Regionales / LK Göttingen

18.12.2021

Bund fördert Sanierung des Cheltenhamparks mit drei Millionen Euro


...Stadt Göttingen

Die Bundesregierung fördert die Sanierung des Cheltenhamparks mit drei Millionen Euro. Der Förderbescheid aus Berlin vom Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ist eingetroffen. Die Mittel fließen für die „Aufwertung des Cheltenhamparks unter Berücksichtigung und Förderung der Klimaanpassungsfunktion, der biologischen Vielfalt, der Naherholung und der Umweltbildung“.

Die Stadt Göttingen hatte sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ beworben. Es fördert vor allem Maßnahmen, die auf eine nachhaltige Gestaltung im Sinne des Klimaschutzes und der Artenvielfalt ausgerichtet sind.

Wichtige Funktion für das Stadtklima

Der Cheltenhampark stellt mit dem Schwänchenteich und dem angrenzenden Stadtwall eine wichtige, stadtklimatische Grünfläche im innerstädtischen Bereich dar. Die Grünflächen und Wegestrukturen sollen fachgerecht weiterentwickelt und neugestaltet werden. Dabei gilt es, die aktuell monotone Pflanzenstruktur und die Versiegelung zurückzubauen.  Die Biodiversität soll durch eine langlebige stabile Vegetation, die an Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels angepasst ist, erhöht werden. Die Räume des Parks werden neu gegliedert, so entsteht mehr Platz für soziales Miteinander. Über verschiedene Beteiligungsformate sollen Ideen von Bürger*innen und Fachleuten in den Planungsprozess einfließen.

Mehr Platz für soziales Miteinander

„Ich freue mich sehr, dass wir den in die Jahre gekommenen Cheltenhampark mit der Förderzusage durch den Bund nun als einen beliebten Alltagsort für alle Göttinger*innen aufwerten können“, erläutert Baudezernentin Claudia Baumgartner, „zugleich können wir angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel eine innerstädtische Parkanlage zukunftsfähig machen. Der Cheltenhampark mit dem Stadtwall übernimmt eine bedeutende Funktion als kaltluftliefernde Fläche.“ Das Bundesinstitut BBSR gibt vor, dass die Maßnahmen für eine Förderung bis Ende 2024 umgesetzt sein müssen, fügt die Baudezernentin hinzu: „Das Arbeitspensum zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Förderprogramm ist hoch und gemessen an der Zeitschiene sehr eng.“

Maßnahmen für Jung und Alt

Als Maßnahmen und Konzepte sind vorgesehen: Auf Basis eines Gutachtens und eines Konzeptes soll die Gewässerqualität des Schwänchenteichs unter Verzicht auf technische Lösungen nachhaltig verbessert werden. Dafür gilt es, die Zufuhr von Regenwasser, den Durchfluss und die Ufergestaltung zu untersuchen und daraus eine Planung zu entwickeln. Mit Blick auf die Klimaanpassung sind sowohl Starkregenvorsorge als auch Abkühlung und Biodiversität zu berücksichtigen. Das Gesamtkonzept zur Aufwertung und Gestaltung des Cheltenhamparks soll Räume für Jung und Alt schaffen, dazu gehören ein Naturspielplatz und geeignete Aufenthaltsangebote für Jugendliche. Im Rahmen des Gesamtkonzepts werden außerdem im Norden um die Übergänge zum Albaniplatzes mit dem Wallschluss sowie im Süden um die Öffnung des Parks und die Umgestaltung eines Teils des Parkplatzes am Rosengarten planerisch geprüft. Der asphaltierte Radweg soll rückgebaut und durch eine wassergebundene Wegedecke ersetzt werden, auch zur Entlastung des Wurzelraums der Bäume. Der Bau eines neuen Radweges über den Schildweg ist nicht Teil des Förderantrags.

Bürgerbeteiligung zu verschiedenen Themen

Im kommenden Jahr 2022 können sich die Bürger*innen in pandemiegerechten Beteiligungsformaten zu den Themen Gesamtgestaltungskonzept, Spielplatzgestaltung, Biodiversität im Park, Umweltbildung und soziales Miteinander äußern. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Planungswettbewerbe. Die Planungen selbst sind dann für 2022 anberaumt. Als erste Maßnahme ist die Ertüchtigung der Mauer des denkmalgeschützten Schwänchenteichs 2022 und 2023 vorgesehen, die übrigen Leistungen folgen 2023 und 2024.

Eigenanteil der Stadt

Der Rat der Stadt Göttingen hatte in seiner Sitzung vom 17. September 2021 bereits mehrheitlich genehmigt, dass zur Finanzierung des für die Förderung erforderlichen städtischen Eigenanteils ein Betrag in Höhe von 330.000 Euro zuzüglich der Beauftragung eines Begleitbüros (in Höhe von 100.000 Euro) für einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb und die Bürgerbeteiligung bereitgestellt wird.

 

Um die folgenden Bilder vergrößern zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein Eseltreiber-Abo haben:








 

Anzeige