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05.03.2021

Interessantes  zum Thema „Große Einsatzfahrzeuge“ der Wehren in der SG Hattorf


Das Ehrenmal auf dem Hördner Friedhof müsste neu gestaltet werden

bei der Ausschusssitzung des BPSO

von Petra Bordfeld

Im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Sicherheit und Ordnung (BPSO) in der Samtgemeinde Hattorf stand nicht nur der Haushaltsplan 2021, sondern auch die wieder herzustellende Sicherheit der beiden Sprungtürme im Hattorfer Freibad, die Gestaltung des Hördener Friedhofs und der nicht unrealistische Plan, ein zentrales Gebäude zu errichten, in welchem die in Planung stehenden immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge der Gemeinde-Wehren eingeparkt werden sollen.

Zu letzterem ließ Verwaltungsfachwirt Patrick Gattermann, der für den Bereich Feuerwehren zuständig ist, durchblicken, dass die Bestandsaufnahme der bestehenden Feuerwehrgerätehäuser deutlich gemacht hätte, dass nach Möglichkeiten gesucht werden müsse, um die in Planung befindlichen Fahrzeuge richtig unterstellen zu können. Denn die werden anrollen, weil einige Fahrzeuge der vier Wehren wirklich in die Jahre gekommen seien. Und da böte sich doch ein Haus für alle Fahrzeuge an. Dieser Überlegung müssten sich letztendlich nicht nur die Wehren und die Verwaltung, sondern auch die Politik stellen. Zwar wachse das Geld nicht auf den Bäumen, aber die mittelfristige Finanzplanung 23/24 sei noch nicht in Stein gemeißelt. Sollte sich herausstellen, dass erst ein neues Haus gebaut werden müsste, dann gelte es, die Anschaffung des einen oder anderen Fahrzeuges zu schieben.

Weil auch der Feuerwehrbedarfsplan zur Diskussion stand, war zu vernehmen, dass er immer noch im Werden ist. Der Ball würde jetzt schon seit längerem wieder bei der Verwaltung liegen, so Gemeindebrandmeister Bartram. Corona habe die schnellere Vorgehensweise etwas ausgebremst.

Weiter stand ein SPD-Antrag zur Diskussion, der sich um die Übernahme der Kosten der ersten Ausgehuniform für Kameradinnen und Kameraden aller vier Wehren drehte. Bislang habe es so ausgesehen, dass die jungen Menschen, die von der Jugendwehr in die aktive Wehr wechselten, diese Uniformen aus eigener Tasche hatten zahlen müssen, was es in anderen Städten und Gemeinden schon lange nicht mehr gibt. Man war sich einig, diesen Schritt in das wertvolle Ehrenamt finanziell zu unterstützen. Somit fiel der einstimmige Beschluss, dass die Samtgemeinde Hattorf diese Neuausrüstung finanzieren soll. Und davon sollen nicht nur Mitglieder der Jugendwehr profitieren, wenn sie in die aktive Wehr eintreten,  sondern alle Kameradinnen und Kameraden  zwischen 16 und 18 Jahren.

Ausschussvorsitzender Harald Reinhardt kam zuvor zusammen mit dem Hördener Ratsherr Rudi Armbrecht auf den Antrag der SPD-Fraktion Hörden zu sprechen, welcher sich um die Umgestaltung des Friedhofs in dieser Gemeinde dreht. Dabei beschränkten sie sich auf wesentliche Punkte, welche für den Haushalt relevant sein könnten. So gelte es, den Platz um das Ehrenmal neu zu gestalten, denn es dürfe nicht angehen, dass der Bürgermeister sich durch Gestrüpp kämpfen müsse, bevor er den Kranz vor dem Mal niederlegen könne. Geschehen müsse endlich auch was auf den Parkplätzen. Solange Besucher mit Kleinstfahrzeugen kämen, gerieten sie nicht in Platznot, aber bei etwas größeren Fahrzeugen bestünde die Gefahr, mit einem Baum, einer Hecke oder einer Bordsteinkante zu kollidieren.

Weiter sollte auf dem Friedhof eine halbanonyme Bestattung angeboten werden. Das bedeute ein Gemeinschaftsgrab für 20 Urnen und eine Stele, auf der die Namen und Daten der dort Begrabenen stehen werden. Armbrecht war sich sicher, dass dieses Angebot angenommen werden würde. Nicht so gut stünde es dahingegen mit der Abfallbeseitigung auf dem Friedhof. Bislang werde noch alles in einer Tonne entsorgt, und der Bauhof müsse es dann mühsam auseinander pflücken. „Man sollte sich gleich vor Ort eine Trennung des Abfalls einfallen lassen“. In jedem Fall wird es am Donnerstag, 15. April, eine öffentliche Ortsbegehung des BPSO-Ausschusses auf dem Friedhof und dessen Parkfläche geben.


Matthias Franziskowski kam als Vertreter der Verwaltung auf die Sprungtürme im Freibad Hattorf zu sprechen, an deren Geländer die Dekra gefährliche Mängel festgestellt hatte. Jetzt gelte es, die besagten Geländer so zu gestalten, das zwischen den Stäben keine Personen durchfallen oder gar zum Klettern verleitet werden können. Um hier eine Lösung zu finden, habe man in Richtung freie Wirtschaft Preise eingeholt und in der baulichen Umsetzung auch die Eigenleistung seitens des Bauhofes einfließen lassen. So habe man sich den Einbau von Plexiglasscheiben genauer angeschaut. Seitens des Ausschusses waren Sorgen dazu zu vernehmen, dass Plexiglas im Laufe der Zeit nicht nur unansehnlich, sondern auch brüchig und porös werden könnte. Es tauchte die Bitte auf, den Förderverein mal zu fragen, ob er sich an diesen wichtigen Kosten beteiligen werde. Da der Haushalt zurzeit mit „der heißen Nadel gestrickt“ sei, habe man erst einmal 10 000 € für diese Maßnahme eingestellt, so Franziskowski weiter. Man sollte auch erfragen, ob der Landkreis mit seiner Sportstättenförderung ins Boot geholt werden könne. In jedem Falle bleiben die Türme so lange gesperrt, solange keine Lösung gefunden und umgesetzt wurde.
Man wurde sich einig, dass während der nächsten Ausschusssitzung am 15. April klare Zahlen präsentiert werden müssen, um klare Vorstellungen zu diskutieren und nicht irgendeine Version übers Knie brechen zu müssen.

In jedem Fall fiel die einstimmige Entscheidung, dass der BPSO –Ausschuss den vorgelegten Beschluss, dass die angezeigten Mängel in Eigenleistung durch den Bauhof behoben werden, nicht weiter empfehlen kann. Ziel des Ausschusses sei es, den Bauhof nicht zusätzlich zu seinen umfangreichen Aufgaben noch mit den Arbeiten am Sprungturm zu belasten. Es müsse eine konkrete Lösung gefunden werden, damit die Türme mit dem Start der Freibadsaison wieder freigegeben werden können.

Auf den Haushaltsplan 2021 eingehend betonte Matthias Franziskowski, dass der Haushalt in seinen Entwürfen wesentlich positiver ausgefallen wäre als man es vor fünf Monaten habe ahnen wollen. Zwar gebe es  keine schwarze Null zu verzeichnen. Die Lage sehe aber  in den nächsten zwei Jahren wesentlich positiver aus.

Auf einzelne Produkte eingehend, legte er auch den Bereich „Feuerwehrfahrzeuge“ offen.  Zurzeit  ist im Haushaltsplan 2021 festgeschrieben, dass im Jahr 2022 ein TLF 3000 und in 2024 ein HLF 20 für die Wulftener Wehr beschafft werden sollen, was zusammen die stolze Summe von 650.000 € ausmacht. Auch die Hattorf Wehr soll in den kommenden drei Jahren neue Fahrzeuge und ein Festrumpfboot erhalten. Dafür müssten auch rund 459.600 € berechnet werden. Weiter sollen an der Südseite des Rathauses Außen-Jalousien angebracht werden, damit die Kollegen im Sommer nicht „gebraten“ werden. Dafür seien 30.000 € eingeplant worden. Die Behindertentoilette und die Ertüchtigung der Hauselektrik seien in diesem Gebäude bereits abgeschlossen.

Weiter sollen die Grundschulen in Hörden, Hattorf und Wulften eine EDV-Digitalisierung erfahren, wofür rund 50.000 € eingeplant werden. Für den Toiletten-Anbau und den Aufenthaltsraum auf dem Bauhof sind für dieses Jahr 30.000 € eingeplant.
BILDTEXTE
Friedhof Hörden 1: Das Ehrenmal auf dem Hördner Friedhof müsste neu gestaltet werden.
Friedhof Hörden 2 und 2a: Momenta landet noch aller Aball in einer „Tonne“. Foto: Petra Bordfeld 

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Momentan landet noch aller Aball in einer Tonne

 

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