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17.09.2021

Sankt Marien - Tag des offenen Denkmals


Ein Rückblick von Uta Herrmann

Seit vielen Jahren gehört der Tag des offenen Denkmals am zweiten Wochenende im September zum Jahresprogramm der Mariengemeinde. Ein ganzer Tag wird einem großen Thema gewidmet. Eingebettet in ein zwangloses Miteinander im Kirchgarten und in der Kirche, kann es von verschiedenen Seiten beleuchtet werden kann. Sachkundige Informationen, Gespräche und Gastlichkeit sollen diesen Tag prägen . Das ist das Anliegen der gastgebenden Gemeinde.

 

Das diesjährige Programm war in besonderer Weise auf Kinder und Erwachsene ausgerichtet. Es bot zwei Schwerpunkte, die in den Sommerwochen zuvor mit Kindern vorbereitet worden waren. Die Ergebnisse konnten dann am Tag des offenen Denkmals präsentiert werden.

Das Sommerprojekt der Stadtgemeinden zum Thema „Lebendiges Wasser – ein kostbares Gut“ fand an diesem Tag seinen Abschluss: Eine vom Juli an gewachsene Dokumentation über das Osteroder Wasser. Besucher des tagsüber zugänglichen Kirchgartens fanden an der Kirchenwand Informationen über die durch das Wasser geprägte Geschichte Osterodes. Es waren die im Wesentlichen von Heike Grobis vom Heimat- und Geschichtsverein zusammengestellten Ergebnisse ausführlicher Recherchen. Es war schade, dass der Kurzvortrag von Frau Grobis wegen des regnerischen Wetters ausfallen musste. Das Gleiche galt für den Bericht von Uta Herrmann über das mit Kindern der Grundschule am Jacobitor durchgeführte Schulprojekt. Das wird an dieser Stelle schriftlich nachgeholt.

  • Es begann noch vor den Sommerferien mit Unterrichtsgängen, um die Landschaft, in die Osterode einst hineingebaut wurde, bewusst wahrzunehmen: Die schützenden Berge und das Tal dazwischen, die Flüsse, vom Wasser des Harzes gespeist, die Ausrichtung von Ost nach West.

  • Es folgte das genaue Betrachten der Fachwerkhäuser aus heimischem Baumaterial erstellt, der Mauern aus Flusssteinen errichtet und der Wachtürme, die man hier und da noch finden konnte. Wir freuten uns über das „durchsichtige“ Haus hinter der Stadtbibliothek ebenso, wie über herausgefallenen Putz aus dem Gefach eines Hauses, so dass man das alte Weidengeflecht und daneben auch Gipsfüllung entdecken konnte.

  • Anschließend wurden in der Schule aus Holzklötzen Häuser gebaut, mit weißem Papier bezogen und so bemalt, wie sich die Kinder das Fachwerk vorstellten. Fenster, Türen und Toreinfahrten waren genauso wichtig, wie die roten Dächer mit den aufgemalten Dachziegeln.

  • Höhepunkte dieser Unterrichtseinheit waren dann „Stadtbautage“ im Kirchgarten, an denen die Kinder ihre kleine Stadt in die auf den Platten im Kirchgarten aufgemalte Landschaft einfügten.

Drei Kinder hatten im Rahmen des Ferienpasses in Sankt Marien die „Ausbildung zum KinderKirchenFührer“ absolviert und konnten nun in ihrem ersten Einsatz den Eltern und weiteren Gästen gemeinsam berichten: Alter, Größe, Baumaterial und Gestaltung des Kirchengebäudes waren ebenso parat wie die Innengestaltung der Kirche mit ihrer Bedeutung. Altar, Kanzel, Orgel und Grabsteine aus verschiedenen Jahrhunderten gehören zur Geschichte der Menschen im Mariendorf vor der Stadt.

Es erforderte Mut und Konzentration, vor vielen Leuten zu sprechen. Zur Anerkennung wurden ihnen Urkunden überreicht.

Die Gespräche mit Gästen aus der Stadt, dem Umland oder von weiter her bereicherten diesen Tag. Es gab Besucher, die lange blieben und besonders am Nachmittag die Atmosphäre des Kirchgartens und die Gastlichkeit der Gemeinde genossen. Andere freuten sich auf die kompetenten Informationen über den Altar und die Barockorgel. Das intensive Nachfragen und Antworten war so etwas wie ein Geben und Nehmen, das gut tat.

Die Veranstalter sind dankbar für diesen Tag der Begegnung. Kirche und Kirchgarten waren mit Leben erfüllt.

Kirche und Kirchgarten waren den ganzen Tag offen für Ruhe, Spiel und Information. Im Rahmen der Sammelaktion für die Restaurierung der Kirchgartenmauer werden bemalte Steine und eine kleine Stärkung angeboten.





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Uta Herrmann





Gisela Krantz


 

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