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09.08.2021

Anstrengendes Corona-Kindergartenjahr geht zu Ende


Polizeioberkommissar Marco Wode erklärte den Kindergartenkindern, wie wichtig es ist, zu wissen, wo man wohnt

Das DRK-Kindergarten-Team ist froh, dass es den Vorschulkindern einen schönen Abschluss bereiten konnte

...von Herma Niemann

Endlich wieder Ausflüge, endlich wieder mit den Kindern und Eltern feiern. Das soziale Miteinander hat unter den Lockdowns der Corona-Krise sehr gelitten. Das können auch die Mitarbeiterinnen des DRK-Kindergartens in Windhausen bestätigen. „Im zurückliegenden Jahr waren durch die Hygiene- und Abstandsregelungen nur Gespräche zwischen Tür und Angel mit den Eltern möglich“, so die Kindergartenleiterin Yvonne Harenberg.

Es sei eine personelle Herausforderung gewesen, da die Gruppen eine zeit lang nicht gemischt werden durften. Zudem habe man lange nur die Notbetreuung gehabt, seit März laufe es einigermaßen wieder normal. Die Hygieneregeln und auch das regelmäßige Lüften habe man dennoch gut einhalten können. Und auch die Kinder hätten schnell das konsequente Händewaschen verinnerlicht. Um so schöner war es aber , dass vor kurzem aufgrund der sinkenden Inzidenzzahlen eine Abschlussfeier für die künftigen Grundschüler begangen werden konnte.

Der gemeinsame Tag in der Wald-Vogelstation Osterode sei ein langersehntes Erlebnis gewesen, so die Erzieherin Nadine Schmidt, was noch durch ein Abendessen in einem Schnellrestaurant getoppt werden konnte. Am Abend waren auch die Eltern der künftigen sechs ABC-Schützen eingeladen, zu lockeren Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein mit Fingerfood. „Die Eltern wollen sich auch mal austauschen“, so Harenberg „wir hoffen alle, dass es nicht wieder zu mehr Beschränkungen kommt“.

Auch waren wieder Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen möglich. Sie nahmen Mitte Juli an der Fortbildung zum Thema „Alltagsbasierte Sprachbildung“ statt. Die Referentin war Heike Schirmer von der Volkshochschule Göttingen-Osterode. Auf die bereits durch andere Weiterbildungen erworbenen Kenntnisse der Erzieherinnen, baute die Referentin weiter auf das Thema der Partizipation im Kindergarten auf. Wichtigster Inhalt: Kinder sollten so früh wie möglich da, wo es möglich ist, in die Ereignisse und Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden.

In Kindertageseinrichtungen erleben Kinder in der Regel das erste Mal außerhalb der Familie, wie eine Gemeinschaft zwischen Kindern und Erwachsenen geregelt ist, wie Entscheidungen gefällt werden und welchen Einfluss sie auf diese Prozesse haben. Kinder erleben, ob alle Entscheidungen von anderen gefällt werden oder ob ihre Stimme selbst gehört wird und ob sie Einfluss auf die Gestaltung des unmittelbaren Alltags in der Einrichtung haben. Kinder von Beginn an aktiv zu beteiligen, bedeutet, sie als vollwertige und kompetente Menschen anzuerkennen.

Ein toller Tag für die Kinder sei auch der gewesen, an dem der Polizeioberkommissar Marco Wode vom Polizeikommissariat Osterode dort zu Gast.
Wode ist für die Bereiche Bad Grund, Herzberg, Hattorf und Osterode als Kontaktbeamter und für Präventionsarbeit zuständig. Im Stuhlkreis bat der Polizeibeamte die Kinder, sich mit Namen und Adresse vorzustellen, was die meisten Kinder auch gut konnten. Für alle anderen gab es von Wode die Hausaufgabe, die eigene Adresse und den Namen der Eltern zu lernen, so dass man diese im Notfall erreichen kann. Wie Wode den Kindern erklärte, kann es nämlich passieren, dass man im Einkaufszentrum oder bei einen Fest seine Eltern verliert. Und dann sei es wichtig zu wissen, wo man wohne und an wen man sich in einem solchen Fall wenden solle. Im Einkaufszentrum könne man sich an einen Verkäufer wenden – oder, was man noch machen könne, sei die Polizei anzurufen. Am Ende freuten sich die Kinder, dass sie sich in das Polizeiauto setzen durften. Auch das Blaulicht sowie das Martinshorn wurden einmal kurz eingeschaltet. Es war ein gelungener Vormittag, bei dem die Kinder mit Spaß und auf spielerische Weise dazu gelernt haben.

Ab Anfang September freut sich das Team nun auf das neue Kindergartenjahr „Auf der einen Seite verabschieden wir die Großen und besuchen ihre Einschulung und auf der anderen Seite bekommen wir neue Kindergartenkinder, denen wir dann beim Eingewöhnen helfen“, freut sich Harenberg.

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Die künftigen Grundschüler beim Besuch der Osteroder Wald-Vogelstation

 

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