Panorama

03.09.2025

Flugshow des LSV mit abruptem Ende


von Bernd Stritzke

Der letzte Samstag im August gehört fest in den Terminkalender begeisterter Modellflieger. Dann treffen sich die Piloten und Pilotinnen sowie eine große Fangemeinde am Modellflugplatz des Luftsportverein Bad Lauterberg. Vom kleinen Segelflieger über aufwendige Helicopter bis zu Modellen mit Düsenantrieb war alles vertreten. Zeitweise waren bis zu acht Flieger gleichzeitig in der Luft, um das Publikum mit ihren akrobatischen Künsten zu beeindrucken. Perfektes Flugwetter lockte zahlreiche Besucher auf das Vereinsgelände, die mit Eis, Gegrilltem und hausgemachtem Kuchen auch essenstechnisch bestens versorgt wurden. 

Über 70 Piloten zeigten mit fast 200 Maschinen, was die ferngesteuerten Geräte imstande sind zu leisten. Darunter z.B. ein Düsenjet, der eine Zugkraft von 25 kg aufbringt. Da alle Piloten auf Sicht fliegen, herrschte konzentriertes "arbeiten" auf dem Flugfeld. Vor allem, wenn die Legendary Fighters ihre acht Maschinen in die Lüfte bringen. Die Ausnahme-Truppe, die auch auf großen internationalen Flugshows unterwegs sind, präsentierte unterschiedliche Flugformationen gespickt mit Rauch und Pyrotechnik.

Wenn der Wind dreht
Während die Piloten die Dämmerungsflüge mit illuminierten Schleppgespannen, leuchtenden Hubschraubern mit motiverzeugenden Rotorblättern und Segelfliegern mit funkensprühenden Tragflächen den Himmel über dem Flugplatz eroberten, waren über Hattorf dunkle Wolken aufgezogen und ein Regenschleier sichtbar. Bangen und gewiss einige Stoßgebete der Veranstalter zeigten Wirkung. Die Wolken würden ganz knapp am Gelände vorbeiziehen ...

... bis der Wind drehte und die ersten Tropfen fielen. Die Besucher suchten schnell Unterschlupf in den Zelten, während die Modellflieger hastig ihre Schätze in Sicherheit brachten, denn auch die Windböen waren nicht zu unterschätzen.

Seitens der Veranstalter war das ganze Team im Großeinsatz, um das Gelände zu sichern, Technik zu schützen und Fluggeräte ins Trockene zu bringen. Und dann entlud sich die einzige Wolke in ganz Deutschland auch über dem Vereinsgelände, wodurch leider auch die Veranstaltungstechnik und die Pyrotechnik in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Ein paar Feuerwerkbatterien konnten noch gezündet werden, danach versagte auch hier die Technik", erklärte ein Verantwortlicher.

Trotzdem großer Erfolg
"Wir freuen uns über eine so große Resonanz beim Publikum und über die hohe Zahl an Teilnehmern. Die weiteste Anreise war immerhin über 500 Kilometer von der Dänischen Grenze", resümiert Gunther Lindenberg vom LSV und entschuldigt sich gleichzeitig bei den Gästen und Zuschauern: "Sorry für den Regen, wir hätten gern noch mehr gezeigt !".

Der Erfolgt gibt ihm Recht. Viele Besucher verbrachten den ganzen Tag auf dem Gelände.

Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte oder bei dem Interesse geweckt wurde, hat im nächsten Jahr wieder die Gelegenheit, denn… der letzte Samstag im August gehört fest in den Terminkalender begeisterter Modellflug-Fans.

Hier die schönsten Bilder. Weitere Fotos hier.












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