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28.04.2022

Reinschnuppern in unterschiedliche Berufe


Was macht ein Zollbeamter? Unter anderem Schmugglern das Handwerk legen

Rund 140 Neuntklässler durchliefen den Parcours von „Berufe live“ der Stiftung Niedersachsenmetall

...von Herma Niemann

Heutzutage haben es die Schüler nicht leicht. So viele Berufe, so viele Möglichkeiten. Zudem haben die Schüler nicht viele Gelegenheiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und in gleich mehrere Ausbildungsberufe reinzuschnuppern. Deshalb war selber ausprobieren beim Projekt „Berufe live“ von der Stiftung NiedersachsenMetall ausdrücklich gewünscht.

Am Freitagvormittag konnten sich rund 140 Schüler der neunten Klassen der Hauptschule Neustädter Tor Osterode, der Oberschule Hattorf, der Oberschule Badenhausen und der Realschule Röddenberg (Osterode) im Dorfgemeinschaftshaus in Hattorf an Ständen von insgesamt zwölf Betrieben informieren. „Hier steht wirklich das Praktische im Vordergrund“, so der Bildungsreferent Reiner Müller „die Schüler können entdecken, die eigenen Interessen und Fähigkeiten und auch ihre Talente auf unserem Berufe-Parcours herausfinden“.

An jedem Unternehmens-Stand standen Experten und Auszubildende mit Rat und Tipps für die Berufswahl zur Seite. Nach Geschlechtern getrennt. Denn bei gemischten Gruppen könne es passieren, dass sich die Jungs vorzugsweise bei handwerklichen Berufen in den Vordergrund schieben und die Mädchen dann vielleicht nur zusehen anstatt mitmachen können, erklärte Müller. Neben den handwerklich-technischen Berufen konnten sich die Schüler auch über die Berufe Industriekaufmann, Physiotherapeut, Altenpfleger und Pflegeassistenz informieren.

Zum ersten mal mit dabei waren dieses Mal Beamte des Hauptzollamt Braunschweig, die den Beruf des Zollbeamten sehr anschaulich und unterhaltsam präsentierten. Wie an einem Flughafen hatte der Pressesprecher, Andreas Löhde, zusammen mit einer Zoll-Anwärterin einen langen Tisch mit diversen Taschen und Koffern vorbereitet. Auf der einen Seite platzierte sich ein Teil der Schülergruppe mit Zollwesten, die Schüler auf der anderen Seite spielten die Urlauber und erhielten Urlaubshüte und eine Hawaii-Blumenkette. Anhand verschiedener Tascheninhalte demonstrierte der Pressesprecher, dass Drogen-, Falschgeld- und Zigarretenschmuggler beim Zoll keine Chance haben. Im Gegenteil haben Schmuggler, die erwischt werden, noch eine deftige Strafe und die nachzuzahlenden Steuern, zum Beispiel für zu viele eingeführte Zigaretten, zu bezahlen. „Im Gegensatz zur Polizei geht es beim Zoll um Steuern, wir sind eine Finanzbehörde“, so Löhde „Zoll ist toll“. Den Schülern gefiel das Demonstrierte, unter anderem auch, weil Löhde auf Augenhöhe mit den Schülern kommunizierte. „Das ist ein Job, der bestimmt auch Spaß machen kann, und solche Berufe kann man dann ein Leben lang machen“, so eine Schülerin.

Interessante Informationen zum Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik gab es an dem Stand des Wulftener Handwerksbetriebes Heise. Ob Alarm- oder Telefonanlagen, Elektoinstallationen oder PV-Anlagen, der Beruf des Elektronikers wird wohl in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und inzwischen würden auch immer mehr Mädchen diesen Beruf erlernen, so die Mitarbeiter von Heise. Denn die körperliche Belastung sei heutzutage gar nicht mehr so hoch wie früher. Ein Elektroniker arbeite heute überwiegend mit Tablet und Smartphone.

Am Stand von KKT Fröhlich Osterode konnten sich die Schüler unter anderem auch mit einer Virtual-Reality-Brille über die verschiedenen Ausbildungsberufe in der Kautschuk-Kunststoff-Technik informieren. Am Ende konnten die Schüler für jeden Unternehmens-Stand Schulnoten vergeben, wie es ihnen gefallen hat.

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An zwölf Unternehmens-Ständen im Dorfgemeinschaftshaus Hattorf erhielten die Neuntklässler Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe. Organisiert hatte den Berufe live -Parcours die Stiftung NiedersachsenMetall

Praktisch in den Beruf des Physiotherapeuten reinschnuppern

Mit der Virtual-Reality-Brille über die Ausbildungsmöglichkeiten bei KKT Fröhlich informieren

 

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