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28.05.2022

Kita Dorste lernt auch die Feldarbeit kennen


Robin Sindram zeigt den Kindern und auch Erwachsenen, was beim Thema 'Kartoffel' wichtig ist

von Petra Bordfeld

Auf einer etwa 100 Quadratmeter großen Ackerfläche am Ortsausgang Dorste Richtung Katlenburg, ist ab und an eine große Gruppe von Mädchen und Jungen der „Löwenzahngruppe“ des Kindergartens Dorste zu sehen, die dort die Feldarbeit kennen lernen möchten. Denn mittlerweile wissen sie ganz genau, dass Kartoffeln und anderes Gemüse nicht in Tüten oder in kleinen Töpfen wachsen.

Um genau in Erfahrung zu bringen, was man machen und wie lange man Geduld haben muss, bis man beispielsweise die Erdäpfel kochen oder braten und in die Möhren beißen kann, hat der Hobby-Landwirt Robin Sindram beim Dorster Kindergarten nachgefragt, ob er bei der Umsetzung des Mottos „Auf dem Feld gibt es viel zu entdecken“ unterstützen könnte.

Und für den  jungen Dorster, der eine Ausbildung zum staatlich geprüften agrarwirtschaftlich technischen Assistenten absolviert, gab es nur eine Antwort: „Ja!“. Er machte seinen 58 Jahre alten Trecker Hanomag Perfekt 300 einsatzbereit und besorgte erst einmal Kartoffeln, die in die Erde gebracht werden sollten.

Damit die kleinen Landwirte nicht erst die Löcher buddeln mussten, brachte er das antike Stoll-Vielfachgerät für den Kartoffelanbau mit Hilfe des Treckers zum Einsatz. Und dann konnten die Erwachsenen Begleiter/innen gar nicht so schnell reagieren, wie die Kinder die Kartoffeln in die Erde gebracht und mit Erde bedeckt hatten. Mittlerweile sind auch alle anderen zur Verfügung stehende Samen oder Setzlinge in der Erde. Dazu gehören Mais, Zwiebeln, Salat, Kohlrabi, Bohnen, Kürbisse und Blumen. Jetzt ist Geduld gefragt und die „Löwenzahngruppe“ macht immer wieder einen Spaziergang vom Kindergarten zu ihrem Feld, sieht und nach den Pflanzen und gießt nach Bedarf.

Dahingegen hat die „Pusteblumegruppe“ dafür gesorgt, dass sich viele Räume im Kindergarten in ein Gewächshaus verwandelt haben. Dort wird den Radieschen, Kohlrabi, Tomaten, Kartoffeln, verschiedene Kräuter und einer Erdbeerpflanze beim Wachsen zu gesehen.

Damit das Warten auf die Ernte und Verarbeitung der selbst angepflanzten oder gesäten Produkte nicht langweilig wird, werden Experimente zum Thema „Natur“ angeboten. Aber auch Basteleien warten darauf, in Angriff genommen zu werden. Lieder, Fingerspiele, Gedichte und Geschichten dürften sich auch alle um das eine Thema drehen. Und wenn es dann so weit ist, wird das Geerntete zubereitet und probiert.
 

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Die Kartoffeln wurden in die Erde gebracht


 

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