Regionales / Gem. Bad Grund / Windhausen

24.02.2021

Winterdienst leistete gute Arbeit


Der Winterdienst des Bauhofs der Gemeinde Bad Grund hatte bei den Massen von Schnee alle Hände voll zu tun

Bauhofleiter Steingrube berichtete im Betriebsausschuss/Mitarbeiter waren teilweise stundenlang im Einsatz

...von Herma Niemann

„Es gab berechtigte, aber auch unberechtigte Beschwerden“. Das berichtete der Baubetriebshofleiter, Stefan Steingrube, zur Arbeit des Bauhofs beim massiven Wintereinbruch im Betriebsausschuss, der in der Dorfgemeinschaftsanlage „Alte Burg“ in Windhausen tagte. Zu rund 90 Prozent sei die Resonanz aus der Bevölkerung jedoch positiv gewesen.

Zwei Bauhofkollegen hätten sogar von einer Anwohnerin zwei heiße Tassen Kaffee als Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Sofern die Kritik aus der Bevölkerung berechtigt gewesen sei, habe man eine andere Lösung gefunden und den Kritikpunkt abgestellt. Seit Ende November hätten sich Kollegen des Bauhofs im Früh-Bereitschaftsdienst und seit Anfang Februar im Früh- und Spät-Bereitschaftsdienst befunden. „Bei dem starken Wintereinbruch waren die Mitarbeiter elf oder 14 Stunden, teilweise sogar 16 Stunden im Einsatz“, so Steingrube. Der neu angeschaffte Unimog habe sich in dieser Zeit sehr bewährt und sei auch im Vorland von Bad Grund zum Einsatz gekommen.

Was das Angebot von Streumitteln anginge, hätte dies in der sechsten Kalenderwoche stark abgenommen. Das sei allerdings Deutschland weit ein Problem gewesen. In der Salzknappheit habe sich der Preis natürlich stark erhöht. Zahle man normalerweise um die 60 Euro für die Tonne, hätte es in dieser Zeit Angebote zwischen 180 Euro und 220 Euro pro Tonne gegeben. Bisher habe die Gemeinde ungefähr 280 Tonnen verbraucht, 150 Tonnen seien noch vorhanden. Im Namen des Ausschusses dankte der Ausschussvorsitzende, Walter Lagershausen, dem Team des Winterdienstes für seinen Einsatz.

Der Ausschuss befasste sich auch mit dem Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021 sowie der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung. Für das Bestattungswesen werde in diesem Jahr mit einem Defizit von Minus 31.100 Euro gerechnet. Im vergangenen Jahr falle besonders auf, dass die Kapellen-Nutzung wegen der Corona-Krise stark gesunken sei. Trotz des Defizits sehe der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, Volker Höfert, keinen Nachsteuerungsbedarf bei den Friedhofsgbühren. „Einen ausgeglichenen Haushalt wird man beim Friedhofswesen nie hinbekommen“, so Höfert. Weiter ging es mit dem Wirtschaftsplan der Ver- und Entsorgungsbetriebe. Dort sind als Ansatz für das Jahr 2021 Erträge in Höhe von 959.700 Euro geplant. Dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 980.400 Euro, sodass man von einem Minus in Höhe von rund 20.700 Euro ausgehe.

Was die Investitionen betreffe, seien Planungskosten in Höhe von 30.000 Euro für die Neuverlegung der Wasserleitung und der Haushaltsanschlüsse am Hübichweg in Bad Grund geplant. Im Moment gebe es für die Sanierung der Straße kein Förderprogramm, so Höfert, weswegen man die Straßensanierung immer wieder nach hinten schiebe, um den Anliegern die Beiträge zu ersparen. Für die Tiefbauarbeiten seien in den Folgejahren 2023 und 2024 jeweils 150.000 Euro im Haushalt veranschlagt. Im Bereich Abwasserbeseitigung stehen Erträge von 1.669.500 Euro und Aufwendungen in Höhe von 1.651.100 Euro für das Jahr 2021 gegenüber. Der Verlust von 18.400 Euro resultiert aus den Überschüssen der Jahresabschlüsse 2018 bis 2019, die in den Gebührenkalkulationen der Folgejahre jeweils Gebühren mindernd berücksichtigt wurden. In den kommenden Jahren wird wieder eine kostendeckende Ergebnisentwicklung erwartet.

Zum Haushaltsplan für den Baubetriebshof erklärte Höfert, dass „man seit Jahren hinter dem Ergebnis herlaufe“. Auf der einen Seite arbeite das Team mit vollem Einsatz und effizient, auf der anderen Seite bewege man sich immer wieder zwischen einem kleinen oder großen Minus. Das Jahr 2019 sei schon geprägt gewesen von geringeren Erträgen von Personalstunden infolge von Langzeiterkrankungen. Auch die maschinenstunden konnten im Volumen nicht wie erwartet abgerechnet werden. Auf der Aufwandsseite waren erhöhte Fahrzeugreparaturaufwendungen zu verzeichnen, so dass letztlich aus diesem Umstand unter anderem die Entscheidung des Betriebsausschusses zur Neubeschaffung der drei im Einsatz befindlichen Multicars im Zeitraum 2020 – 2022 getroffen wurde.

Das Ergebnis des Jahres 2020 liegt noch nicht vor. Höfert rechne allerdings mit einem Minus von ungefähr 40.000 Euro. Der Verlust resultiere im Jahr 2020 neben personellen Veränderungen (zeitweise Nichtbesetzung von Stellen, coronabedingte Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung und damit verbundener erhöhter Stundenabbau) auch aus unerwarteten Krankheits-, Eltern- und Wiedereingliederungszeiten. Eine Anpassung der Stundenverrechnungssätze sowohl im Personalbereich als auch bei den Fahrzeug- und Maschinenstunden soll die Negativentwicklung abmildern.

 

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