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21.10.2021

Rat Hörden verabschiedet Samtgemeindedirektor und Bürgermeister


Die geehrten und verabschiedeten Ratsmitglieder mit dem Bürgermeister Henning Kunstin (links) und dem Samtgemeindedirektor Rolf Hellwig (dritter von links)

Ehrungen und Verabschiedungen langjähriger Ratsmitglieder standen auf der Tagesordnung des Gemeinderates Hörden

...von Herma Niemann

Die aktuelle Legislaturperiode neigt sich dem Ende und so standen Ehrungen und Verabschiedungen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Hörden. Geehrt wurde Rudi Armbrecht (SPD) für seine 20-jährige Tätigkeit im Rat und in zahlreichen Ausschüssen.

„Mit Deiner konstruktiven und kritischen Art hast Du die Gemeinde mitgestaltet“, betonte der Bürgermeister Henning Kunstin. Armbrecht sei es auch immer wichtig gewesen, sich die Probleme der Menschen anzuhören und dann nach Lösungen zu suchen. Zudem habe Armbrecht bei keiner Baubesprechung gefehlt und sein Wissen eingebracht, ergänzte Elke Kreth-Schuman. „Du hast immer ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte und wir hoffen von der SPD-Fraktion, dass wir auf Dich im Gemeinderat noch lange zählen können“. Ein Dankeschön kam auch vom Fraktionsvorsitzenden der CDU, Reiner Gropengießer: „Wir haben zusammen viel bewegt, gerade auch beim Thema Straßen, ich freue mich auf die nächsten fünf Jahre“.

In der Sitzung verabschiedet wurde der amtierende Samtgemeindebürgermeister und Samtgemeindedirektor, Rolf Hellwig. Kunstin dankte Hellwig für 15 Jahre gute Zusammenarbeit. „Mit Deiner ruhigen und sachlichen Art hast Du bei Sitzungen immer für eine entspannte Atmosphäre gesorgt“, so Kunstin „Du hattest immer ein Händchen dafür, einen Konsens und eine Lösung zu finden“. Hellwig sagte rückblickend, dass für ihn persönlich in seinem ersten Amtsjahr im Jahr 2007 das Hochwasser in Hörden ein besonders einschneidendes Erlebnis gewesen sei. Zusammen mit den verschiedenen Räten habe man den Hochwasserschutz umsetzen und auf den heutigen Stand bringen können. Für die nächste Zeit habe sich Hellwig vorgenommen, erst einmal den politischen Abstand und den Ruhestand zu genießen. „Rolf Hellwig stand für eine solide Haushaltsführung“, so Rudi Armbrecht „es hat zwar auch mal Reibung gegeben, die haben wir in Hörden aber in positive Energie umgewandelt“.

Nach 15 Jahren Ratstätigkeit, davon fünf Jahre als Bürgermeister, wurde Harald Reinhardt (SPD) verabschiedet. Berufliche und private Herausforderungen hätten ihn dazu bewegt, nicht erneut zu kandidieren, so Reinhardt. „Es war immer bemerkenswert, mit welcher Intensität Du die Themen angepackt hast und dabei immer ruhig und sachlich argumentiert hast“, so Kunstin. Die Politik sei ein komplexes Thema, dennoch sei es ihm immer wichtig gewesen, in dieser Komplexität alles auszuleuchten, sagte Reinhardt, der seiner Familie und seiner Frau Sabine für die Unterstützung dankte. „Was zählt, ist die Gemeinde und die Bürger“. Die SPD-Fraktion würde seine Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren zwar bedauern, aber akzeptieren, so Armbrecht. „Du hast Dein Mandat verantwortungsvoll ausgeübt“. Reiner Gropengießer sagte, dass man vielleicht keinen optimalen Start gehabt habe, die vergangenen fünf Jahre aber gut zusammen gearbeitet habe.

Verabschiedet wurden auch Iris Könnecker (SPD) mit drei Jahren Ratstätigkeit, wie auch Thorsten Noth (CDU) nach drei Jahren sowie Susanne Kürzel (CDU) und Mirco Reinhardt (CDU) jeweils nach fünf Jahren.

Da Henning Kunstin ab November das Amt des Samtgemeindebürgermeisters übernehmen wird, wurde er in der Sitzung als Bürgermeister der Gemeinde Hörden verabschiedet und gleichzeitig auch für zehn Jahre Grabungstätigkeit geehrt. „Wir verlieren einen guten Bürgermeister“, betonte Armbrecht, der Kunstin alles Gute für das neue Amt wünschte. Kunstin bedankte sich für die gute, konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit. „Ich würde mir wünschen, dass wir weiter gut zusammenarbeiten sowie kritisch und konstruktiv, aber im fairen Umgang“.

Auf die Frage eines Einwohners zum aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten am Ehrenmal auf dem Samtgemeindefriedhof in Hörden, antwortete Rudi Armbrecht, dass inzwischen die Bäume entfernt und das Ehrenmal freigestellt worden sei. Das Ehrenmal selbst sei von Schmutz und Moos befreit. Einige Rabatten seien schon angelegt und Bänke umgesetzt.

In seinem Bericht erwähnte Kunstin, dass inzwischen 33 Prozent der Hördener Bevölkerung ihr Interesse an einem Glasfaser-Anschluss bekundet hätten. Bis Ende Oktober laufe die Frist zur Interessenbekundung. „Ich habe die Hoffnung, dass wir die benötigten 40 Prozent bis dahin noch erreichen“, so Kunstin. Weiter konnte der Bürgermeister berichten, dass die Dorferneuerungsmaßnahme am Edelmannsberg fertig gestellt sei. Die Steine wurden ersetzt sowie eine neue Bank und ein Mülleimer aufgestellt. „Das Ergebnis ist sehr gut geworden und wird von der Bevölkerung gut angenommen“. Rolf Hellwig nutzte bei der Sitzung auch die Gelegenheit, den Wahlleiter und die zahlreichen Wahlhelfer zu loben. Man habe den Medien entnehmen können, was alles schief gehen könne, auch angesichts der fünf Stimmzettel bei der Kommunalwahl, so Hellwig, in der Samtgemeinde Hattorf habe es keinerlei Vorkommnisse gegeben.

In der Einwohnerfragestunde berichtete ein Einwohner, der im direkten Umfeld der Bücherzelle wohnt, dass manche Einwohner diese anscheinend als Entsorgungsplatz für ihre alten Bücher nutzen würden. „Ich habe darin schon Pornos und nicht jugendfreie Computerspiele gefunden und entsorgt“. Alle paar Tage müsste in der Bücherzelle nach dem Rechten geschaut werden, was er, vielleicht auch noch mit anderen, gerne weiter machen würden. Hier bedürfe es aber einer Regelung, wie man mit Büchern, die dort nichts zu suchen hätten, umgehen solle und wo diese entsorgt werden können. Es sollen auch schon Straßenkarten, Atlanten und Kriegsbücher in der Bücherzelle gelandet sein.

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Rolf Hellwig (links) und Henning Kunstin bei der letzten Ratssitzung in Hörden

 

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