezember in die Glühhtte auf dem Osteroder Weihnachtsmarkt um 17 Uhr eingeladen. Wolfgang Rackow vom NABU Osterode wird berichten und bietet auch allen interessierten Vereinen den gut 30 minütigen Vortrag an.

 

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