Regionales / Gem. Bad Grund / Windhausen

23.06.2022

Anfang Juli beginnen Erschließungsarbeiten


Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Kampgarten sollen bald beginnen

Es ging auch um die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter des Bauhofes in der Sitzung des Betriebsausschusses

...von Herma Niemann

Im Betriebsausschuss der Gemeinde Bad Grund konnte der Betriebsleiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe, Uwe Schiller, berichten, dass bezüglich Erschließung neuer Grundstücke am „Kampgarten“ in Gittelde die Aussschreibung durchgeführt wurde.

Das Vergabeverfahren wurde durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Göttingen geprüft. Der Auftragswert liege bei rund 417.258 Euro und sei durch den Wirtschaftsplan 2022 in vollem Umfang sichergestellt. Die Auftragserteilung kann an die Firma Gropengießer (Wulften) ab dem 23. Juni erfolgen. Der Beginn der Arbeiten ist für Anfang Juli geplant, so Schiller. „Wir hoffen, dass wir zügig anfangen können, es gibt Bauwillige, die ganz schnell anfangen wollen“.

Zur Erweiterung der Vererdung und Bau einer Lagerplatte auf der Abwasserreinigungsanlage (ARA) konnte Schiller berichten, dass die Baugenehmigung vorliege. Im August soll die Ausschreibung für die Arbeiten erfolgen. Der Baubeginn der Beete soll möglichst noch in diesem Herbst erfolgen und bis zum Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. „Die Bepflanzung wird erst in der frostfreien Zeit erfolgen“, so Schiller. Zur Kompensation der Maßnahme gemäß Naturschutzgesetz wird eine Ersatzzahlung auf das Umweltkonto des Landkreises Göttingen in Höhe von 16.410 Euro geleistet.

Zu der Situation auf dem Baubetriebshof sagte Schiller, dass bisher zwei von den drei Geräteträgern der Marke Multicar ersetzt worden seien. In den vergangenen Monaten sei intern der Gedanke gewachsen, mit der Anschaffung des dritten Fahrzeuges gleichzeitig die Effizienz und Arbeitssicherheit des Baubetriebshofes zu steigern, hier speziell im Bereich der Straßenreinigung. Wie Schiller informierte, werde derzeit die Wildkrautbekämpfung auf den Fußwegen und Gossen mit einem Freischneider oder einer maschinellen Wildkrautbürste, welche vor einem Kommunalschlepper angebracht ist, durchgeführt.

Bei beiden Verfahren befinde sich mindestens ein weiterer (bei Arbeiten mit dem Freischneider sogar zwei) Mitarbeiter mit einem Laubpuster, Schaufel und Besen auf der Straße. Ähnlich sehe es bei der Laubbeseitigung aus. Neben der unmittelbaren Gefahr für den Mitarbeiter durch den laufenden Verkehr sei es bereits wiederholt vorgekommen, dass aufgrund von Steinschlag fremde und auch eigene Fahrzeuge an Lack und Scheiben beschädigt wurden. Schiller erinnerte auch an einen Unfall im Jahr 2020, bei dem ein Mitarbeiter von einem Auto erfasst wurde.

Vor diesem Hintergrund könnte die Überlegung zur Anschaffung eines Anbaugerätes „Straßenreinigung“ Sinn ergeben. Dieses Anbaugerät gleicht einer Kehrmaschine wie sie durch Spezialfirmen eingesetzt werden. „Die von uns eingesetzten Geräteträger könnten durch eigenes Personal umgebaut und eingesetzt werden“, so der Betriebsleiter. Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 87.000 Euro. Die Anschaffungskosten für einen Geräteträger haben sich zum Vorjahr erhöht und liegen derzeit bei etwa 119.500 Euro. In 2021 lag noch ein Angebot für 103.500 Euro vor.

Im vergangenen Jahr seien für die Straßenreinigung (Sommerbetrieb) Kosten in Höhe von rund 60.000 Euro entstanden entstanden. Hier sind etwa 1.000 Stunden an Personalkosten enthalten, wenn sich zwei Mitarbeiter darum kümmerten.

Bei annähernd gleichen Personalkosten, jedoch Einsatz von einem Mann dürfte sich eine Steigerung der Effizienz durch den neuen Geräteträger einstellen und das Ortsbild zudem noch verschönern. In der kommenden Sitzung soll über Kauf oder Leasing entschieden werden. In der Sitzung wurde auch einstimmig der Jahresabschluss 2020 der Ver- und Entsorgungsbetriebe (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Photovoltaikanlage) beschlossen. Die Bilanz wird auf der Aktiv- und Passiv-Seite mit jeweils 16.811.105,18 Euro festgestellt. Hiervon entfallen auf den Betriebszweig Wasserversorgung 5.587.080 Euro, auf den Betriebszweig Abwasserbeseitigung 11.905.737 Euro und auf die Photovoltaikanlage 32.048 Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 einen Jahresüberschuss von insgesamt 16.945 Euro aus. Hiervon entfällt auf den Betriebszweig Wasserversorgung ein Verlust von Minus 62,23 Euro (Vorjahr Verlust Minus  6.575 Euro), auf den Betriebszweig Abwasserbeseitigung ein Gewinn von 15.602 Euro (Vorjahr Gewinn 28.058 Euro) und auf die Photovoltaikanlage ein Gewinn von 1.405 Euro (Vorjahr Gewinn 2.417 Euro).

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Es ging in der Sitzung auch um Arbeitssicherheit der Bauhofmitarbeiter

 

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