Vereinsleben

02.02.2021

Corona konnte bislang dem Engagement des Tierschutzvereins der SG Hattorf nichts anhaben


Diese beiden Hunderunterkünfte müssen „nur‘“ noch einen hundgerechten Zaun erhalten

...von Petra Bordfeld

„Corona hat unsere Arbeit bislang nicht bemerkbar zu schaffen gemacht. Wir hoffen, dass das Glück, auch weiterhin auf unserer Seite ist“, so die erste Vorsitzende des Tierschutzverein der Samtgemeinde Hattorf, Adalies Drettwan, als sie auf die vor gut zwei Jahren eröffnete Tierauffangstation zu sprechen kam.

Als im März 2020 der erste bundesweite Lockdown verhängt wurde, durften auch in der Auffangstation keine Besucher und Interessenten an einem Haustier begrüßt werden. Vom Betreuungsteam war auch immer nur eine Person an einem der zwei Pflegetermine anzutreffen. „Doch diese Einschränkungen haben nicht für die Katzen gegolten“, so die erste Vorsitzende. So seien während des ersten und des zweiten harten Lockdowns zeitweise 20 Stubentiger betreut worden. Unter denen waren sehr viel Welpen, von denen zwei sogar von Hand aufgezogen werden mussten, die übrigens bereits ein neues Zuhause gefunden haben.

Zwar seien es im März nicht sehr viele Schnurrhasen gewesen, aber im Frühjahr und Sommer hätte sich aufgrund der Katzenwelpen die Zahl schnell nach oben entwickelt. „Allerdings sind fast alle bereits vermittelt worden“. Bis es soweit gewesen sei, habe es aber gegolten, den Nachwuchs der freilebenden Katzen zu sozialisieren. „Wir sind sehr froh, dass sie schnell und gerne gelernt haben, denn wenige Interessenten möchten sich eine wilde Katze ins Haus holen“.

Das Streicheln und Spielen stand und steht selbstredend für alle anderen Katzen an, denn jede einzelne Betreuerin sei mit ganzem Herzen dabei. „Das ist genauso wichtig, wie zweimal am Tag Futter zu kontrollieren und die Katzenklos zu säubern“. Der Gedankenaustausch im Team sei übrigens nicht zu kurz gekommen, dafür hätten nicht selten das Telefon oder das Abstand halten gute Dienste ausgeübt.
Zurzeit beweisen noch neun Katzen, die jetzt wegen des Lockdowns nicht vermittelt werden dürfen, dass sie sich wohl und gut betreut fühlen. Adalies Drettwan ist sich absolut sicher, dass sie alle während der nächsten Lockerung des Lockdowns vermittelt werden können.

Wer an der Tierauffangstation vorbeigeht, dem dürfte auffallen, dass neben dem großes Katzenhaus auch ein kleines „Reihenhaus“ aus demselben Holz steht. Dabei handelt es sich um die beiden Hundeunterkünfte, die von Klaus Schrader, von der Jugendwerkstatt Osterode, und einigen Schülern errichtet wurden. Im Sommer legten sie kräftig Hand an, sodass die beiden Häuser – keine Hütten – fast bezugsfertig wurden. Der zweite Lockdown zog allerdings erneut die Schaffensbremse. Sowie die wieder gelockert ist, werden die Auslaufzäune aufgestellt. Nur zwischen den beiden Freigängen ist kein Zaun, sondern eine Holzwand, damit die Vierbeiner in aller Ruhe entscheiden können, ob sie sich draußen oder drinnen aufhalten können. „Weil eben der Zaun fehlt, können wir noch keine Hunde aufnehmen“, bedauert die erste Vorsitzende.

Adalies Drettwan erinnert sich an den Start in die neue Auffangstation. So wurden im Herbst 2017 die für einen Neubau benötigten Unterlagen eingereicht und 2018 mit den Arbeiten begonnen. Am 27. September 2018 konnten die ersten Katzen ihr neues Zuhause beziehen. Am 18. Oktober war der Umzug abgeschlossen.
Der Aufbau der neuen Tierauffangstation wurde größtenteils vom Verein selbst finanziert, aber viele kleine und große Spenden sowie der ehrenamtliche Einsatz vieler Helferinnen und Helfer machten die absolute Fertigstellung erst möglich
Trotzdem war das Vereinsgeld erst einmal fast verbraucht. Doch weil Tierfreunde aus vielen Teilen des Altkreises Osterode den Verein auch während der CoronaZeit mittels Geld- und Futterspenden halfen, habe sich das Konto wieder einigermaßen erholt. „Ohne diese Hilfe, für die ich allen ein ganz großes Dankeschön ausspreche, hätten wir die Hundunterkünfte nicht errichten können“. Denn zwar seien die handwerklichen Arbeiten kostenfrei und ehrenamtlich, aber das verwendete gute Material hat doch auch gutes Geld gekostet.

„Wir hoffen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Besucher begrüßen dürfen und die Hundestationen fertig kriegen“.
Eine Sorge gibt es aber doch. Denn von den ehrenamtlichen Helfern sind mittlerweile leider zwei aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Daher werden Tierfreunde/innen gesucht, die sich Zeit als Pfleger/in nehmen können und wollen. Wer Interesse hat, sollte Adalies Drettwan (05584/1391) anrufen. Dort gibt es auch nähere Informationen zu dem Pflegeeinsatz.


„Apollo“ und „Rico“ schmusen gerne miteinander

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„Garfield“, „Isie“ und „Luna“ legen gerne mal eine Spielpause auf diesem Kratzbaum ein

 

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