Regionales / Bad Sachsa / Walkenried
06.12.2025
Kinder des 20. Juli 1944

Bad Sachsas Bürgermeister Daniel Quade (vl.) mit Karl Schenk Graf von Stauffenberg und Ralph Boehm
Bürgermeister Daniel Quade über einen Abend der Geschichte und Emotionen
Was für ein Abend. Was für Worte. Was für ein Moment des Innehaltens
Manchmal kann man Hollywood auch etwas Positives abgewinnen. Der Film „Operation Walküre“ mit Tom Cruise brachte viele jüngere Menschen erstmals oder andere erneut mit dem deutschen Widerstand rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg in Berührung.
Im Kurhaus von Bad Sachsa wurde diese Geschichte an diesem Abend lebendig:
Über 180 Besucherinnen und Besucher kamen ins Kurhaus, um den Impulsvortrag von Karl Schenk Graf von Stauffenberg, dem Enkel des Widerstandskämpfers, zu hören. Der Saal war sehr gut gefüllt.
Mit großer Offenheit sprach er darüber, wie das Erbe seines Großvaters sein Denken prägt, was Freiheit für ihn bedeutet und wie seine Familie mit dieser mutigen, schweren Geschichte lebt. Sein Fazit hallt nach und war auch Titel des Vortrages: „Freiheit braucht Mut zur Verantwortung".
In der anschließenden Fragerunde öffnete er sich weiter. Keine Frage blieb unbeantwortet.
Eine Geschichte berührte mich besonders:
Kurz vor Kriegsende sollten die 18, bis dahin noch in Bad Sachsa verbliebenen, „Kinder des 20. Juli“ der Widerstandsfamilien ins KZ Buchenwald deportiert werden - darunter sein Vater.
Ein Luftangriff verhinderte den Transport – und rettete ihnen das Leben.
Die Kinder waren jedoch unendlich traurig, nicht nach Buchenwald gebracht zu werden. Man hatte ihnen gesagt, dort würden ihre Familien auf sie warten. Ein Gedanke, der heute unfassbar bewegt, innerlich aufwühlt, aber damals aus Kindersicht so verständlich war
Mein herzlicher Dank gilt Karl Graf Stauffenberg, Ralph Boehm und all unseren Unterstützern: der Bad Sachsa Holding GmbH, Glückburg Consulting GmbH, dem Landkreis Göttingen, unserer Tourist-Information, dem Romantischen Winkel & unserem Wintersport- & Heimatmuseum






