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01.07.2022

Gelungenes Johannifest an der Kirche und auf dem Taubenborn


Kinder und Erwachsenen konnten nach zwei Jahren Zwangspause wieder ihr Traditionsfest begehen

...Kippenberg/Niemann

Der Anblick von bunten Eiern im Juni ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Doch die alljährliche Feier unter dem mit Eierketten und Papiergirlanden geschmückten Johannisbaum gehört in Bad Grund zu einer festen Tradition, die jedes Jahr wieder am 24. Juni begangen wird. Waren es in früheren Zeiten noch mehrere Stellen in der Bergstadt, an denen dieses Brauchtum praktiziert wurde, so sind heute noch zwei übrig geblieben.

Das ist zum einen die Taubenborner Wiese und an der St. Antoniuskirche (früher wurde bei Adeles Eck gefeiert). Eröffnet wurde der Nachmittag mit dem Johanniruf „Tripp, trapp, Käsenapp - heute ist Johannistag“ und einem Reigen von Groß und Klein um den Johannisbaum, einer Harzer Fichte mit einer Krone aus Eichenlaub und frischen Blumen.

Zuvor erhielten die Mädchen Blumenkränze ins Haar gesteckt. Der Nachmittag war ganz den Kindern gewidmet, die sich bei Tanz und Musik amüsieren konnten. Die Johannigemeinde Adeles Eck, ursprünglich als Freundeskreis von Nachbarn rund um „Adeles Eck“ gegründet, feierte das traditionsreiche Johannifest in diesem Jahr zum 50. Mal. An der Kirche spielte die Johanniband auf und der Ortsbürgermeister, Holger Diener, ließ es sich nicht nehmen, selbst am Stand die Bratwürstchen auszugeben. Diener wurde übrigens als Nachfolger von dem verstorbenen Manfred van Daak zum neuen Johannivater erklärt.

Am Abend hatten dann noch die Harzer Roller an der Kirche ihren ersten Auftritt nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona. Organisiert wird die Feier unter dem Dach des Vereins ZukunftsBergstadt, der als Veranstalter auftritt, mit Unterstützung des DRK-Ortsvereins, des Harzklub Zweigvereins, des MTV, des Kur- und Touristikvereins und der Ev.-luth. Kirchengemeinde. Für das leibliche Wohl standen neben selbstgebackenem Kuchen viele weitere  Stände mit Leckereien vom Grill und dem begehrten "Käsenapp", einem eingelegten Harzkäse nach alten Geheimrezept, zur Auswahl. Auch die traditionellen Eierkränze durften nicht fehlen. Auf den Taubenborner Wiesen feierten die Anlieger mit Gästen das traditionelle Johannisfest, das ebenso wie unten in der Bergstadt in den vergangenen Jahren corona-bedingt ausgefallen war.

In diesem Jahr hatten die Taubenborner eine kleine Zeltstadt aufgebaut. Dazu eine bunt mit einer Krone, Girlanden und langen Eierketten geschmückte Fichte aufgestellt. Fröhliche Gesichter und ausgelassen tanzende oder tobende Kinder sahen die Taubenborner mit ihren Gästen. Patrick Uhde gab mit seinem Akkordeon den richtigen Ton an. Häufig stimmte er die traditionellen Johannilieder an. Jung und Alt sangen diese altbekannten Lieder mit. Alle Kinder erhielten zu Beginn des Festes Kopfschmuck. Einige Kinder trugen auf ihrem Kopf einen aus Wiesenblumen geflochtenen Kranz. Jedes Kind erhielt auch bunte Schleifen zum weiteren Schmücken des  Johannisbaumes. Seit Jahren feiert die Frauengruppe des SoVD Bad Grund dieses Fest  auf den Taubenborner Wiesen bei Kaffee und Kuchen mit. Auch sie erfreuten sich an die überaus glücklichen Kinder. Für das leibliche Wohl war auch hier gesorgt. Das Angebot mit Kuchen und Kaffee, Leckereien vom Grill, Bier oder sonstige Getränke wurde gern angenommen.


 

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