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21.06.2021

Der Meierhof zu Hattorf strahlt bald in neuem Glanz


Die neue Fluchttreppe

von Petra Bordfeld

Wer sich dem Dorfmuseum Meierhof in Hattorf nähert, der hört neben den Klängen der unterschiedlichsten Werkzeuge auch die von Stolz und Zufriedenheit geprägten Stimmen. Denn nach der langen Corona-Auszeit sind die Renovierungsarbeiten wieder voll durchgestartet – ohne dabei die erforderlichen Vorschriften zu vergessen.

Wer mal einen Blick in das rund 900 m² umfassende alte Bauernhaus wagt, dürfte sich erst einmal die Augen reiben. Denn in dem über 300 Jahre alten Gemäuer hat sich vieles geändert, weil insbesondere die Brandschutz- und Fluchtwege-Auflagen das erforderlich gemacht haben. 

Da ist beispielsweise eine Fluchttreppe aus Stahl nicht zu übersehen, welche im Notfall einen Weg aus dem ersten Stock in das Freigelände sichert. An den Außenbereichen der Stufen sind nicht nur zur Deko alte, gut erhaltene Küchenutensilien zu sehen. „Wir wollen nicht, dass sich jemand an den Kanten den Kopf stößt, auch keine Dickköpfe“, so die erste Vorsitzende des „Dorfmuseum Meierhof – Verein für Plattdeutsch und Dorfgeschichte Hattorf am Harz e.V.“, Inge Köhler.

Wer nicht über diese Treppe in den ersten Stock gelangen möchte, der darf die ebenso neue aus Eiche bestehende Treppe nutzen, die mit der größten Summe aus dem LEADER-Projekt gebaut wurde und auch auf den Boden führt. Übrigens sind die unzähligen Stufen aus Brandschutzgründen nicht nur dicker und breiter als ihre Vorgängerinnen, sondern auch an einem ganz anderen Platz mit einem komplett brandschutzgesicherten neuen Treppenhaus zu einer Treppe zusammengefügt worden. Denn die alte Treppe war zwar noch intakt, entsprach aber nicht mehr den aktuellen Forderungen.

Im ersten Stockwerk sind schon vier Räume so fertig gestellt, dass sie darauf warten, mit antiken Möbeln bestückt zu werden. Wer sich den Fußboden beschaut könnte meinen, dass neue Dielen verlegt wurden. Doch das stimmt nicht. Es ist der Fußboden, der mit dem Haus alt geworden ist. Ein Fachmann ließ ihn allerdings in neuem Glanz erstrahlen. An dieser Stelle möchte der Verein einmal Danke sagen an die Firmen, die einen Mitarbeiter zur Verfügung stellten, der Firmenchef selbst Hand angelegt hat oder mit Rat zur Seite stand. 

Mittels Geduld und Bürste wurde auch das alte Fachwerk in den Räumen herausgeputzt. Nur ein Ständer fällt dort auf, denn er weist helles Holz auf. Das liegt daran, dass er eingezogen wurde, nachdem die an der Stelle befindliche Mauer herausgebrochen worden war.

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Das neue Treppenhaus im Meierhof

Kabelsalat doch der Fachmann weiß die einzelnen Strippen zuzuortnen

Die eingerüstete Nordseite des Meierhofs

Hier werden die Toiletten untergebracht

 

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