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27.05.2021

Blumen im Holzbrunnen schmücken das Ortsbild von Lerbach


Rainer Kutscher (li.) und Thomas Canal dürfen stolz auf die von ihnen geleistete Arbeit sein

Zwei Heimatfreunde ergriffen die Initiative zur Dorfverschönerung

von Petra Bordfeld 

Es sind nicht „nur“ das Denkmal für Turnvater Jahn und der Einstieg zur Wanderung zur Concodiaklippe, zum Eisenstein-Lehrpfad und Baudensteig, welche die  vielen Wanderer, Einwohner und Gäste in den Bann ziehen. Denn, genau gegenüber dem ehemaligen Schützenhaus von Lerbach gelegen, laden neben Tisch und Bänken auch andere Dinge zum Verweilen ein.

Dort gibt nämlich eine Informationstafel Einblicke in die Geschichte des Bergdorfes, und eine Dennert-Tanne informiert über prominente Besucher (gekrönte Häupter, Dichter und Harz-Schriftsteller). Beide Tafeln werden von Wanderern und Besuchern nicht bloß  studiert, sondern auch fotografiert. Letztes gilt übrigens ebenso für die Holzfiguren und Tafeln über Waldarbeitersprüche, die auf dem Nachbargrundstück zu sehen sind.

Vor der Tafel am gepflasterten Gehweg wurde jetzt auch ein mit Geranien bepflanzter Brunnen aus Fichtenholz aufgestellt. Der wiederum wurde mit Motorkettensäge, Rundbeil und Geschick von Rainer Kutscher, dem Vorsitzenden der Heimatstube, ausgehöhlt. Die Äste, welche den 1,80 Meter langen Baumkörperumfang zieren, der einen Durchmesser von 60 cm hat, mussten nicht weichen. Dass sogar beim Warten an der Haltestelle der Linie 440 auf den Bus die Zeit beim Betrachten schneller vergehen kann, wird immer wieder voller Freude festgestellt.

Dafür, dass sich alles so sehenswert präsentiert, sorgten Rainer Kutscher und dessen Nachbar Thomas Canal, vom „Hirtenhaus“. - „Wenn ich schon die Bauruine vom Schützenhaus als Nachbar täglich vor Augen habe, soll doch ein mit Blumen gepflanster Holzbrunnen für eine schöne Augenweide sorgen“, so Kutscher. Doch vor dem Aufstellen des Brunnen schnitten die beiden erst einmal die Info-Tafel von den sie umwuchernden Gewächsen frei und erneuerten die Latten der verfaulten Schutzbedachung.

Der Dank und die Anerkennung seitens der Betrachter waren und sind eine lobende Würdigung für die beiden Akteure von der Heimatstube. Erfreut sind die beiden Hauseigentümer jedoch nicht darüber, dass Mountainbiker auf dem Wander- und Grabenweg von der Concordiaklippe herunterrasen, um mittels einer Vollbremsung von dem Höhenpflug „zu landen“ und so der Weg von den Spurrillen der Reifen geebnet werden muss.

Rainer Kutscher lobt, dass die Rasenpflege auf dem rund 60 m² großen Areal von dem Gartenbauamt der Stadt Osterode gut durchgeführt wird. „Allerdings wäre eine Erneuerung der Sitz- und Tischgarnitur wünschenswert“.

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Diese Dennert-Tanne verrät, welche prominenten Gäste Lerbach begrüßen durfte

 

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