Panorama / Ausflugsziele

10.07.2021

Auf den Spuren von Luchs und Wolf im Karst des Hainholzes


Die Teilnehmer der Sonntagswanderung durch das Gipskarstgebiet Hainholz

Eine Sonntagswanderung in der Gipskarstlandschaft bei Schwiegershausen

von Corina Bialek

Am vergangenen Sonntag erinnerte mich unser eigener Veranstaltungskalender daran, dass eine Sonntagswanderung auf dem Karstwanderweg stattfinden sollte. Es lag nichts anderes an, die Sonne schien und sollte das auch noch bis zum späten Nachmittag tun, also macht ich mich kurzentschlossen auf, an der Wanderung teilzunehmen. Das stand ohnehin schon immer auf meiner Agenda.

Als ich am Parkplatz zum Beierstein eintraf, waren bereits die meisten Teilnehmer eingetroffen und nachdem sich alle in die üblichen Corona-Teilnehmerliste eingetragen hatten ginge es auch schon los. Dr. Karl Schumann Vorsitzender der Jägerschaft Hörden und ehem. stellvertretender Leiter des Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrums in Münchehof führte die Rundwanderung am Krücker im Naturschutzgebiet Hainholz bei Düna zum Thema „Luchs, Wolf und andere Raubtiere im Karst“.

Nach der ersten Steigung gab es erst einmal im Schatten des Waldes einige Infos zu den großen und kleinen Raubtieren im Hainholz, wie Iltis, Dachs, Marder und Wildkatze, die hier heimisch sind. Das besondere Interesse der Wanderer galt aber dem Luchs, der dieses Gebiet regelmäßig durchstreift und Rehe jagd. Auch der Wolf wurde hier schon gesichtet. Während unsere Wanderung zeigten sich zwar weder Luchs noch Wolf, was aber auch daran gelegen haben mag, dass wir nicht gerade auf leisen Sohlen unterwegs waren. ;-)  Aber die Fährten von Wildschweinen und Rehen waren am Waldrand auszumachen. Wobei ich gestehen muss - Fährtenlesen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen.

Blick auf den Rötzel und Osterode (klick ins Bild zum Vergrößern)

Das tat der Sache aber keinen Abbruch, nach drei Stunden „Waldbaden“ waren wir äußerst entspannt, die Laune bestens und die Speicherkarte meiner Kamera gut gefüllt. Die Natur im Hainholz bietet aber auch Motive ohne Ende. Ein lautes Grummeln forderte uns dann allerdings auf etwas schneller auszuschreiten, denn es zogen dunkle Wolken auf. Ein Abstecher zu den kleinen Tümpeln des Life Projekt Bovar des NABU musste aber doch noch sein, was zur Folge hatte das wir auf den letzten Metern noch richtig nass wurden. Aber sei's drum, man ist ja nicht aus Zucker.

Wenn Sie also an einem Sonntag, nicht wissen was sie machen sollen, so seien Ihnen die Sonntagswanderungen auf dem Karstwanderweg ans Herz gelegt. Tolle Natur, nette Mitwander*innen und man erfährt auch noch viel Wissenswertes über Flora und Fauna. Ich für meinen Teil kann sagen, es wird nicht meine letzte gewesen sein.


Dr. Karl Schumann führte die Wanderung

Manche Wege entstehen scheinbar von allein

wieder auf dem Karstwanderweg



Kleine Gewässer für gefährdete Amphibien

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Dinkelähre









Ausgebrochene Krone einer Buche

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Roter Klee

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Acker-Witwenblume


Wiesenflockenblume





Distel



Die neue Ruhebank am Weg wurde gleich getestet

 

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