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15.06.2022

KAMAX Osterode investiert Millionen in die Zukunft


Am Standort in der Petershütter Allee wurde Richtfest einer neuen Produktionshalle gefeiert.

von Ralf Gießler

Osterode) Gut 66 Meter lang, 30 Meter breit mit einer Traufhöhe von 6,80 Meter sowie einer verbauten Stahlmenge von circa 34,5 Tonnen - das sind einige der nackten Zahlen über die neue Produktionshalle, die das Traditionsunternehmen KAMAX an ihrem Osteroder Standort erbaut. Am 1 Juni konnte nun Richtfest gefeiert werden, zu dem Dr.-Ing. Wilko Hinrichs-Stark als Vertreter der KAMAX-Geschäftsleitung unter anderem Osterodes Bürgermeister Jens Augat und Göttingens Landrat Marcel Riethig begrüßte. 

"Schön, dass alles so geklappt hat. Dieser Bau ist sehr, sehr wichtig und ein Meilenstein für Osterode am Harz. Wir haben hier einiges in den letzten Monaten bewegt. Dass wir heute hier so dastehen, hätten wir vor 18 Monaten nicht gedacht. Standen in 2020 noch Kündigungen im Raum, schaffen wir mit dieser Standorterweiterung sogar neue Arbeitsplätze in Osterode. Wir haben für Osterode, für den Landkreis und die Region ein Stück Zukunft gebaut", äußerte sich Hinrichs-Stark zufrieden. Er dankte ausdrücklich den Verwaltungen von Stadt und Landkreis für die gute Zusammenarbeit.

Besonderer Dank galt der Belegschaft von KAMAX, die jede Herausforderung angenommen und gut performt habe. Der Standort Osterode verfüge über ein super Produktportfolio und sei gut aufgestellt. Außerdem werde die Halle vor Ort einen zentralen Baustein bilden. In der neuen Produktionseinheit sollen in Zukunft komplexe Verbindungselemente für den Nutzfahrzeugbereich und beispielsweise Batteriesysteme für den Einsatz in Elektrofahrzeugen hergestellt werden. Diese Investition in den Kapazitätsausbau ermöglicht KAMAX, der Nachfrage nach hochqualitativen und innovativen Produkten in der E-Mobilitätsbranche auch zukünftig gerecht zu werden. Ab Juli sollen die ersten Maschinen eintreffen. Für Ende Juli ist der Produktionsstart geplant mit 25 bis 30 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb.

Bürgermeister Augat pflichtete den vorangegangenen Ausführungen bei und betonte: "Es sind immer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, angefangen vom Hilfsarbeiter bis hin zur Geschäftsleitung, die etwas für ihr Unternehmen bewegen.

Die neue Halle zeigt: Zukunft kann man bauen." Landrat Riethig sah gar darin ein Symbol für drei Dinge: "Der Neubau ist erstens ein klares Bekenntnis zum Traditionsstandort Osterode am Harz und zur Region, beide befinden sich im Aufwind. Zweitens kann solch ein Vorhaben gelingen, wenn Menschen am Werk sind, die nicht nur meckern, sondern auch etwas machen. Die Anmerkung, dass Genehmigungsprozesse viel zu langwierig seien, ist allerdings richtig: Sieben Monate Dauer sind zu lange, da müssen wir besser werden!"

KAMAX-Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Müller meinte anschließend: "Wenn man hier die neue Halle sieht, geht einem das Herz auf. Die Belegschaft vom Betriebsstandort Osterode hat sie verdient!" Für die ausführende Baufirma Albert Fischer sprach Jens Henkel zur Freude der Anwesenden in sehr launiger sowie überaus unterhaltsamer Form den Richtspruch und weihte somit das Bauwerk ein. Abschließend bleibt festzustellen, dass mit dem Neubau KAMAX seiner Leitlinie beziehungsweise seinem Erfolgsrezept treu bleibt, nämlich heute bereits die Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu finden.


Vertreter der KAMAX- Geschäftsleitung und Belegschaft freuten sich gemeinsam mit allen Anwesenden über den Hallenneubau

(v.l.n.r.): Bürgermeister Jens Augat, KAMAX-Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Müller, Vertreter der Geschäftsführung Dr.-Ing. Wilko Hinrichs-Stark sowie Landrat Marcel Riethig

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Anbringung des Richtkranzes

Fertig geschmückt

Für die Baufirma Albert Fischer sprach Jens Henkel den Richtspruch

 

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