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06.07.2021

Informationsveranstaltung zur Stauniederlegung am Dorster Sösewehr


Wie abgängig das Dorste Sösewehr ist, macht diese Foto deutlich

von Petra Bordfeld

Ein Schreiben des Landkreises Göttingen an die Anlieger, Eigentümer und Träger öffentlicher Belange des Dorster Mühlengrabens sorgte schon  im Juni für eine gewisse Unruhe in der Einwohnerschaft. Denn in diesem Schreiben wurde über einen Antrag des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit mit der Beseitigung des Dorster Sösewehres und der damit einhergehenden Trockenlegung des Dorster Mühlengrabens unterrichtet. 

Dazu wurden Befürchtungen laut, dass der Mühlengraben ohne einen Wasserabschlag von der Söse zu einer Kloake verkommt und auch die Löschwasserversorgung in der Ortslage nicht mehr sichergestellt ist. 
Auf Einladung der Stadt Osterode  erschienen jetzt beiEinhaltung der Corona bedingten Vorgaben, erschienen auf Einladung die benachrichtigten Personen zahlreich zu einer Informationsveranstaltung auf dem alten Dorster Sportplatz. Weiterhin Auch die Mitglieder des Dorster Ortsrates und Ortsbürgermeisterin Helga Klages waren zugegen. 

Die von der Maßnahme betroffenen Behörden wurden durch Edith Büscher-Wenst und Torsten Knoblauch (Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz - NLWKN), Thomas Schnell (Wasserbehörde des Landkreises Göttingen) sowie Dr. Hans-Hermann Arzbach (Dezernat Binnenfischerei des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit LAVES) vertreten. 

Die vorgetragenen Bedenken und Fragen der Anlieger zu dem Projekt wurden von Seiten der Fachbehörden kompetent beantwortet und sachlich diskutiert. 

Während die eigentliche Stauniederlegung am Dorster Sösewehr wohl erst in einigen Jahren vollzogen wird, sagten die Vertreter des NLWKN die Umsetzung einer kurzfristigen Absicherung der risikobehafteten Anlage nach deren Übernahme zu. Es wurde auch deutlich, dass mit einer Beseitigung der Stauvorrichtung der Gewässerlauf der Söse erheblich aufgewertet wird, auch wenn damit ein Wasserabschlag in den Dorster Mühlengraben künftig entfällt. Die Unterhaltung des Mühlengrabens sowie die Sicherstellung der Löschwasserversorgung werden im Rahmen der Planungen zwischen dem NLWKN und der Stadt Osterode abgestimmt. 

Um jedoch das Areal der abgängigen Wasserkraftanlage kurzfristig vor unbefugtem Zutritt und der Gefährdung von Leib und Leben zu sichern, ist eine zeitnahe Rückmeldung der angeschriebenen Anlieger, Eigentümer und Träger öffentlicher Belange an die Wasserbehörde des Landkreises Göttingen erforderlich.

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