Regionales / Gem. Bad Grund / Windhausen

16.03.2021

Gute Organisation: In Windhausen wurden 320 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft


Blick über die Impfstationen in der Dorfgemeinschaftsanlage „Alte Burg“ in Windhausen

Wenn der Landkreis Göttingen zustimmt, kann dieses dezentrale Impfangebot vielleicht für die Prioritätengruppe 2 vorgehalten werden

...von Herma Niemann

Glückliche Impflinge, ein eingespieltes Impf-Team und eine hervorragende Organisation. Das waren am vergangenen Freitag und Samstag beste Voraussetzungen für eine gelungene Impfaktion im dezentralen Impfangebot des Landkreises Göttingen in der Dorfgemeinschaftsanlage „Alte Burg“ in Windhausen. Überaus reibungslos und ohne Hektik ging das Impfen vonstatten, insgesamt wurden 320 Personen gegen das Corona-Virus geimpft.

An jedem Tag waren fünf Helfer von der Verwaltung der Gemeinde Bad Grund, sechs Mitglieder des mobilen Impfteams, eine Fachkraft eines Sicherheitsdienstes sowie die Ärztin Annegret Mödden und der Arzt Dr. Andreas Philippi vor Ort. Dr. Philippi lobte die gute Vorbereitung und auch die Unterstützung vor Ort durch die Verwaltung. „Das ist das erste Mal, dass dezentral geimpft wird“, so Dr. Philippi „und es läuft richtig gut. Dank der tollen Vorbereitung wurde uns das Arbeiten hier sehr leicht gemacht“. Weiter sagte Dr. Philippi, dass er beim Landkreis anregen werde, dieses dezentrale Impfangebot auch für die Prioritätengruppe 2 vorzuhalten. Die über 80-Jährigen wurden mit dem Impfstoff BioNtech geimpft, die Lehrer und das Schulpersonal mit dem Impfstoff AstraZeneca.

Der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, Volker Höfert, berichtete, dass alles ruhig und ohne Stress abgelaufen sei. „Man spürt die Dankbarkeit der über 80-jährigen Menschen, die sich nahezu an jeder der Stationen bei den Helfern bedanken“, so Höfert. Zudem seien aber auch die Impflinge gut vorbereitet gewesen. Nur in ganz seltenen Fällen, waren die benötigten Unterlagen, wie zum Beispiel der Anamnesebogen, noch nicht vollständig ausgefüllt. „Zudem hat kaum Aufklärungsbedarf bestanden, die meisten waren sehr gut informiert“. Am Eingang erhielten die Impflinge einen Laufzettel und an einer zweiten Station einen Anmeldebogen mit einem QR-Code. Dadurch sollten die Unterlagen der zu Impfenden leichter zugeordnet werden können und Verwechslungen ausgeschlossen werden.

Anschließend ging es zum Arztgespräch in eines der beiden vorhandenen Arztzimmer und danach direkt zum Impfen. Dafür waren ebenfalls zwei voneinander getrennte Impfräume vorhanden. Vor jeder Station waren ausreichend Sitzgelegenheiten vorhanden, für den Fall, dass es doch mal zu ganz kurzen Wartezeiten kam. Alle der durch unsere Zeitung befragten Impflinge lobten dieses Impfangebot vor Ort. Darunter war auch der 82-jährige Horst Otte aus Gittelde, der von einer guten Organisation sprach. Zudem sei er froh, dass er zum Impfen nicht so einen weiten Weg auf sich nehmen musste. Eine Einwohnerin aus Badenhausen sagte, dass dieser kurze Weg nach Windhausen sehr angenehm sei. „Ich finde das Impfangebot hier sehr gut. Für viele Menschen in unserem Alter ist es schwierig, nach Herzberg zu kommen“, sagte Erich Hörnig aus Badenhausen. Seiner Meinung nach hätte die Bundesregierung allerdings viel früher auf das Impfen beim Hausarzt setzen sollen.

"Die äußerst angenehme und zufriedene Stimmung unter den am Wochenende Geimpften hat mich sehr berührt“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann „ihre Dankbarkeit hat gezeigt, dass sich der Einsatz im dezentralen Impfzentrum in Windhausen gelohnt hat“.


Volker Höfert, Florian Albrecht, Alexander Van Schaik (ILS Sicherheitsdienst), Ärztin Annegret Mödden und Arzt Dr. Andreas Philippi (von links)

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Der 82-jährige Horst Otte aus Gittelde war froh, dass er sich in Windhausen impfen lassen konnte

Horst Otte wurde von seiner Tochter Sandra Otte bei den Impfstationen begleitet

 

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