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02.12.2021

Die Grundschule Förste hat jetzt einen eigenen Wald.


Imke Schuster (v. li.) und Emmelie Geile (vo. Re.) freuen sich ebenso über den Umschlag von Regina Greger (Mi.) und Jan Hennecke (li.) wie Emma Dernedde (r.) und Schulleiterin Elisabeth Müller

von Petra Bordfeld

Wer von dem Schulhof der Grundschule Sösetal in Förste über den Durchgang auf den Sportplatz gelangen möchte, kann jetzt ein kleines Wäldchen „durchqueren, das elf Viertklässler/innen dieser Schule mit passender Farbe und Fantasie an der Wand haben wachsen lassen. Und an den Seitenwänden sind zudem Spuren von den Waldtieren zu sehen.

Die Idee dazu hatten allerdings Imke Schuster, Emma Dernedde und Emmelie Geile, die das  Tillmann-Riemenschneider-Gymnasium in Osterode besuchen. Bei einer Projektarbeit der 13. Klasse im Seminarfach „Gesellschaft und Werte“ erzählte Imke, dass ihr Freund Silas, der beim SV Förste kickt, ihr während eines Punkspiels die Graffitis gezeigt hatte, welche die Fläche, vor dem Entstehen des Waldes "zierten".  Und er war nicht besonders glücklich mit diesen Graffitis. „Vandalismus ist unschön, vor allem da er keinen guten Eindruck für die Grundschule oder für den Verein hinterlässt“.

Imke äußerte die Idee, dass die Wände neu gestrichen und folglich während eines Brainstormings im Unterricht mit den Grundschülern gestaltet werden könnten. Der SV Förste äußerte in dem Zusammenhang übrigens den Wunsch, den Kabinentrakt in Vereinsfarben zu streichen. 

Kurzentschlossen nahmen die drei Schülerinnen Kontakt mit der Stadt und der Grundschule auf. Von Erstgenannter bekamen sie die Farbe gestellt, von der Schule das okay für das Vorhaben. Und die ViertklässlerInnen waren total begeistert davon, mitmachen zu dürfen. Bei der Abstimmung, was denn nun für ein Motiv auf die Wand gebracht werden sollte, stand der Wald an der absoluten Spitze. 

Damit die kleinen KünstlerInnen loslegen konnten, ließ die Stadt erst einmal mittels Hochdruckreiniger und Lösungsmitteln  die unschönen Graffitis entfernen. SchülerInnen des Gymnasiums weißten anschließend diese Fläche, es mischten aber auch drei freiwillige Helfer des FC Förste mit Untergrund.

Dann war der Wald-Tag gekommen und den elf SchülernInnen gelang es innerhalb von fast drei Stunden, dort einen Wald entstehen zu lassen, der zum Verweilen einlädt. Gleiches darf über die Pfotenabdrücke gesagt werden. Nicht nur Kinder blieben stehen und überlegen, wer da wohl „entlang gegangen“ sein könnte.

Zwei Ortsratsmitglieder, Regina Greger und Jan Hennecke, ließen es sich auch nicht nehmen, mal voreizuschauen und im Namen des Ortsrates ein inhaltsreiches Flachgeschenk zu überreichen.

Einen Wehrmutstropfen gab  es allerdings auch schon: Denn Schmutzfinken hatten es sich nicht nehmen lassen, den Wald und auch die Pfotenabdrücke mit Schlamm zu versehen. Schade, das Bäume und Pfoten nicht reden können.

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Zu den Tierspuren haben sich inzwischen bereits solche des gemeinen Schmierfinks gesellt.

Vielleicht war es aber auch ein Schweineigel, die Spuren dieser Spezies gleichen sich sehr.

 

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