Regionales / Gem. Bad Grund / Badenhausen

10.05.2021

Immer mehr Badenhausener wollen Grünflächen pflegen


In der jüngsten Ortsratssitzung ging es unter anderem auch um die Neuordnung des Regionalen Raumordnungsprogramms und dessen Auswirkung auf Badenhausen

...von Herma Niemann

Grün- und Blühflächen machen einen Ort attraktiver und auch gepflegter. Wie der Ortsbürgermeister von Badenhausen, Erich Sonnenburg (SPD), in der jüngsten Ortsratssitzung erfreulicherweise berichten konnte, wollen inzwischen immer mehr Anwohner und besonders junge Familien, zum Beispiel im Baugebiet am „Vor dem Mönchesumpfe“ und in der Siedlung, sich um die Pflege von gemeindlichen Grünflächen kümmern.

In der vergangenen Zeit würden immer mehr Anträge bei ihm auf den Tisch kommen. „Das finde ich wirklich erfreulich“ so Sonnenburg „zumal es in der Vergangenheit eigentlich oft darum, Beete wieder abzuschaffen“. Was auch verständlich sei laut Sonnenburg, da viele Anwohner aus Altersgründen sich nicht mehr um die Grünflächen kümmern könnten. Der Bauhof wird bei den betreffenden Beeten die alte Bepflanzung entfernen und die Beete mit Mutterboden auffüllen, damit diese neu bepflanzt werden können.

In der Sitzung ging es auch um die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkeises Göttingen (RROP). Wie der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, berichtete, hätten sich vier Themenschwerpunkte herauskristallisiert, die unterschiedlich stark die Belange der einzelnen Ortschaften betreffen. Zu den Schwerpunkten gehören die ausgewiesenen Vorranggebiete Wind am Sollieshai, die Städtebauplanung mit der Siedlungsentwicklung, der Tourismus und die Wasserschutzgebiete (Tiefbrunnen Badenhausen). Badenhausen sei zum einen durch die Siedlungsentwicklung in das RROP eingebunden. „Badenhausen ist und bleibt Grundzentrum, hierbei muss auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Bereichen Wohnen und Landwirtschaft geachtet werden“, so Dietzmann. Hierbei ginge es auch darum, das Grundzentrum weiter zu stärken. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die zentralörtliche Versorgung mit den Lebensmittelmärkten in Teichhütte, die zur Gemarkung Badenhausen gehören. „Dieser Versorgungsort ist für unsere gesamte Gemeinde und auch darüber hinaus sehr wichtig“.

Betroffen sei Badenhausen auch indirekt, nämlich über die ausgewiesenen Vorranggebiete für Wind in Richtung Osterode. Dort seien im RROP mehrere kleine Flächen ausgewiesen, die gerade mal so den Mindestabstand von 1.000 Metern zu Badenhausen einhalten würden. „Das ist ein großes Dilemma. Niemand hat was gegen Windenergie, aber keiner möchte sie im eigenen Sichtbereich haben“, so Gerd Nienstedt (CDU). Mancherorts würden die Windräder gar nicht so sehr ins Auge fallen. Aber inzwischen sei die Technologie so weit fortgeschritten, dass die Windräder immer höher würden. Sonnenburg gab zu bedenken, dass das geplante Baugebiet Richtung Ortsausgang Oberhütte dadurch eventuell gefährdet sei. Zudem gebe es in dieser Region viele Rotmilan-Vorkommen, ergänzte Klaus Bock (CDU). Der Ortsrat einigte sich darauf, dass der RROP zur Kenntnis genommen werde, weise aber ausdrücklich darauf hin, dass in Hinblick auf das geplante Baugebiet das nördliche Potenzialgebiet Wind den Mindesabstand von 1.000 Meter unterschreite.

Weiter berichtete Dietzmann, dass inzwischen die Baugenehmigung für den Selbstbedienungsterminal der Sparkasse eingegangen sei. Der Terminal soll wahrscheinlich am Getränkemarkt in Teichhütte installiert werden. Dietzmann gehe davon aus, dass die Sparkasse dieses Vorhaben möglichst schnell umsetzen werde.

 

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