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21.05.2021

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius führt Gwendolin von der Osten offiziell ins Amt der Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen ein


Gwendolin von der Osten wurde heute vom Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, ins Amt der Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen eingeführt

Göttingen (ots) - Sie ist bereits seit Ende Februar in Göttingen tätig, jetzt wurde sie auch ganz offiziell begrüßt: Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am Donnerstag (20. Mai) Gwendolin von der Osten ins Amt der Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen eingeführt. Die Amtseinführung fand aufgrund der bestehenden Umstände digital statt.

"Ich freue mich, mit Gwendolin von der Osten die zweite Frau an der Spitze einer niedersächsischen Polizeibehörde ins Amt einführen zu können. Gwendolin von der Osten hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Positionen in der Polizei durch ihre Führungs- und Entscheidungskompetenz überzeugt. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie genau die richtige Frau am richtigen Ort ist. Ich wünsche ihr für die neue Aufgabe viel Erfolg und eine glückliche Hand bei allen ihren Entscheidungen", sagte Innenminister Pistorius bei der Amtseinführung.

Gwendolin von der Osten ist Volljuristin und seit 2003 bei der Polizei tätig. Nach unterschiedlichen Verwendungen in der Polizeidirektion Hannover, wurde sie 2006 Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes in der Polizeiinspektion Verden/Osterholz in der Polizeidirektion Oldenburg. 2009 kehrte sie nach Hannover zurück und leitete zunächst für fast vier Jahre den Kriminal- und Ermittlungsdienst in der Polizeiinspektion Hannover-Mitte. Anschließend übernahm sie für ein Jahr die Leitung des Polizeikommissariats Lahe. 2016 wurde sie schließlich Leiterin der Polizeiinspektion Hannover-Mitte, bevor sie im Oktober 2019 als Referatsleiterin Einsatz und Verkehr ins Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport wechselte. In der Polizeidirektion Göttingen folgte sie auf Uwe Lührig, der in den Ruhestand versetzt wurde und die Direktion seit 2015 geleitet hatte. Gwendolin von der Osten, Jahrgang 1971, ist gebürtige Braunschweigerin. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in Hannover.

"Ich bin bereits seit Ende Februar in der Polizeidirektion Göttingen tätig und wurde von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich aufgenommen. Darüber hinaus hatte ich in den vergangenen Wochen viel Gelegenheit, einerseits viele Kolleginnen und Kollegen und Dienststellen im gesamten Zuständigkeitsbereich, andererseits aber auch Politik, Medien sowie Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens kennenzulernen", sagt Gwendolin von der Osten über ihren Einstieg.

Ein Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit wird die Stärkung des Radverkehrs sein. "Der Radverkehr wird in der Mobilität der Zukunft eine große Rolle spielen. Darauf müssen wir uns einstellen. Ich möchte dazu beitragen, dass Radfahrende sich in Zukunft noch sicherer auf unseren Straßen bewegen können und dass sie als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmende wahrgenommen werden. Gegenseitige Rücksicht sorgt für mehr Sicherheit auf unseren Straßen - für alle Beteiligten", so die Präsidentin.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit wird die Bekämpfung häuslicher Gewalt sein. "Gewalt im persönlichen Nahbereich hat vielfältige Auswirkungen - sowohl auf die Betroffenen, als auch auf Kinder, die in einem gewalttätigen Umfeld leben und aufwachsen", erklärt Gwendolin von der Osten. "Es gilt nicht nur, die Gewalt zu verhindern, sondern damit auch die möglichen Folgeschäden. Wir wollen den betroffenen Frauen und Männern Wege aus dem gewaltvollen Umfeld aufzeigen und mit allen polizeilichen Mitteln gegen die Täterinnen und Täter vorgehen."

Die Kriminalität im digitalen Raum und die Weiterentwicklung der Digitalisierung werden die Präsidentin ebenfalls zukünftig beschäftigen. "Die fortschreitende Digitalisierung hat durch die Corona-Krise weiteren Schwung bekommen. Für die Polizei heißt das, dass wir diesen Schwung zur Weiterentwicklung unserer Organisation nutzen müssen. Die Kriminalität macht zudem nicht Halt vor der Digitalisierung - wir müssen deswegen auch den zunehmenden Gefahren im Netz begegnen", sagt Gwendolin von der Osten.

 

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