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17.01.2022

DRK Teststation in Lasfelde stößt auf großes Resonanz


Die Pavillons vor den großen Fenster des DRK-Gebäude in Lasfelde machen deutlich, dass hier etwas Besonderes geschieht

von Petra Bordfeld

Das DRK-Testteam, welches im Altkreis Osterode bereits in verschiedenen Orten unterwegs war, seit es Corona gibt, und auch in Teichhütte die Premiere des Drive In feiern durfte, ist jetzt  in dem Gebäude des Kreisverbandes Osterode An der Horst in Lasfelde sieben Tage die Woche in den Morgen- und den Abendstunden anzutreffen. 

Denn dort testet es aus großen Fenstern heraus  Bürger aus nah und fern und hat bislang seinen Entschluss nicht bereut, sich ehrenamtlich für diese wichtige Aufgabe zu melden. Genau die wird an fünf Tagen in den frühen Morgen- und Abendstunden liegen, um auch die Berufstätigen zu erreichen, und ihnen die Möglichkeit zu geben, einen aktuellen Antigentest vorzulegen. (montags bis freitags von 6:30 bis 9 Uhr  und von 16:30 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 13.30 Uhr). 

Als einmal die Nachfrage so groß war, dass viele Testwillige wieder hätten gehen müssen, wenn die Fenster zur vorgegebenen Zeit geschlossen worden wären, hängten sie kurzentschlossen eine Stunde an. „Du kannst in der vorgegebenen Zeit nur eine gewisse Personenzahl durchschleusen, denn Fließbandarbeit ist nicht möglich. Wir wollten aber niemanden zurückweisen“, so Verwaltungshelferin Claudia Dohn.

Auch wenn man sich zu einem Test anmelden sollte (testzentrum-osterode.de) begegne man immer wieder Menschen, die sich spontan für einen Test entschieden hätten. Es seien Spaziergänger oder auch Autofahrer, die per Zufall das Testzentrum entdecken und die Gelegenheit nutzen. „Sie entwickeln sich durchaus zu Stammkunden“, so Claudia Dohn. Zu denen gehört auch ein LKW-Fahrer, der jeden Tag kommt. Er klopfe stets spontan an, weil er aufgrund seiner weiten Touren nicht fest einplanen könne, wann der da sein werde. „Wenn er sich anmeldet, und den Termin nicht einhalten kann, dann würde er aus seiner Sicht jemand anderen den Platz wegnehmen, und das will er nicht“. 

Dass die Lasfelder Teststation auf große und positive Resonanz stoße, liegt wohl auch daran, dass alle nett und freundlich seien. Es könne durchaus auch mal geschehen, dass Bürger mit Termin vor wartenden Spontankunden getestet werden, wofür allerdings alle Verständnis zeigten. „Es  hat noch keine bösen Worte gegeben“. In der Regel herrsche gute Laune vor, und freundlichen Worten werde ebenfalls Zeit eingeräumt. Das gelte auch für die Wartezeit, welche der relativ hohe Verwaltungsaufwand doch ab und an fordere. Schließlich muss eine Einverständniserklärung zur Testung unterschrieben werden und auch dass die Daten im Ernstfall an das Gesundheitsamt weitergegeben werden dürfen.

Übrigens kamen in der Weihnachtszeit die Besucher/innen aus der gesamten Bundesrepublik und sodar aus der Schweiz und Italien. Auch an diesen Tagen seien alle entspannt und freundlich gewesen, so dass es für das Personal keine Belastung war, im Testzentrum tätig zu sein. 

Auf die Frage, wie sich denn diese Test-Teams zusammensetzen, verriet die Verwaltungshelferin Claudia Dohn folgendes: „Unser Tester-Team besteht komplett aus medizinischem Personal, das von der Medizinischen Fachangestellten über die Krankenschwester bis hin zu den Mitarbeiter/innen des Rettungsdienstes recht“. So sei mit Sicherheit eine qualifizierte Testabnahme gewährleistet. „Auch im administrativen Bereich sind wir gut besetzt. Alle übernehmen diese Aufgaben ehrenamtlich und sind mit Freude dabei“. 

An allen Tagen werden die Bürger mit Termin auch schon mal vor wartenden Spontankunden getestet, aber dafür hätten alle Verständnis, bislang  habe es jedenfalls  noch keine bösen Worte gegeben. Ganz im Gegenteil, in der Regel seien alle immer gut gelaunt und hätten Zeit für ein freundliches Wort. 

Claudia Dittmar, einer der Projektleiter/innen des Testzentrums gab allerdings zu bedenken, dass die Betreibung dieser  Einrichtung auf Zeit wirtschaftlich aufgestellt sein muss.  So werden beispielsweise nur ausnahmslos Tests eingesetzt, die vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) zugelassen sind. „Diese Tests haben eine 98 prozentige Sicherheit und gehören zu den hochwertigsten Produkten auf dem Markt“.

Die Teststation bleibt zumindest bis Ende Januar geöffnet. „Wir werden die Nachfrage an Testterminen sehr genau im Auge behalten und entsprechend darauf reagieren“, so Claudia Dittmar. „Denn mit dem Testzentrum im DRK-Kreisverband können wir sehr flexibel auf den Bedarf reagieren, weil es im eigenen Haus ist“. Und schließlich  habe sich zwischen den Kollegen und Kolleginnen mehrerer Genrationen und aus den unterschiedlichsten Bereichen sehr schnell ein toller Teamgeist entwickelt, der sich auch auf die Besucher auswirke. „Letztendlich hat es noch keiner bereut, sich für den Standort Lasfelde entschieden zu haben“.


 

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Claudia Dohn, Daniela Wedekind und Claudia Dittmar (v. li. n. re.) und alle ihre Kollegen sowie Kolleginnen sind mit Leib und Seele in der DRK-Teststation Lasfelde im Einsatz

 

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