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20.09.2021

Fairer Handel muss noch warten


Johanna Friedlein und Frau Kuttner

Weltladen in Osterode schließt vorerst seine Türen

...KKHL  Christian Dolle

Der Weltladen in Osterode hat vorerst seine Türen geschlossen. Ob und in welcher Form es weitergehen könnte, ist derzeit noch nicht klar, auch wenn der Wunsch auf eine Fortsetzung des Projekts eindeutig besteht. „Es ist im Moment eine Nummer zu groß“, sagt Pastorin Johanna Friedlein, die den Laden mit fair gehandelten Produkten noch lange nicht abgeschrieben hat.

Begonnen hat alles mit einer Hütte auf dem Osteroder Weihnachtsmarkt im Jahr 2019, erläutert sie. Fair gehandelte Produkte, zum einen aus Überzeugung für die Produkte selbst, zum anderen auch, um auf Problematiken des globalen Handels aufmerksam zu machen und etwas entgegenzusetzen. Diese Idee sollte nach dem Weihnachtsmarkt weiterverfolgt werden, einige der Initiatoren nahmen sich fest vor, mehr daraus zu machen. Auch und vor allem, weil der Zuspruch der Kunden sehr gut war.

Dankenswerterweise wurde ein Vermieter auf dem Kornmarkt gefunden, der überzeugt ist, dass leere Ladenflächen und leere Schaufenster auch genutzt werden können, gerade für solche Projekte. Dementsprechend wurde der Laden für einige Zeit ohne Miete überlassen, in erster Linie, um den Weltladen zu unterstützen, aber natürlich auch, weil sowas ein Weg sein kann, potenzielle Mieter auf die Räumlichkeiten aufmerksam zu machen. 

Eigentlich schon zu Ostern lief die Kooperation aus, als Dauereinrichtung war es in dieser Form nie gedacht, so Friedlein, so dass schon lange überlegt wird, wie es weitergehen kann. Die Corona-Pandemie macht Planungen nicht eben leichter, doch es gibt ja keinen Zeitdruck. Daher wurde der Schlüssel erst einmal wieder an Frau Kuttner als Vertreterin des Vermieters übergeben und es wird sich zeigen, wann und wo der Weltladen seine Türen vielleicht wieder öffnen kann. 

 

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