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16.06.2021

SPD-Ortsverein Hattorf wählte seine Kandidaten


In der Mehrzweckhalle in Hörden führte der SPD-Ortsverein Hattorf seine Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl im September durch

Rolf Hellwig wurde bei der Aufstellungsversammlung als Kandidat für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters nominiert/Weitere 28 Namen stehen auf den Listen für die Räte

...von Herma Niemann

Mit 34 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurde Rolf Hellwig bei der Aufstellungsversammlung des SPD-Ortsvereins Hattorf als Kandidat für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters nominiert. Die Versammlung fand unter den gültigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen am vergangenen Samstag in der Mehrzweckhalle in Hörden statt. Hellwig dankte für das Vertrauensvotum.

Die Politik zusammen mit der SPD sei in den vergangenen Jahren nachhaltig gewesen, denn man habe ein Defizit von mehr als vier Mio Euro abgebaut und stünde heute ohne Altfehlbeträge da. „Gleichzeitig haben wir mehr als neun Mio Euro investiert, in die Erhaltung unserer Straßen, in Gebäude, in Fahrzeuge. Dabei haben wir auch auf die Reduzierung von CO2 und auf den Energieverbrauch geachtet“, so Hellwig. Die Politik sei aber auch solidarisch gewesen, indem man innerhalb der Samtgemeinde die schwächeren Mitglieder gemeinsam stütze. In der kommenden Wahlperiode stünde unter anderem die Beseitigung des Brandschadens bei der Feuerwehr Wulften an und andererseits die gesetzlich auferlegte Verpflichtung zur Einführung einer Ganztagsgrundschule.

Für die Wahl des Samtgemeinderates sowie für die Räte Hörden, Hattorf und Wulften stehen 28 Kandidaten auf den Listen zur Kommunalwahl am 12. September. In diesem Jahr wird es zum ersten Mal seit vielen Jahren keine SPD-Kandidaten für den Rat von Elbingerode geben. 13 der 28 Kandidaten, die Ambitionen auf einen Sitz im Samtgemeinderat oder in den Räten haben, sind unter 50 Jahren und wollen sich zum ersten Mal politisch engagieren.

Für den Samtgemeinderat treten in folgender Reihenfolge an: Georg Wipke, Sascha Reuter, Elke Kreth-Schumann, Daniel Kaiser, Wolfgang Wills, Kevin Herb, Peter Lakemann, Ralph Beushausen, Rudi Armbrecht, Klaus Hartwig, Mario Harenberg, Peter Beußhausen, Ewa-Maria Saade-Simic, Henning Kruse und Frank Kaiser. Für den Hördener Rat kandidieren Elke Kreth-Schumann, Rudi Armbrecht, Ewa-Maria Saade-Simic, Petra Keil und Tilmann Armbrecht. In den Rat der Gemeinde Hattorf wollen Frank Kaiser, Georg Wipke, Peter Lakemann, Wolfgang Wills, Marina Anders, Daniel Geike, Daniel Kaiser, Mario Harenberg, Nils-Hendrik Baum, Ralph Beushausen, Dennis Kiekenap und Mark Wilke. Für den Wulftener Rat haben sich Henning Kruse, Gitta Herb, Peter Beußhausen, Hendrika de Jager Moes, Philip Kersten, Kevin Kaliner, Sascha Reuter, Christoph Bernasek und Lutz Riemann aufstellen lassen.

Der Ortsvereinsvorsitzende, Lutz Riemann, bedankte sich bei allen Kandidaten, die sich für die SPD zur Wahl stellen möchten. „Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, sich politisch zu engagieren“, so Riemann. Gerade in Zeiten, in denen auch Kommunalpolitikern gedroht werde, sei es umso wertvoller, wenn sich Menschen dennoch engagieren wollen. Erfreut sei Riemann auch, dass wieder jüngere Leute unter den Kandidaten seien. „Selbst wenn Ihr nicht gewählt werden solltet, engagiert Euch bitte weiter“, appellierte der Vorsitzende und richtete die Bitte an die Fraktionen, auch die Kandidaten, die nicht in den Rat gewählt worden, trotzdem weiter in die politische Arbeit einzubinden. „Man kann nie wissen, wie sich die Legislatur entwickelt“.

Bei der Versammlung sprach auch der SPD-Kandidat für das Amt des Landrates, Marcel Riethig, ein Grußwort. Ihm sei zukünftig besonders die Stärkung von Familien wichtig, da die Familien und die Kinder unter der Corona-Krise besonders gelitten hätten. Dazu gehöre eng verknüpft auch das Thema Bildung. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung und gute Abschlüsse erhalten“, so Riethig. In der Samtgemeinde Hattorf sei man diesbezüglich gut aufgestellt mit dem Familienzentrum, den Kindergärten und den Grundschulen. Neben den Grundschulen der Samtgemeinde sei auch die Oberschule (OBS) eine sehr wichtige Institution. „Wie ich damals an das Thema OBS ran gegangen bin, war ein Fehler, das habe ich inzwischen eingesehen“. Dafür gab es viel Applaus aus der Versammlung. Die OBS habe inzwischen deutlich höhere Anmeldezahlen. „Ich mache im Wahlkampf wenig Versprechen, aber ich werde mich auch künftig für die OBS einsetzen“. Um zukünftig noch energetischer sanieren zu können, stellte Riethig die Idee eines Klimasparbriefs in Zusammenarbeit mit regionalen Banken vor, mit dem man eine Anlagemöglichkeit schaffe und Geld mobilisieren könnte.

Ein Grußwort kam auch von dem Kreistagskandidaten, Thomas Koch, der betonte, dass nicht nur die Bekanntheit der SPD-Kandidaten wichtig sei, sondern die Inhalte, wie unter anderem der Klimaschutz, die Digitalisierung, die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs und die Bildung. Kochs persönlicher Wunsch sei, dass die Mitglieder der Räte der Kommunen und des Kreistages gemeinsam arbeiten, sich austauschen und kooperieren.

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Rolf Hellwig wurde in der Versammlung als SPD-Kandidat für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters nominiert

 

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