Regionales / Stadt Osterode / Osterode

30.09.2025

Osterode am Harz eröffnet offiziell modernisierte Sportstätte


...Stadt Osterode am Harz

Mit einem feierlichen Festakt ist am Samstag, den 13. September 2025 das umfassend modernisierte Jahnstadion offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Sport und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil und würdigten die Bedeutung der Anlage für die Stadt und die gesamte Region. Bürgermeister Jens Augat machte deutlich, dass die neue Sportstätte weit mehr sei als nur eine moderne Trainings- und Wettkampfstätte:

„Diese Anlage ist ein Treffpunkt für alle Generationen – für Vereine, Schulen, Freizeit- und Leistungssport. Sie ist ein Ort, an dem Kinder Selbstvertrauen gewinnen, Jugendliche über sich hinauswachsen, Erwachsene Ausgleich im Alltag finden und Seniorinnen und Senioren in Bewegung bleiben können. Wir sind stolz, unseren Bürgerinnen und Bürgern solch eine moderne Sportstätte anbieten zu können.“

Die Eröffnung fiel bewusst in eine Zeit, in der die Sanierungsarbeiten vollständig abgeschlossen sind. Bereits seit über einem Jahr wird das Jahnstadion intensiv genutzt – unter anderem beim Internationalen Sparkassenmeeting der Leichtathletik, beim Sportivationstag, beim beliebten Bewegungscamp oder beim Gastspiel von Hannover 96. Passend zum Festakt fand auch an diesem Wochenende wieder das Bewegungscamp statt, das zahlreiche Kinder anlockte und eindrucksvoll zeigte, wie die neue Sportstätte mit Leben gefüllt wird. Die offizielle Feier markierte damit nicht nur den Abschluss der Bauarbeiten, sondern zugleich ein lebendiges Sportwochenende für die ganze Stadt.

Umfassende Modernisierung

Im Rahmen der Sanierung wurden alle drei Plätze grundlegend erneuert:

A-Platz: Hier entstand eine moderne Anlage für den Breiten- und Leistungssport. Die Laufbahn wurde komplett erneuert, die Leichtathletikanlagen umfassend modernisiert und die Kugelstoßanlage mit Flutlicht ausgestattet. Hinzu kamen ein neues Drainage- und Beregnungssystem, eine leistungsfähige Flutlichtanlage sowie neue Tore.

B-Platz: Der bisherige Naturrasenplatz wurde in einen hochmodernen Kunstrasenplatz verwandelt. Neben einer neuen 4-Mast-Flutlichtanlage wurden ein zeitgemäßes Drainagesystem, neue Elektroleitungen in den Außenanlagen und Gehwegen sowie neue Randbefestigungen geschaffen. Die gesamte Spielausrüstung – von Bodenhülsen und Toren über Barrieren bis hin zu Spielerkabinen – wurde ebenfalls erneuert.

C-Platz: Der stark beanspruchte Kunstrasen wurde vollständig ausgetauscht. Der neue Belag ist sandverfüllt und kommt ohne Mikroplastik aus.

Darüber hinaus konnten mit Mitteln aus dem städtischen Haushalt auch im Funktionsgebäude wichtige Arbeiten umgesetzt werden: Mehrere Duschräume und Kabinen wurden renoviert und an heutige Standards angepasst.

Finanzierung und Förderung

Gefördert wird das Projekt durch das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Gesamtkosten der Maßnahme im Zeitraum 2021 bis 2025 belaufen sich auf 2.850.000 Euro brutto. Nach abschließender Prüfung des Verwendungsnachweises übernimmt der Bund einen Förderbetrag von maximal 966.000 Euro.

Stimmen aus Politik und Sport

In einem kurzweiligen Talk kamen Gäste aus Politik und Sport zu Wort. Dabei wurde nicht nur die Modernisierung der Anlage gewürdigt, sondern auch die Rolle des Ehrenamtes hervorgehoben – denn ohne das Engagement zahlreicher Menschen in Vereinen und Initiativen wäre ein lebendiges Sportleben in Osterode am Harz nicht möglich. Gerade angesichts von Herausforderungen wie dem demographischen Wandel oder rückläufigen ehrenamtlichen Strukturen sei diese Unterstützung unverzichtbar.

Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt erklärte dazu: „Wir als Fördermittelgeber freuen uns über das Ergebnis des Jahnstadions. Gleichzeitig ist es uns wichtig, das Ehrenamt zu stärken. Deshalb werden wir im Bundestag beschließen, die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale ab dem 01.01.2026 anzuheben - auf 3.300 Euro beziehungsweise 960 Euro. Ehrenamtliches Engagement verdient große Anerkennung, denn es leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“

Auch Alexander Saade, Landtagsabgeordneter, hob die Bedeutung der neuen Sportstätte hervor. „Sport ist wichtig für alle Generationen“, sagte er. „Wir müssen den Herausforderungen wie dem demographischen Wandel und dem Rückgang ehrenamtlicher Strukturen trotzen. Umso wichtiger ist es, dass Projekte wie dieses konsequent umgesetzt werden. Mein Dank gilt Bürgermeister Jens Augat, der die Modernisierung des Jahnstadions entschieden vorangetrieben hat.“

Große Freude herrschte auch bei den Vertretern der örtlichen Sportvereine. Manfred Hellmich vom VfR Dostluk Osterode zeigte sich sichtlich begeistert: „Wir sind glücklich über die neuen Plätze für den Fußball. Es macht einfach Spaß, hier zu spielen und zu trainieren.“ In die gleiche Richtung äußerte sich Rainer Behrens von der Leichtathletikgemeinschaft Osterode: „Wir Leichtathleten sind begeistert – die Bahn ist schnell, die Bedingungen sind hervorragend. Für unsere Trainingsarbeit ist das ein riesiger Gewinn. Wir können uns alle glücklich schätzen, solche Anlagen in Osterode zu haben.“

Rainer Giese von der Kindersportstiftung hob die Bedeutung der Rolle des Sports für Kinder hervor: „Sport ist für Kinder von unschätzbarem Wert. Genau das wollen wir erreichen, indem wir so vielen Kindern wie möglich in der Region die Chance geben, ihren Lieblingssport zu betreiben. Diese Sportstätte bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

Dank an Unterstützende

Ohne die Unterstützung vieler Partnerinnen und Partner wäre eine Realisierung in diesem Umfang nicht möglich gewesen. Dabei dankte Bürgermeister Jens Augat dem Bund, dem Land Niedersachsen, dem Landkreis, den Vereinen, der Kindersportstiftung sowie allen Beteiligten aus Verwaltung, Planung und Bauausführung.

Mit der Modernisierung verfügt Osterode am Harz nun über eine Sportstätte, die ganzjährig, wetterunabhängig und auch in den Abendstunden optimale Bedingungen für Training und Wettkämpfe bietet – ein echtes Plus für die Stadt und die Region.

Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) unterstützt Städte und Gemeinden deutschlandweit beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur. Es wurde erstmals im Jahr 2015 aufgelegt. Bis 2021 hat der Bund insgesamt 1,54 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Rund 900 Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt, gut 750 Projekte davon betreffen Sportstätten. Im Fokus stehen das soziale Miteinander und der Klimaschutz. Gefördert werden investive Maßnahmen – Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten – mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung sowie sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel.

Die Projekte sind außerdem von beachtlicher Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune. Seit 2022 wird das Programm aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert und mit einem deutlicheren Fokus auf die energetische Sanierung der zu fördernden Einrichtungen fortgeführt. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) liegt in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.



Rundgang A-Platz

...

...

Kugelstoßanlage

Rundgang B-Platz



C-Platz

Alexander Saade ließ sich zu einem Sprint auf der neuen Bahn überreden...

Die folgenden Bilder können Sie vergrößern, wenn Sie ein Eseltreiber-Abo haben:


Bürgermeister Jens Augat




Landtagsabgeordneter Alexander Saade

Rainer Behrens (LG Osterode) rechts

Manfred Hellmich (VfR Dostluk Osterode)

Rainer Giese (Kindersportstiftung)

Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt


...

...

...

...

 

Anzeige