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17.07.2021

Grundschüler lernen richtiges Verhalten beim Fahren mit Bus und Bahn


Bei Rot stehen bleiben: In der Turnhalle informierte die ADAC Stiftung über das richtige Verhalten beim Überqueren von Straßen

An der Grundschule Gittelde fanden Verkehrstage mit der Polizei, der VSN, der ADAC Stiftung und der Bundespolizei statt

...von Herma Niemann

Wenn die Kinder zur Grundschule kommen, werden sie zu aktiven Teilnehmern des Verkehrs. Das birgt allerdings für diese jungen Menschen natürlich auch viele Gefahren, da sie noch nicht viele Erfahrungen gemacht haben. Um leichten und schweren Unfällen von Anfang an entgegen zu wirken, hat die Polizei ein Präventionsangebot, dass sich an Grundschul-, aber auch Kindergartenkinder richtet, um sie für mögliche Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Aus diesem Grund waren der Polizeioberkommissar, Marco Wode, vom Polizeikommissariat Osterode, die Bundespolizei Duderstadt, die ADAC Stiftung und der Betriebsleiter Marco Tammen der Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen (VSN) am Dienstag und Mittwoch vor Ort in der Grundschule Gittelde. Da vor dem Grundschulgebäude für die beiden Busse nur wenig Platz war, durften die VSN und die Polizei zu Demonstrationszwecken ganz spontan auf das Gelände des Baubetriebshofs der Gemeinde Bad Grund am Gittelder Bahnhof ausweichen. Dort erklärte Marco Wode zusammen mit dem Busfahrer Reinhard Ahlborn die Gefahren des Toten Winkels. „Der Tote Winkel, es gibt ihn wirklich“, so Wode zu den Kindern.

Um zu zeigen, wie gefährlich es ist, sich in diesem Toten Winkel aufzuhalten, hatte Wode ein großes grünes Dreieck aus Plastikplane dabei, auf das sich die Kinder stellen sollten. Jeweils ein Schüler durfte zum Busfahrer in das Führerhaus, um zu sehen.....dass man eben nichts sieht. Dort wurde den Schülern auch erklärt, dass man niemals nach dem Aussteigen vor, sondern immer hinter dem Bus die Straße überqueren solle. „Der Busfahrer sitzt hoch und kann Euch von dort aus vor dem Bus nicht sehen“, so Wode. Erklärt wurde auch, dass ein Bus beim Ein- und Ausfahren aus einer Bushaltestelle immer mit der Front über die Bordsteinkante komme. In einem anderem Bus erklärten die Busfahrer Bernd Klapproth und Lars Becker, wie man sich beim Fahren mit dem Bus verhalten soll. Wenn nicht genügend Sitzplätze für alle vorhanden sind, müsse man stehen, müsse sich dann aber auch an den Stangen und Griffen festhalten. Beides seien jedoch keine Turngeräte. Ebenso kam der Stoffbär Bruno zum Einsatz. Dieser zeigte eindrucksvoll, was beim starken Abbremsen passiert. „Bruno hat dann Kopfschmerzen, Ihr habt dann aber vielleicht einen Arm, ein Beim oder noch mehr gebrochen und müsst ins Krankenhaus“, so Klapproth.

„Bei Rot bleib ich stehen, bei Grün darf ich gehen“. In der Turnhalle informierte Klaus Ulbricht von der ASAC Stiftung über die Gefahren beim Überqueren einer Straße, mit Unterstützung des Maskottchens der Stiftung, dem Adacus. Anhand von Bildern sollten die Kinder zum Beispiel eigenständig erkennen, was in der abgebildeten Szene nicht richtig ist. Ulbricht erklärte auch warum es wichtig ist, beim Fahrradfahren immer einen Helm zu tragen. „Wenn der Helm kaputt ist, kann man sich einen neuen kaufen“, so der ehemalige Polizeibeamte „wenn der Kopf kaputt ist, geht das nicht“. Im Medienraum der Grundschule berichtete die Bundespolizei Duderstadt über das richtige Verhalten an Bus- und Bahnhaltepunkten, zum Beispiel, dass man nicht zu dicht an die Gleise gehen soll und auf gar keinen Fall unbeschrankte Gleise betreten darf. „Wir Kollegen haben alle schon Unfälle mit Kindern aufgenommen, es gibt nicht Schlimmeres“, so Wode.

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Fotos Herma Niemann
 

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Einmal zum Busfahrer in das Führerhaus: Von hier aus konnten die Kinder den Toten Winkel kennen lernen


Bei einem Bremstest erfuhren die Kinder, wie schnell man sich verletzen kann, wenn man nicht angeschnallt ist oder sich nicht richtig festhält. Bruno der Bär musste dafür herhalten

Die Bundespolizei Duderstadt informierte über die Gefahren beim Fahren mit Bus und Bahn

Auf dem Gelände des Baubetriebshofs lernten die Grundschüler mit dem Polizeioberkommissar Marco Wode die Gefahren des Toten Winkels kennen

 

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