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15.11.2025

Errichtung einer neuen Schutzhütte am Nienburger Tor geplant


Gemeinsames Foto der Hexentrail-Teams der Sparkasse Osterode mit Sparkassenvorstand Jörg Hublitz, den Vorstandsmitgliedern des Harzklubs Osterode sowie Tim Eickmann von den Niedersächsischen Landesforsten

...Harzklub Zweigverein Osterode

Ein gelungenes Beispiel für gelebte Gemeinschaft und regionales Engagement zeigt die Sparkasse Osterode am Harz gemeinsam mit dem Harzklub Zweigverein Osterode: Im Bremketal, am landschaftlich reizvollen „Nienburger Tor“, soll eine neue Schutzhütte für Wanderer und Radfahrer entstehen.

Der Bau der Hütte ist mehr als nur ein Beitrag zur Wanderinfrastruktur – er steht zugleich für Zusammenhalt, Naturverbundenheit und Erinnerungskultur. Das „Nienburger Tor“ erinnert bereits heute an die enge Zusammenarbeit des Riefensbeeker Forstamts und des Maschinenstützpunkts der Nienburger Forst während der Waldkatastrophe der Jahre 2018 bis 2022, die durch massiven Borkenkäferbefall und die daraus folgende Borkenkäferkalamität geprägt war.

Mit der neuen Hütte soll dieser Ort weiter aufgewertet werden – als Rastplatz, Aussichtspunkt und Symbol gemeinsamer Verantwortung für die Natur.

Die Finanzierung des Projekts wurde dank des sportlichen Engagements der Sparkasse ermöglicht: Beim diesjährigen Harzer Hexentrail, einem anspruchsvollen Spendenlauf über 35 bzw. 60 Kilometer, der im Team absolviert wird, trat die Sparkasse mit gleich zwei Mannschaften an. Beide Teams folgten der Idee, ein Spendenprojekt zugunsten des Harzklubs Osterode zu unterstützen.

Nach erfolgreichem Zieleinlauf durften sich die Teilnehmenden der Sparkasse sowie der Harzklub über einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro freuen. Für die Sparkasse gingen an den Start: Matthias Peschel, Heike und Knut Willamowius, Sven Baumgart und Matthis Heitmüller, Nicole Herbst, Hanna Graf sowie Alicia Wölk.

Zusätzlich legte die Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz noch einmal 2.000 Euro obendrauf. Jörg Hublitz, Vorstandsmitglied der Sparkasse freute sich, dass das Herzensprojekt des Vereins nun umgesetzt werden kann und versprach, dass er nach Errichtung vorbeischauen wird.

„Die Spende aus dem Hexentrail hat uns erstmals die Realisierung dieses Projekts in Aussicht gestellt. Dass unsere Ansprechpartnerin bei der Sparkasse, Frau Angela Wauge, anschließend auch noch den Weg zur zusätzlichen Förderung durch die Sparkassen-Stiftung geebnet hat, freut uns ganz besonders. Dadurch können wir das Vorhaben bereits im Jahr 2026 umsetzen und einen nachhaltigen Beitrag zur Wanderinfrastruktur sowie zur regionalen Erinnerungskultur leisten“, betont Dennis Stolze, Schatzmeister und Wanderwart des Harzklubs Osterode.

„Zu Beginn hatten wir über eine Sanierung der Schutzhütte Handwerkersruh nachgedacht“, berichtet der 1. Vorsitzende des Harzklubs Osterode, Rudolf Buff. „Doch der achteckige Aufbau ließ schnell erkennen, dass eine wirtschaftlich tragbare Lösung kaum möglich ist. Nach mehreren Vor-Ort-Besichtigungen – unter anderem mit fachkundiger Beratung der Firma Fritz Hesse aus Badenhausen – sind wir daher von diesem Vorhaben abgerückt.“

Wir sind zu dem Ergbenis gekommen, dass die doppelt angelegte Dachkonstruktion der Hütte noch einige Jahre standhalten wird und die Bausubstanz derzeit nicht gefährdet ist. „Die Handwerkersruh ist zwar sehr bekannt, liegt jedoch nicht mehr an den vom Harzklub unterhaltenen Wanderwegen“, erklärt Buff weiter. „Wir haben uns deshalb entschieden, die Hütte im jetzigen Zustand zu belassen und stattdessen eine neue, zusätzliche Schutzhütte im stärker frequentierten Wandernetz zu errichten.“

„Mit dem Bau der Hütte möchten wir diesen Ort aufwerten – als geschützten Rastplatz, als Aussichtspunkt mit freiem Blick ins Bremketal und als sichtbares Zeichen der Erinnerung. Die Hütte liegt direkt an mehreren Wanderwegen, darunter der Weg 4D von Osterode, der zur Lasfelder Tränke führt und dort in den Harzer Bauden- und Försterstieg übergeht“, erklärt Uwe Alms, 2. Vorsitzender und Wegewart des Harzklubs Osterode.

In enger Abstimmung mit den Niedersächsischen Landesforsten soll die Hütte aus heimischen Hölzern errichtet werden. Der Auftrag zur Planierung des Untergrunds wird in den kommenden Tagen an die Firma Henkel aus Lasfelde vergeben, während die Firma Hesse aus Badenhausen mit dem Bau der Schutzhütte beauftragt wird.

Beim Ortstermin, zu dem auch eine kleine Exkursion durch das Bremketal gehörte, konnten die Beteiligten bereits den künftigen Standort der Schutzhütte besichtigen – trotz strömenden Regens ein eindrucksvolles Erlebnis. Schon im kommenden Sommer sollen hier Wandernde und Radfahrende eine geschützte Rast einlegen können – mit Blick ins Tal und auf ein starkes Zeichen gemeinschaftlichen Handelns.
„Natürlich werden wir die Einweihung der Schutzhütte, die für das zweite Quartal 2026 geplant ist, gebührend feiern. Wir werden rechtzeitig informieren und zu einer gemeinsamen Wanderung zur dann errichteten Hütte einladen“, stellt Dennis Stolze als Wanderwart seitens des Harzklubs in Aussicht.


Tim Eickmann von den Niedersächsischen Landesforsten informierte über den aktuellen Stand der Wiederaufforstung im Bremketal

Standort des Nienburger Tors

 

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