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01.12.2025

Deckenfest auf der Kläranlage: Wichtiger Meilenstein beim Neubau der Schlammfaulung ist geschafft


...Stadt Osterode am Harz

Auf der Kläranlage der Abwasserreinigungsbetriebe der Stadt Osterode am Harz GmbH (ABBO) wurde am 19. November 2025 ein bedeutender Baufortschritt gefeiert: Beim sogenannten Deckenfest kamen Mitarbeitende der Kläranlage und der Verwaltung sowie die am Projekt beteiligten Planer und Handwerksbetriebe zusammen, um das erfolgreiche Gießen der Decken des neuen Faulturms und des
Maschinengebäudes zu würdigen.

Ein Deckenfest ist – ähnlich wie ein Richtfest – eine uralte Tradition, die allen am Bauwerk Beteiligten
Anerkennung und dem Bauherren Glück bringen soll. Gefeiert wird, dass ein zentraler Bauteil eines Projektes errichtet ist. Auf der Kläranlage markiert das einen wichtigen Abschnitt beim Neubau der modernen Schlammfaulung. Traditionell wurde zunächst ein Dank an alle am Bau Beteiligten ausgesprochen und danach der Handwerkerspruch vorgetragen, bevor gemeinsam angestoßen wurde.

Im Anschluss nutzten die Anwesenden die Zusammenkunft, um bei Speisen und Getränken ins Gespräch zu kommen und den bisherigen Baufortschritt zu würdigen.
„Das Deckenfest ist für uns mehr als nur eine Bauetappe“, so Simone Schneider, Geschäftsführerin der ABBO. „Es zeigt, wie gut bisher die Zusammenarbeit auf dieser Baustelle funktioniert hat. Der Anfang des Jahres aufgestellte Bauzeitenplan wurde trotz einiger Herausforderungen im Bauablauf weitestgehend eingehalten. Wir freuen uns, dass wir mit dem Neubau einen großen Schritt in Richtung einer modernen, energieeffizienten und zukunftssicheren Kläranlage gehen.“

Bereits 2020 hatten die Planungsarbeiten für die Erneuerung der Schlammfaulung begonnen. Im Rahmen der Untersuchungen stellte sich heraus, dass ein Neubau wirtschaftlicher und deutlich risikoärmer ist als eine Sanierung des bestehenden Faulturms – trotz der begrenzten verfügbaren Fläche. Zudem ermöglicht der Neubau die Umsetzung moderner technischer Standards und eine Verbesserung der Energieeffizienz.

Die geschätzten Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 6 Millionen Euro. Der Zeitplan sieht vor, dass die neue Faulung im März 2026 in den Probebetrieb gehen kann. Nach einer erfolgreichen Inbetriebnahmephase wird dann der alte Faulturm abgerissen. Der Projektabschluss ist für September/Oktober 2026 geplant.

Auch Bürgermeister Jens Augat betont die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Neubau der Schlammfaulung investieren wir bewusst in eine stabile und nachhaltige Infrastruktur für kommende Generationen.“



 

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