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24.04.2021

Seit 40 Jahren Unterstützung für Kinder in Not


Ursel und Werner Schaper aus Gittelde engagieren sich bereits seit 40 Jahren bei der Kindernothilfe

Ursel und Werner Schaper engagieren sich seit vier Jahrzehnten bei der Kindernothilfe und haben jetzt eine Zustiftung ins Leben gerufen.

von Herma Niemann

Seit 62 Jahren setzt sich die Kindernothilfe (Duisburg) in 32 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas für Not leidende Kinder ein, fördert mehr als zwei Millionen Kinder und ihre Familien mit nachhaltigen Entwicklungsprojekten und leistet humanitäre Hilfe. Einen bemerkenswerten Beitrag zu diesem Entwicklungsprojekten leisten die Eheleute Ursel und Werner Schaper aus Gittelde, denn die beiden engagieren sich seit 40 Jahren bei der Kindernothilfe, mit 40 Euro jeden Monat.

„Wir waren immer mit dem zufrieden, was wir hatten. Uns ging und geht es gut, und deshalb haben wir uns damals dafür entschlossen, regelmäßig die Kindernothilfe zu unterstützen“, sagt das Ehepaar in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Aufmerksam geworden seien die beiden auf die Hilfsorganisation, als im Januar 1981 in der Tageszeitung dazu aufgerufen wurde, eine Patenschaft zu übernehmen. Recherchen über die Organisation hätten die beiden überzeugt, zumal die Kindernothilfe das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) trage, das jedes Jahr wieder der Organisation verliehen wird. „Das ist ein Zeichen für Seriosität und Spendenwürdigkeit“, betont Ursel Schaper.

Anfangs übernahmen die beiden persönliche Patenschaften für junge Menschen in Afrika und Indien, wodurch den Mädchen und Jungen grundlegende Dinge wie etwas zu Essen, Bildung und ein sicheres Zuhause ermöglicht werden konnten. Aber auch die gesamte Gemeinschaft werde mit einer Patenschaft gefördert, so Werner Schaper. Ziel ist, dass die Gemeinschaft stark genug ist, in Zukunft ihre Kinder selbst zu versorgen, zu schützen und zu fördern. „Es ist wichtig, die Menschen da zu unterstützen, wo sie leben, damit sie von selbst auf die Beine kommen“, sagt Ursel Schaper. In der Zeit erhielten die beiden viele Briefe ihrer Patenkinder. Da die Briefe in Englisch verfasst waren, übernahm Tochter Monika die Korrespondenz, übersetzte und beantwortete die Briefe.

Seit gut 20 Jahren unterstützt das Ehepaar projektbezogen, aber auch wenn mal eine besondere Aktion der Kindernothilfe anstehe. Mit einer Projektpatenschaft soll sich das Leben von Kindern und ihrer Familien verbessern. So werden zum Beispiel Dorfgemeinschaften über Aids aufgeklärt, Frauen und Mädchen werden gestärkt und die Hilfe zur Selbsthilfe wird gefördert. Die Projekte, die das Ehepaar Schaper unterstützt, sind hauptsächlich auf die Bildung von Jugendlichen abgestimmt, darunter fallen die sogenannten Zeltschulen für die Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Die Zeltschulen sind mobil und wandern von Ort zu Ort, immer mit dabei Tafeln, Schulbücher und alle weiteren Unterrichtsmaterialien.

Inzwischen haben Ursel und Werner Schaper auch noch dafür gesorgt, dass ihr Engagement weiter geführt wird. „Wir sind beide über 70 Jahre alt und wollen dass unser Projekt weiter geht“. Deshalb haben die beiden eine Zustiftung in Höhe von 5.000 Euro bei der Kindernothilfe ins Leben gerufen. Mit der Zustiftung wird das Stiftungskapital der Kindernothilfe-Stiftung erhöht. Das Stammkapital der Zustiftung bleibt erhalten, aber die Erträge werden für Projekte verwendet. Das beeindruckende Engagement der Eheleute Schaper geht also weiter, denn die Zustiftung wird demnächst von der Enkelin Antje mit regelmäßigen Beiträgen fortgeführt.

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Ein Zeitungsbericht war 1981 ausschlaggebend dafür verantwortlich, dass das Ehepaar ihre erste Patenschaft bei der Kindernothilfe übernahm

Mit der gegründeten Zustiftung soll das Engagement der Eheleute Schaper fortgeführt werden

 

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