Panorama / Natur

19.08.2017

Schmetterlinge sterben leise


Gärten für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Co.

...Sabine Pusecker-Riebel

Tanzende Schmetterling über Wiesen, es summt und brummt und in der Dämmerung zirpen die Zikaden – all dass verbinden wir mit einem traumhaften Sommer. Doch dieses Sommerszenario findet man heute immer seltener. Noch vor einigen Jahren flatterten jede Menge Schmetterlinge um die lilafarbenen Sommerflieder. Inzwischen sind es auffällig wenig geworden.

Zwei Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten in Deutschland sind lt. Experten gefährdet. Das Bienensterben stößt auf viel öffentliches Interesse, die Schmetterlinge sterben leise.

Die industrielle Landwirtschaft zerstört ihre Lebensräume und Pestizide machen ihnen den Garaus. Natürliche Grünflächen verschwinden und auch in vielen Gärten finden die farbenprächtigen Insekten keine Nahrung mehr. Statt heimischer Blumen, Gräser, Sträucher und Bäume dominieren langweiliger Einheitsrasen und exotische Gewächse.

Aber das muss ja nicht so bleiben. Wer seinen Garten insektenfreundlich gestalten möchte, sollte schon jetzt an die nächste Sommersaison denken:

Je nach Lage, Größe und Bodenbeschaffenheit lassen sich in Gärten unterschiedliche Biotope realisieren. Etwa eine Staudenrabatte, ein duftendes Kräuterbeet oder eine Hecke mit Wildsträuchern. Ein Schmetterlingsflieder z.B. lockt die Tagfalter praktisch in jeden Garten. Bienen, Hummeln und auch Schmetterlinge sind nicht nur schön anzuschauen, sie sind auch elementar wichtig für die Vermehrung vieler Pflanzen sowie für die Bestäubung von Obst und Gemüse, wie Tomaten oder Äpfel. Diese Tiere sind also nicht nur von großer ökologischer, sondern auch von ökonomischer Bedeutung.


Das Taubenschwänzchen gehört bereits zu den gefährdeten Arten

Auch das Pfauenauge kann bald davon betroffen sein..

denn das Schmetterlingssterben hat rasantes an Tempo gewonnen





noch vor wenigen Jahren ging es hoch her an den Sommerfliedern.

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